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Locations
Magnet



Datum: 17.05.2011

Blackmail in Berlin

Neuer Sänger von Blackmail überrascht positiv

Berlin (m2w)    von Stefan Kaiser und Philipp Brock - Blackmail gibt es noch! Sie waren im Berliner Magnet zu Besuch. Nach dem Motto Ich packe meine Koffer und nehme mit... fand der Besucher bei Blackmail darin zuerst einen neuen Sänger, dann neue Songs von einem neuen Album und schließlich doch alte Qualität.

Homepage von Blackmail
Homepage von xrFarflight


Es ist 21:30. Berlin. Magnet. Und zu spät. Als wir den Konzertsaal betreten wird schon das letzte Stück der Vorband angespielt. xrFarflight nennen sie sich und klingen doch recht gut. Leider mussten sie den größten Teil ihres Auftritts ohne uns absolvieren, was jetzt doch etwas schade ist. Beim kurzen Reinhören, bevor wir uns auf den Weg gemacht haben, kamen sie mir langweiliger vor. Man sollte nicht immer alles vorverurteilen.

Doch der Abend ist noch nicht vorbei. Blackmail ist angesagt. Das neue Album gibt bzw. gab es auf der offiziellen Blackmail-Website anzuhören. Damit konnte man Mathias Reetz, den neuen Sänger, schonmal unter die Lupe nehmen. Der erste Hörgang hatte bei mir noch nicht ganz gefunkt. Aber es war nicht schlecht. Erstmal wirken lassen... am besten live! Ein kleiner Rundgang über Bar zum Merch-Stand und zurück vor die Bühne und die Umbaupause ist auch schon wieder vorbei.


Ein bisschen mehr Mathias

Es ist 22:03. Die Tür zum Backstage-Raum geht zum wiederholten Male auf. Blackmail stehen da bereits seit 2-3 Minuten. Und diesmal geht es endlich in Richtung Bühne. Die Band stellt sich auf und legt los. Die ersten zwei-drei Songs dürften vom neuen Album gewesen sein. Klingt gut, der Blackmail-Sound ist noch da. Bassist Carlos Ebelhäuser wünscht sich ein bisschen mehr Mathias vom Soundmann. Während dessen schweift mein Blick über die Bühne.

Man muss sich heute natürlich Mathias genauer anschauen, da führt einfach kein Weg dran vorbei. Bei der nächsten Tour ist das dann wieder anders, versprochen. Zwischen Kurt und Carlos Ebelhäuser fällt er optisch etwas aus der Reihe. Einen Kopf kleiner, etwas schmächtiger, er wirkt im Vergleich fast kindlich. Dazu hat er auch noch eine Gitarre um, die proportional zu Kurt's auch etwa einen Kopf kleiner ist. Diese kann er allerdings bedienen! Von Rhythmus- bis Solo-Parts macht er darauf alles ordentlich mit. Aydo Abay hatte man ja eher seltener mit Gitarre erlebt. Also ein klarer Bonus für den Live-Sound!
Und dann findet man, ganz im Licht-Schatten der Magnet-Scheinwerfer verborgen, auch noch einen Keyboarder. Das aktuell vor mir stehende Blackmail-Lineup schafft somit einen ziemlich fetten Bühnen-Sound, vielleicht den Besten bisher?


Kurz und gut: überzeugt!

Wieder raus aus den Gedanken und rein in die Musik. Mit Away With The Fairies kommt ein Song vom früheren Album Aerial View, was auch einen deutlichen Aufschwung der Stimmung im Publikum mit sich bringt. Anschließend wird mit Evon und einem weiteren älteren Song die Stimmung weiter nach oben gedrückt. Das Publikum ist gut drauf und somit ist es auch wieder Zeit das neue Album vorzustellen.
Mit dem Opener-Song Resonant Wave zeigen die Jungs, dass auch das neue Album überzeugen kann. It's Always A Fuse To Live At Full Blast ufert in eine kleine Jam-Session aus. Auch der Band scheint es so zu gefallen, wie es ist. Es werden noch ein paar Songs von alt bis neu gespielt und nach ca. 50 Minuten wird das Set mit (Feel It) Day By Day beendet.

Das geht so natürlich nicht. Daher werden Blackmail zurecht schnell wieder auf die Bühne zurückgerufen und geben nochmal etwas über 15 Minuten zum Besten. Mit dabei sind Moonpigs und als krönender Abschluß kommt der Friend Or Foe-Kracher Friend. Lang und gut.

Damit sind über eine Stunde Blackmail erlebt. Die neuen Blackmail. Zwar kurz, aber gut. Und gut waren ja auch die alten Blackmail. Ich bin durchaus positiv überrascht, denn das neue, sowie das alte Material wurde zu vollster Zufriedenheit rübergebracht und funktioniert auch mit Mathias problemlos! Falls es doch noch Zweifler an der Kompetenz der jetzigen Blackmail-Crew gibt, mein Tip: Man sollte nicht immer alles vorverurteilen. ;)