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Datum: 24.07.2009

Im Gespräch mit den Kilians

Simon den Hartog im Interview mit uns

Münster (ml)    Im Juli hat uns Simon den Hartog vor dem Kilians-Konzert in der Sputnikhalle Münster ein Interview gegeben. Wir sprachen mit ihm unter anderem über die aktuellen Entwicklungen in den vergangenen Monaten und über die jetzt gerade laufenden Coldplay-Konzerte, die die Band als Vorgruppe begleiten darf.

Homepage der Kilians


Es wird ziemlich schwer das Interview von 2007 zu toppen. Was sind denn die Änderungen, die es in der Zeit bei euch gab?
Simon: Wie meinst du das?

Speziell im Live-Bereich. Dass ihr ein neues Album draußen habt, das weiß man.
Simon: Es hat sich nicht viel geändert, außer, dass wir ein paar neue Songs haben.

Wie wurde das Album denn von euren Fans aufgenommen?
Simon: Ziemlich positiv. Ich glaube die Leute finden das gut, ist aber auch nicht so genau zu sagen. Es wurde wohl gut aufgenommen, sowohl von Presse als auch von "Fans".

Habt ihr neue Anhänger dadurch gefunden?
Simon: Weiß ich nicht. Nach wie vor spielen wir am liebsten live und das funktioniert ganz gut. Es geht konstant nach oben.

Das wird jetzt die schwierigste Frage des gesamten Interviews. Beschreib das Album in drei Worten.
Simon: Es ist gut.

Stimmt, das waren drei Worte. Ihr habt dieses Jahr bei Rock am Ring und Rock im Park gespielt. Was war der Unterschied zwischen diesem Auftritt und dem von 2007?
Simon: Ich glaube, es gab keinen Unterschied. Das war exakt die gleiche Spielzeit, wie vor zwei Jahren. Wir hatten Spaß und es war einfach großartig mal wieder da zu sein. Das war ein mitreißendes Ding bei Rock am Ring und Rock im Park ebenso. Deswegen gab es da keine Veränderung.

Ich habe leider nur den Auftritt dieses Jahr von euch miterlebt. Standen da mehr Leute vor der Bühne?
Simon: Ja, im Park waren wir mit die erste Band, die überhaupt gespielt haben. Es gab keine anderen Bands, zum Beispiel auf der Centerstage, die dagegen gespielt hätten. Das war ein Highlight, weil da standen ein paar tausend Leute und hatten eindeutig Spaß. Am Ring ist das natürlich Sonntags ein bißchen schwer, weil das auch auslaugend ist. Und deswegen hege ich nach wie vor größte Bewunderung für die Leute, die da Sonntags vor der Bühne stehen.

Ihr spielt auf einigen Coldplay-Konzerten im Vorprogramm, wie kam es denn dazu?
Simon: Das weiß ich nicht. Es gibt aber immer Vorschläge, welche Bands man sich vorstellen könnte und wir wurden ausgewählt. Man sagt immer, dass die Band das quasi abnickt. Wir wurden dann gefragt, ob wir uns das vorstellen können.

Werdet ihr denn, wenn ihr ein Konzert vor so einer großen Masse an Besuchern spielt nervös sein?
Simon: Ja, auf jeden Fall. Also sehr aufgeregt. An sich ist es allerdings das gleiche. Wir werden da schon, so wie immer spielen. Natürlich ist es von der Größenordnung her Neuland für uns. Das wird, glaube ich, erstmal spannend. Es gibt keinen Grund aufgeregt zu sein, wegen der vielen Leute, da freuen wir uns eher drauf. Nur die Größenordnung der Bühne, da hat man schon ein bißchen Ehrfurcht vor.

Werdet ihr euch darauf irgendwie noch speziell vorbereiten?
Simon: Nein, auch wenn man irgendwie das Gefühl hätte, dass man sich da speziell drauf vorbereiten muss, aber wir wollen ja die Kilians präsentieren.

Es ist also ein ganz normales Kilians Konzert mit mehr Leuten.
Simon: Mit mehr Leuten, die alle Coldplay lieber sehen wollen als uns. Man ist sich da der Rolle natürlich bewusst, dass man total abgefeiert wird. Für uns ist das die große Möglichkeit, dass sehr viele Leute uns hören können. Wir wollen gerne gut sein und gut spielen.

Bei welchen Bands würdet ihr denn noch gerne im Vorprogramm stehen oder andersrum?
Simon: Das wäre schön, wenn man das in drei Jahren mal umtauschen könnte. Coldplay vor uns. Die Band anrufen und sagen: Hey Leute, letztens war es so geil, wollt ihr nicht mal bei uns spielen?. Die Liste ist schon so groß und da sind so viele tolle Bands dabei gewesen, das fällt mir immer nicht ein, wer da noch dazu kommen könnte. Aber ich denke mal, dass was wir bis jetzt gemacht haben, Mando Diao und diese ganzen Superbands. Für mich ist das mit Coldplay das größte was passieren konnte.

Mit wem würdet ihr denn sonst auf anderer Ebene mal gerne zusammen arbeiten?
Simon: Mit den ganzen All-Stars. Alle zusammen. Ein Lied für den Frieden. Ich würde zum Beispiel ganz gerne ein Stück mit Simon Frontzeck (SirSimonBattle, Simon & Simon in love, Tomte) zusammen machen. Im Grunde ist es aber egal. Hauptsache die Vibrationen stimmen. Wer immer möchte, ich bin zu allem bereit.

Ihr habt jetzt viele Festivals hinter euch und auch viele Clubkonzerte. Was gefällt euch denn besser?
Simon: Das Clubkonzert an sich ist für uns natürlich typischer und auch ein bißchen ruhiger in dem Sinne. Beim Festival hat man immer mit irgendwelchen Fremdgeräuschen zu tun von anderen Bühnen. Schöner an Festivals ist, dass man da ist, um die Leute zum Abgehen und zum Spaß haben animiert. Beim Clubkonzert hat man sich das alles zurecht gelegt. Es ist so, wie es sein soll. Die Leute haben sich eine Karte gekauft und wollen das gerne sehen. Beim Festival weiß man nie, was einen erwartet. Es ist eigentlich alles ziemlich positiv. Man macht alles gerne. Aber es ist gut, dass wir so eine Mischung haben aus Clubkonzert und Festival. Beim Festival ist die Arbeitszeit sehr stark begrenzt.

Könnt ihr von der Musik denn schon leben? Habt ihr Nebenjobs?
Simon: Man spricht ja nicht über das Geld. Aber wir müssen uns keine Sorgen machen, was morgen auf dem Tisch steht zum Essen. Ich mache derzeit nur Musik und versuche mich da, so gut es geht darauf zu konzentrieren. Es ist nicht so, als ob man einen total gehobenen Lebensstil hat. Ich vergleich das immer mit einem Azubi im dritten Lehrjahr. Man muss auch ein bißchen haushalten.

Hast du noch ein Statement?
Simon: Man neigt immer zu Unfreundlichkeiten. Das ist auch wichtig, Nettigkeit bewahren, so wie ich das nicht kann (lacht).

Okay, Simon, danke für das Interview.