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Allgemein
Beatpark Festival
Konzertbericht

Bands
Blumentopf
Gentleman
Sondaschule

Locations
Sauerlandpark



Datum: 21.05.2011

Das Beatpark Festival 2011

Und Hemer hatte einiges zu BEATen!

Hemer (m2w)    von Markus Ebbert - Bei allerbestem Sommerwetter gab es am vergangenen Samstag 3 Bands zu sehen, welche Unterschiedlicher nicht sein könnten, und doch ein 2.000 Leute starkes Publikum vereinten.

Fotos zum Konzert
Homepage von Gentleman
Homepage von Blumentopf
Homepage von Sondaschule


Als erster Act des Abends betreten die 7 Jungs von der Ska-Punktruppe Sondaschule die Bühne, und beantworten mit ihrem Opener die Frage Oldschool oder Newschool? mit einem lauten Sondaschule!. Am späten Nachmittag, pünktlich um 18 Uhr starten Sondaschule in Begleitung von strahlendem Sonnenschein ihr knapp 1 Stündiges Set, welches am Ende überraschenderweise um 10 Minuten erweitert werden durfte.
Doch bis zum Ende ist es noch eine Weile hin. Sondaschule präsentieren sich in allerbester Spiellaune, was ein riesiger Pluspunkt für die Oberhausener Jungs ist. Man spürt einfach von Beginn an, dass die Jungs riesigen Spaß an der Musik haben, und sich förmlich den Arsch abrocken möchten.
In Kombination mit ihrer Selbstironie und den spaßigen Texten (Hängematte, Strand im Ruhrgebiet, Alkoholsucht) singt sich die Truppe um Frontmann Costa Cannabis (Tim Kleinrensing) heimlich in die Herzen des Publikums. Der dauergrinsende Hüne beweist eine beachtliche Stimmgewalt, als Sondaschule zwischen Krachern wie Träumer, Herbert halt`s Maul und Sommer, Sonne, Strand und Meer den Guns`n`Roses-Hit Welcome to the Jungle zum Besten gibt.
Mit ihrem Auftritt legte die Sondaschule die Entertainment-Messlatte des Abends auf ein sehr hohes Niveau!

Nach einer Umbaupause und einem scheinbar endlos dauernden Soundcheck, gepaart mit technischen Problemen, sind nun die 4 MCs von Blumentopf am Start. Vor einem bestens aufgewärmten und gut gelaunten Publikum gibt der Blumentopf bereits nach dem Opener mit einem ca. 10 minütigen Freestyle-Jam seine unbestrittenen, oft kopierten und selten erreichte Wortakrobatikkünste zum Besten, was allerseits für ungläubiges Kopfschütteln und Staunen sorgte.
In viele luftige und aberwitzige Reime verpackt behandeln die Jungs alle tagesaktuellen Themen, angefangen beim DFB-Pokalfinale zwischen Duisburg und Schalke, dem Frankfurter Abstieg in die 2. Liga und dem Festivalgelände im Hemer.
Gänzlich zum ausrasten bringen Blumentopf die Menge als sie mit Was der Handel? den ersten Klassiker auspacken. Die Menge hüpft zum Takt und singt sich die trockenen Kehlen aus dem Leib. Dicht gefolgt von Fuck the System treiben die 4 Frankfurter MCs die Stimmung auf einen vorläufigen Höhepunkt, als sie mit So-la-la und Partysafari das Ende ihres knapp 1 Stündigen Auftritts einläuten.

Deutlich gelassener, aber nicht weniger euphorisch geht es beim Auftritt des Headliners Gentleman her. Doch bevor dieser die Bühne betritt, lässt er Gentleman-Like zwei Damen den Vortritt. Mamadee und Tamika, ihres Zeichens Backgroundsängerinnen der Evolution-Band, performen vor Beginn des eigentlich Sets des Song Good Days, gefolgt von einem Instrumental der Evolution-Musiker, welches bereits mehrere verschiedene Gentleman-Songs zitiert, und zum Ende eine unglaubliche Spannung erzeugt.
Die Stimmung kocht, als Gentleman gegen 21.30 Uhr zu den Sounds der Evolution-Band die Bühne betritt und mit entspannter Miene und lässigem Hüftschwung die ersten Songs seines Sets performt.
Die Setlist umfasst zum größten Teil Songs des aktuellen Outputs Diversity wie Lonely Days und It no Pretty. Zur Freude der zahlreich erschienenen Gentleman-Fans gibt er auch einige Hits wie Different Places, Serenity und Intoxication zum Besten.
Nach ca. 2 Stunden und einigen Zugaben geht ein wirklich gelungener Abend zu Ende. Die Auswahl der Bands, welche den meisten der anwesenden Zuschauer vorerst unrund schien, erwies sich als absoluter Glückgriff und eine wirklich gute Wahl.

Einzige Kritik gilt der Sanitären Anlagen, welche nach 22 Uhr nicht nur Licht, sondern vorallem ausreichenden Platz für die fast 2.000 anwesenden Menschen, sowie eine Reinigungskraft zu wünschen übrig ließ.