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Konzertbericht

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Johnossi

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Haus der Jugend



Datum: 29.09.2010

Haus der Jugend

Johnossi und die Unmöglichkeit Skateboard in Osnabrück zu fahren

Osnabrück (ml)    Johnossi sind nach Osnabrück gekommen. Dort haben sie ein Konzert im ausverkauften Haus der Jugend gegeben.

Bilder zum Konzert
Homepage von Johnossi


Der Einlass liegt am heutigen Abend auf 19 Uhr. Normal für solche Veranstaltungen in der Woche. Offizieller Beginn mit dem Support sollte um 20 Uhr sein. Dieser entfällt jedoch heute leider, so dass es direkt mit Johnossi los gehen kann. Denkste.

Denn erstmal heißt es, ab 20 Uhr, dem offiziellen Beginn der Musik, warten bis etwas passiert. Der Saal im Haus der Jugend, der für rund 600 Besucher ausgelegt ist füllt sich nur langsam. Noch ist es kein Problem heißbegehrte Plätze in der ersten Reihe zu bekommen. Noch tut sich aber auch noch nichts auf der Bühne.

Es vergeht erstmal eine Stunde bevor das Licht um kurz vor 9 ausgeht und die Töne des Intros erklingen. Mit dem ersten Lied und Namensgeber ihres Albums Maverick kommen die zwei Mitglieder dieser Band auf die Bühne. Zwei Mitglieder die für einen so breiten Sound sorgen, wie ihn sonst nur vier- bis fünfköpfige Bands machen.

"Good evening, we are Johnossi from Stockholm, Sweden." Mit diesen Worten geht es auch sehr schnell weiter. "Dead End" ist angesagt und spätestens jetzt hält John Engelbert nichts mehr auf der Bühne. Er kommt nach vorne, klettert auf die Lautsprecher und präsentiert sich, so lange er nicht singen muss dem Publikum. Anders als sein Kollege Oskar Bonde ("Ossi") am Schlagzeug, hat er mit einer durch einen Verzerrer gejagten Westerngitarre alle Möglichkeiten sich zu bewegen. Nach jedem Lied wird diese übrigens gewechselt.

Auch das Publikum tanzt. Zu den schnellen Liedern, zu den Klassikern. Von Album zu Album sind Johnossi ruhiger geworden und dabei sind die beiden jetzt erst beim dritten Album angekommen. Das Publikum nimmt die wenigen Temponummern dafür umso besser auf. Ist bei den ruhigen Liedern eher wenig los, wird dazu umso besser mitgemacht bei Songs, wie dem sehr schnellen "What's The Point" vom neuen Album.

"What's The Point" wird auch gleich dieser "wunderschönen Stadt" gewidmet, in der Johnossi heute zum ersten Mal spielen. Lieder ist die Stadt so schön, dass gerade die Innenstadt mit ihren Pflastersteinen nicht dafür ausgelegt ist Skateboard zu fahren. John sagt: "Ich habe versucht Skateboard zu fahren, aber unglücklicherweise sind eure Straßen nicht gut genug dafür."

Egal, dafür wird heute Abend umso besser gerockt. Ihrem Tontechniker Stefan widmen sie heute den Song "Social Flu", denn heute wird ein Jubiläum gefeiert. Stefan hat seine 350te Show als Tontechniker von Johnossi. Jetzt kommen die richtig schnellen Lieder. Und nach dem sehr hymnischen "There's A Lot Of Things To Do Before You Die" kommt der Klassiker "Execution Song", für den sich ungefähr jede und jeder im Publikum die kompletten Kräfte gespart hat.

"Hat Osnabrück eigentlich ein lokales Bier?" fragt John zuvor noch, der erklärt, dass die Band, die heute Kölsch trinkt, sonst immer das lokale Bier bevorzugt. Nach unserem Kenntnisstand hat Osnabrück leider kein lokales Bier, aber dafür eine wunderschöne skateboardfreie Innenstadt.

Schon nach einer Stunde beenden John und Ossi mit "18 Karat" ihr Hauptset. Und ohne mit der Wimper zu zucken wären sich danach fast, statt in den Backstage zum Auffrischen, durch die Tour ins Publikum gerannt. Den Leuten dort hätte das sicherlich gefallen.

Zurück kamen sie mit "Roscoe", welches nach nur 1 Stunde und 15 Minuten auch den Schlusspunkt eines tollen, aber in diesem Fall wirklich viel zu kurzen, Konzertes setzen sollte.