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Konzertbericht

Bands
Never
Turbostaat

Locations
Musikbunker



Datum: 17.04.2010

Auf Tour

Turbostaat – Das Island Manöver im Aachener Bunker

Aachen (m2w)    von Sven Droste

Nach dem Tourstart im Volxbad am 9. April in der Heimatstadt Flensburg und 2 Gigs in Wilhelmshaven und Osnabrück, sind die Turbostaatler am vergangenen Samstag im Musikbunker – Aachen zu Gast, um die neue Platte dem erwartungsvollen Publikum vorzustellen. Der Bunker ist gut besucht und das Konzert soll laut Ankündigung pünktlich um 20.00 Uhr anfangen, da im Anschluss noch eine Tanzveranstaltung stattfinden soll.

Bilder zum Konzert
Homepage von Turbostaat
Never bei MySpace


Den Eintänzer dieser Veranstaltung geben aber erst einmal ‚NEVER‘ aus Hamburg. Gegründet vor 4 Jahren, haben Sie 2007 ein Demo mit 5 Songs aufgenommen. Laut ihrer MySpace Seite klingen sie wie „... the storm is coming!“. Als Dennis (Schlagzeug), Sascha (Bass), Chriss (Gesang) und John (Gitarre) um 20.15 auf die Bühne gehen hört es sich aber eher an, als wäre der Sturm schon da und es scheint ein ausgewachsener Orkan zu sein. Die Musik von ‚NEVER‘ ist dunkel, schwer und aggressiv und sie wollen sich in keinerlei Schublade oder irgendeine Szene pressen lassen. Nach einer halben Stunde ist der Sturm vorbeigezogen und die 4 geben sichtlich ausgepowert die Bühne für den Umbau frei.

Eine viertel Stunde später gehen ‚TURBOSTAAT‘ an den Start. Das neue Album ‚Das Island Manöver ‘ gilt es nun auch dem Aachener Publikum vorzustellen. Sie legen, eingehüllt von rotem schummrigem Licht, los und Jan Windmeier (Gesang) übernimmt direkt den Angriff in der Spitze. Rotze Santos (Gitarre) und Marten Ebsen (Gitarre) gehen rechts und links über die Flügel. Tobert Knopp (Bass) und Peter Carstens (Schlagzeug) decken in der Mitte den Rücken. Das ist die Taktik für ‚Das Island Manöver ‘ – Live. Und diese Taktik geht auf, ob Klassiker oder neues Material, das Publikum feiert jedes Stück euphorisch. Jan Windmeier bewegt sich fast die ganze Zeit am Bühnenrand im direkten Kontakt zur feiernden Menge die das ein oder andere Mal auf die Bühne zu schwappen scheint und die Monitorboxen, die auch zum Abstützen herhalten müssen, immer weiter auf die Bühne schiebt.
Nach guten 80 Minuten und einer letzten aufbäumenden Zugabe ist das Manöver beendet und alle Beteiligten, Band und Publikum, scheinen glücklich und zufrieden, aber vor allem total erschöpft. Rotze Santos und Tobert Knopp ‚brechen‘ sogar auf der Bühne zusammen und Tobert muss von Marten liebevoll wieder aufgepäppelt werden.

Was nach dieser grandiosen, kraftvollen aber auch Kraft fordernden Darbietung noch bleibt ist Aufräumen und Zusammenfegen um für die folgende Tanzveranstaltung Platz zu schaffen. Wobei berechtigt daran zu zweifeln ist, ob das Kommende dem gerade Erlebten in Sachen Energie das Wasser reichen kann.