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Konzertbericht

Bands
Captain Capa
Frittenbude
Supershirt

Locations
Skaters Palace



Datum: 28.04.2011

Frittenbude in Münster

Und mittendrin tanzt ein Pandabär

Münster (bf)    Frittenbude haben sich Supershirt und Captain Capa in den Tourbus gepackt, um im Skaters Palace die tanzwütigen Besucher zu empfangen. Erlaubt ist heute alles, das Publikum wird mit Bierduschen und Süßigkeiten gelockt. Wird das reichen, um die Münsteraner aus ihrer Reserve zu locken?

Fotos zum Konzert
Homepage von Frittenbude
Homepage von Supershirt
Homepage von Captain Capa


Das heutige Konzert liegt in den Schulferien, dementsprechend haben viele Schüler ihre Inliner zu Hause gelassen, als sie sich auf den Weg in den Skaters Palace gemacht haben. Denn wer kann schon auf Inlinern tanzen?


Captain Capa übernehmen das Kommando

Heute Abend geht es überpünktlich los. Um 20.20 Uhr kommt das Duo von Captain Capa auf die Bühne. Angekündigt von einer quietsch gelben Pikachu Lampe und viel Nebel geht es los. Es wird angesagt, dass die ersten beiden Lieder zum aufwärmen sind. Das gilt wohl nur für das Publikum, denn auf der Bühne wird ab der ersten Sekunde Vollgas gegeben. Die Besucher brauchen ein paar Lieder länger als die Band, doch hat dann auch ihre Betriebstemperatur erreicht. Es wird ausgelassen getanzt und gesprungen. Die Band präsentiert an diesem Abend unter anderem Faraday vom kommenden Album Saved your life, aber auch Klassiker wie Crush me waiting vom 2009 erschienen Debüt. An diesem Abend hat sogar das Publikum Mitspracherecht, denn die Musik wird lauter gewünscht. Gesagt getan. Schließlich kommt noch Hendrik von Supershirt auf die Bühne, um gemeinsam Whales zu performen. Die Band ist durchgeschwitzt, doch das Publikum will sie nicht gehen lassen. Das Titellied von Pokémon wurde bereits die ganze Zeit gefordert und wird nun als passender Abschluss gespielt.


Supershirt geben sich Mühe

Nach kaum mehr als 5 Minuten Umbaupause stehen Supershirt auf der Bühne. Das Publikum ist dank Captain Capa bereits warmgetanzt und so geht es quasi ohne Pause weiter. Das S.U.P.E.R.S.H.I.R.T. Intro macht den Anfang, German Psycho folgt. Jetzt kündigt die Band an Wir sind Supershirt und geben uns heute Abend Mühe. Wurde bei Captain Capa noch mehr Lautstärke verlangt, wummert jetzt der Bass durch die Boxen und lässt den Boden vibrieren. Heute gibt es Haue (für Münster) und den absoluten Klassiker 8000 Mark ohne H.P. Baxxter dafür aber mit Bierdusche. Hier ist die Stimmung auch nicht mehr zu toppen, es ist das Lied, auf das alle gewartet haben.
Für Nachtjacke werden Leuchtstäbe ins Auditorium geworfen, die für schöne Effekte im Zuschauerraum sorgen. Eine musikalische Zeitreise macht die Band mit Punk ist, was du draus machst vom 2007er Debütalbum. Für Tote Tiere kommen Captain Capa auf die Bühne und damit verabschiedet man sich von selbiger.


Und jetzt was Süßes

Um 22.20 Uhr wird es Dunkel. Frittenbude stehen in den Startlöchern doch bevor es mit dem Opener Hildegard musikalisch so richtig los geht verteilt die Band erst mal Süßigkeiten an ihr Publikum. Es bleibt die Frage, ob das eine Form von Bestechung sein soll, oder eine kleine Stärkung für die Besucher, die bereits den ganzen Abend durchgetanzt haben. Nahtlos geht es weiter mit jung, abgefuckt, kaputt und glücklich ein Titel, der auf einige Konzertbesucher heute Abend zutreffend wirkt. Doch schon folgt eine Unterbrechung. Ein Junge hat im Pogo seine Brille verloren. Gemeinschaftlich wird nach ihr gesucht und dann kann es im Set auch weitergehen. Es kommen die beiden Singlauskopplungen Und täglich grüßt das Murmeltier und Bilder mit Katze, die Stimmung brodelt, der Skaters Palace hat sich schon lange in eine Sauna verwandelt. Vom Fliegen und Irgendwie lieb ich das lässt die Stimmung noch mehr steigen. Der komplette Innenraum ist jetzt am hüpfen und am tanzen. Fetter als gelb lässt die Meute ausrasten und um ihr Leben schreien. Angeleitet von Frittenbude natürlich. Viel zu schnell wird das letzte Lied angekündigt, es ist Auge in Auge mit dem Tölpel und getreu der Textzeile So viele Farben, kennst du die Stadt schon? wird die Bühne und der Innenraum in bunte Farben eingetaucht.
Doch es sollte noch nicht das Ende sein. Die Band spielt noch ein paar Lieder unter anderem Pandabär. Wem bisher noch nicht der kostümierte Pandabär im Publikum aufgefallen ist, wird ihn spätestens jetzt entdecken. Der tanzende Panda darf bei seinem Lied auf die Bühne und sich gehörig feiern lassen. Das anschließend Folgende Mindestens in 1000 Jahren lässt die Besucher alle Kräfte mobilisieren. Der erste Hit der Band wird ordentlich abgefeiert und wäre ein krönender Abschluss gewesen. Frittenbude gehen von der Bühne, doch das Publikum hat noch lange nicht genug. Also geht es wieder hinauf ins Rampenlicht, um dort noch zwei letzte Lieder zu spielen. Mit Steven Seagull und Raveland beweisen Frittenbude ihre Kreativität und die Kunst, den Konzertgänger auch mit gecoverten Liedern in großer Zufriedenheit zu hinterlassen. Nach knapp 1 ½ Stunden werden die Besucher noch zur Aftershowparty im Amp eingeladen und die Band verlässt endgültig die Bühne.