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Konzertbericht

Bands
Red Lights Flash
Rise Against

Locations
Ringlokschuppen



Datum: 05.06.2010

Ausverkauft!

Rise Against im Ringlokschuppen Bielefeld

Bielefeld (m2w)    von Marit Koch

„You are so f***ing awesome…“
…und wenn das Tim Mcllrath, Leadsänger von Rise Against, sagt, muss da ja was dran sein.
So dachte sich das zumindest das überwiegend jugendliche Publikum, welches am Samstag, den 05.06.2010 in den Ringlokschuppen Bielefeld gekommen war, um es „ihrer“ Band zu ermöglichen, vor ausverkauftem Haus zu spielen.
In Erwartung an einen großen Abend, der definitiv rocken soll, war auch das DRK mit einem Großaufgebot vertreten, was sich auch im Nachhinein als gute Idee erweisen sollte, da sich die Jungs und Mädels in weiß-rot auf keinen Fall über zu wenig Arbeit beklagen sollten.
Aber der Reihe nach.

Bilder zum Konzert
Homepage von Rise Against
Homepage von Red Lights Flash


Pünktlich um 20 Uhr betraten Red Lights Flash die Bühne. Mit ihren politisch motivierten Texten boten die Punkrocker aus Österreich eine perfekte Einstimmung auf das, was da noch so kommen sollte. Durch ihren in der Szene doch gestiegenen Bekanntheitsgrad lies sich unter den anwesenden doch der ein oder andere Fan der sich im Jahre 1997 durch Christian Friedl, Christoph Riebenbauer, Werner Bauernfeind und Constantin Pammer formierten Band, ausmachen, der nicht nur den Refrain mitsingen konnte.

Vierzig Minuten später war das Spektakel dann leider schon vorbei und es folgte eine halbstündige Aufbaupause für den Hauptact – Rise Against.

In der Hoffnung, dass die hier veröffentlichten Texte eine gewisse Nachhaltigkeit haben, hier eine Gedächtnisauffrischung für die Leser in den kommenden Jahre: Am Samstag, den 05.06.2010 war es heiß. Sehr heiß. Und 2500 Menschen, dicht gedrängt in der großen Halle des Ringlokschuppens, taten ihr Übriges noch dazu. Bei gefühlten 120°C entledigte sich so ziemlich jeder männliche Besucher seines durchgeschwitzten T-Shirts und so mancher weiblicher blickte etwas neidisch von den selbst unter der Brust hochgeknoteten Shirts zu den sie umgebenden nackten Oberkörpern.
Bei der nun folgenden durch das Publikum motivierten Mischung aus Stagediving und exzessiven Pogen, kam leider so mancher Besucher zu Schaden, was zu dem im Vorfeld erwähnten Dauereinsatz der Rettungskräfte führte.
Diejenigen, die nicht dehydrierten oder bedingt durch Verletzungen jeder Art pausieren mussten, genossen einen lauten, schnellen und abwechslungsreichen Abend mit Tim McIlrath, Joe Principe, Brandon Barnes und Zach Blair.
Es scheint, als hätten die vier Jungs aus Chicago seit Februar 2009 genug Kraft gesammelt, um den etwas enttäuschenden Eindruck den sie hinterlassen haben, als sie nach nur 65 Minuten Spielzeit die Bühne verließen, wieder zu bereinigen.
Neben lobenden Worten für Publikum und Vorband ließ sich die Band ihrer Setlist betreffend nicht lumpen und wartete mit einer breiten Mischung von Songs auf. Neben „Prayer of the Refugee“ und „Savior“ war noch die ein oder andere Single dabei, die wahre Gefühlsausbrüche bei den Fans auslöste.
Und im Vertrauen, es gibt doch Momente, wo selbst der härteste Punkrocker die Handytaschenlampe zückt und zum Takt der Musik schunkelt. ..

Um 22:30 Uhr wurde das mittlerweile völlig schweißgetränkte Publikum in die laue Nachtluft oder die angebotene After-Show-Party entlassen.

Es bleibt abzuwarten, wann Rise Against sich wieder die Ehre geben wird, für die Bielefelder Fans zu spielen. Wir behalten die Entwicklung im Auge:

2009: 65 Minuten
2010: 75 Minuten
2011(?): ??...


Zum Schluss noch ein Tipp für die freundlichen Damen und Herren vom Merchandise: Nehmt doch noch Chucks in euer Sortiment mit auf…

Bis zum nächsten Mal!