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Konzertbericht

Bands
Hurts
Tim Bendzko

Locations
Tivoli Eissporthalle



Datum: 07.10.2011

Eine Nacht in Aachen mit 1LIVE

1LIVE macht Aachen zur Partystadt

Aachen (m2w)    Tim Bendzko und Hurts spielten am Freitag im Zuge der 1LIVE-Veranstaltung Eine Nacht in Aachen in der ausverkauften Tivoli Eissporthalle.


Vor fast 4000 Zuschauern präsentierte der Singer/Songwriter Tim Bendzko mit seiner Band Songs aus seinem aktuellen Album Wenn Worte meine Sprache wären. Mit dem gleichnamigen Song gewann der Newcomer erst wenige Tage zuvor den Bundesvision Song Contest, an dem er vertretend für Berlin antrat. Als seine Hit Single Nur noch kurz die Welt retten das letzte Drittel seines Auftritts einleitete, erreichte die euphorische Stimmung in der Halle ihren Höhepunkt. Gleichzeitig begeisterte er auch mit seinen weniger bekannten Songs das über alle Altersklassen breitgefächerte Publikum, das zum Teil fleißig die ausschließlich deutschen Texte mitsang. In diesem Zusammenhang stellte sich heraus, dass das sonst in Aachen übliche männerlastige Geschlechterverhältnis in der Eissporthalle nicht galt, als er Männer und Frauen nacheinander mitsingen ließ. Durch die individuelle Aufstellung auf der schlicht gehaltenen Bühne und seine humorvolle, charmante Interaktion mit dem Publikum schaffte er mit seiner Band eine lockere, persönliche Atmosphäre, so dass man nicht anders als ihm glauben konnte, als er nach dem zweiten Song sagte: Ihr seid jetzt schon das beste Publikum, dass wir jemals hatten. Zum Abschluss spielte er den Titel, der einem aus der Seele spricht: mehr davon.


Hurts mit überzeugender Show


Ein dröhnender Bass kündigte den Auftritt der britischen Band Hurts an. Durch Projektionen einer riesigen Fensterfront und Einsatz von Nebelmaschinen wurde die Bühne zu einem großen, dunklen Saal. Im roten Licht traten Geiger und weitere Musiker an ihre Plätze auf die Bühne, zwei Gestalten in Kapuzengewand trugen große Fahnen im Rhythmus der Bassvariationen nach vorne, die Erwartung stieg. Dann kamen endlich auch Theo Hutchcraft und Adam Anderson aus dem Dunkeln hervor. In einem fließenden Übergang begannen sie mit Silver Lining, d
Fotos zu Eine Nacht in Aachen
Homepage von Hurts
Homepage von Tim Bendzko
Homepage von Two Door Cinema Club
em ersten Titel aus ihrem Debütalbum Happiness. Groß und laut überwältigten sie das Publikum mit Licheffekten, Schattenspielen und ihrem Synthie-Pop Sound. Zwei Frauen in schwarzer Spitze untermalten ihren bekannten Hit Wonderful Life mit einer ausdrucksvollen Choreographie. Die zunächst durch die plötzliche Intensität geschaffene Distanz zum Publikum wird von den beiden eleganten Herren aus Manchester schnell wieder abgebaut, als Theo Hutchcraft teilweise in akzentfreiem Deutsch mit der jubelnden Menge spricht. Die Atmosphäre mit ihrer Bühnenshow komplett im Griff ist die Eissporthalle als Umgebung für den Zuschauer schnell vergessen. Bei Blood, Tears & Gold werden die Feuerzeuge gezückt, spätestens bei dem Titel Evelyn kocht die Halle. Zu diesem für diese Tour letzten Konzert in Deutschland gaben Hurts eine leidenschaftlich feierliche Vorstellung, die in ihrer pathetischen, effektreichen Form mit ihrer Musik und ihren Texten in Einklang steht.


Two Door Cinema Club runden den Abend ab
 
Nachdem sie mit ihrer Tour zu ihrem Album Tourist History den gesamten September in den USA und Kanada gewesen sind und auch als nächstes wieder dort auftreten werden, sind die drei irischen Jungs von Two Door Cinema Club am 7. Oktober für ein Radiokonzert für 1LIVE in Aachen gewesen.

Der große Saal im Jakobshof war bis zum Bersten mit jungen Menschen gefüllt, das Konzert längst ausverkauft. Zu dem Indie-Rock mit Elektro-Pop-Klängen tanzten alle mit bis in die letzte Reihe wurde sich bewegt. Die Euphorie übertrug sich von der Band aufs Publikum und zurück, Sam Halliday spielte leidenschaftlich auf der Gitarre, Alex Trimbles Haare klebten ihm auf der Stirn, während er sich vom Mikrofon zurückbewegte um sich mit seiner Gitarre nach hinten zu beugen, Kevin Baird mit dem Bass hüpfte im Takt, so dass man meinte er könnte gleich die Decke berühren, das Publikum vor der Bühne reagierte mit Crowdsurfing und es tropfte von der Decke. Man merkte nichts davon, dass manche Songs bekannter sein könnten als andere, wie zum Beispiel das sommerliche I Can Talk, welches auch als Soundtrack zu Spielen wie FIFA 11 diente. Die Stimmung wurde durchgehend auf einem Maximum gehalten, ein gelungenes Konzert mit dem die drei sympathischen Iren sicherlich noch mehr Fans gewonnen haben. Und hoffentlich spielen sie das nächste Mal, wenn sie in der Gegend sind, in einem größeren Raum.

von Christiane Heetkamp