Home

Taglist:

Allgemein
Konzertbericht

Bands
Blood Red Shoes
Maximo Park

Locations
Mitsubishi Electric Halle



Datum: 22.10.2009

Live bei Maximo Park

Apply some pressure - Maximo Park sind endlich in Düsseldorf!

Düsseldorf (m2w)    ein Bericht von Vanessa Vinnemeier

Knapp ein Jahr nach ihrem letzten regulären Sektor-Auftritt im Kölner Palladium bespielten Maximo Park am Donnerstag Abend die Düsseldorfer Phillipshalle. Wieder dabei als Support die Blood Red Shoes. Es sprach also nichts gegen einen erfolgreichen und wie immer bezaubernden Abend mit einem gewissen Revival- Flair.

Bilder zum Konzert
Homepage von Maximo Park
Homepage von Blood Red Shoes


Schon um 18 Uhr öffneten sich die Eingangstüren der Phillipshalle und gewährten Einlass, allerdings nur bis vor die nächsten Türen der Halle. In der Zwischenzeit beschäftigte man sich mit geschmackvollen Merchandise- Artikeln, einem kühlen Bier oder einer Currywurst. Oder man tat etwas Gutes mit einer Unterschrift für Oxfam, schließlich unterstützen auch die Jungs von Maximo Park die Organisation. Gegen halb sieben öffneten sich dann die nächsten Türen, die Leute die vor der Tür warteten, stürmten sofort zur Bühne um sich den Besten Platz zu sichern. Hier sah man gerade noch die Blood Red Shoes von der Bühne stapfen, nachdem sie ihren Soundcheck vollendet hatten.

Jetzt galt es, 90 Minuten zu überbrücken, bis der Support die Bühne für sein Set betrat. Großes Warten und etwas Zeit, die Halle genauer unter die Lupe zu nehmen. Im großen und ganzen erinnerte alles etwas an Kongresse oder Messen. Viel Bestuhlung, großer Innenraum. Für das Konzert in diesem Falle wurde die Halle nicht in ihrer ganzen Kapazität genutzt, die Tribünen wurden nicht ganz geöffnet und auch nicht so verbaut, dass der ganze Innenraum zu nutzen war. Schließlich war es nicht ausverkauft, darüber hinaus kann man bei einem Konzert der New Castler eh kaum stillhalten.

Kurz nach acht betraten ein junger, sehr ansehnlicher Herr und eine ebenfalls sehr bezaubernde Dame, scheinbar aber nicht so gut gelaunt, die Bühne. Blood Red Shoes aus Brighton eröffneten mit komplett neuen Songs das Konzert von Paul and the Park. Gewohnt Garagensound-lastig waren auch die neuen Songs der beiden Briten, melodisch, eingängig, mit Ecken und Kanten. Nur durch Gitarre, Schlagzeug und beide Stimmen entsteht ein überaus markanter Stil. Schade allerdings, dass nur ein einziger, und zwar der letzte, Song vom alten Album gespielt wurde. Wir hätten uns auf “It’s getting boring by the sea” überaus gefreut und hätten es tanzend gewürdigt. Aber auch so dankten wir den beiden aufs herzlichste, bewegt hatten sich dennoch nur vereinzelte Menschen.

Endlich war es so weit: mit Lichtgewitter, Nebel und den ersten Klängen von “A 19” verdunkelte sich das Licht, ein Newcastler nach dem anderen kam auf die Bühne, fing an zu spielen; und da war er: der Mann mit seinem Markenzeichen auf dem Kopf, ganz in Schwarz und wie immer fein gekleidet rauschte er auf die Bühne und fing an zu singen. Darauf folgten “The penultimate clinch” und “Wraithlike”, ebenfalls vom aktuellen Album “Quicken the heart”, dass im Mai diesen Jahres erschienen war.

Erst bei “Russian literature” schien das Publikum endlich einmal aufzutauen. Vorher wurde zwar mitgesungen, aber höchstens ein mitwippen war bei den Meisten zu sehen. Als darauf dann “Signal and Sign” folgte, war das Eis dann vollends gebrochen: der vordere Teil des Innenraums tanzte, hüpfte und sang wie gewohnt bei Konzerten der 5 Jungs.

Auch eine B-Seite hatten Paul and the Park im Gepäck: “The beating heart” ist bis jetzt nur auf der Single “Questing Not Coasting” zu finden. Danach folgte eine sehr interessante Darbietung von “Going missing”. Duncan bespielte dafür seine Akustik-Gitarre und gab dem Song des ersten Albums “ certain trigger” einen ganz innovativen Klang. Sehr schön!

Natürlich durften auch der Klassiker “Books from boxes”, “Apply some pressure” und “Girls who play guitars” nicht fehlen. Nach diesen drei Songs, und zwar hintereinander gespielt, war das Publikum am Ende seiner Kräfte, hatten sie doch alles gegeben, seit Paul Smith sie vorher als gute Tänzer bezeichnet hatte. Die Jungs verließen die Bühne und genehmigten sich eine kleine Pause, ließen sich aber nicht lange bitten zurück auf die Bühne zu kommen.

Als Zugabe spielte die Band drei letzte Songs: “Calm”, erfreulicherweise “Acrobat” und als krönenden Abschluss “Our velocity”. Nun waren sie endgültig weg. Und wir waren traurig und glücklich zugleich. Das Fazit des Abends: Maximo Park ist einfach eine der besten Live Bands. Und der gute Paul Smith hat einfach den bezaubernsten und ansehnlichsten Hüftschwung der Szene.