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Konzertbericht

Bands
Bosse
Madsen

Locations
Ringlokschuppen



Datum: 11.01.2009

Indie im Ringlokschuppen

Madsen ist kein Weg zu weit oder you are in Bielefeld

Bielefeld (bf)    Am 11. Januar 2009 ist es endlich soweit, Madsen spielen in der kleinen Halle im Ringlokschuppen im Rahmen ihrer "Kein Weg zu weit" Tour. Es ist der Nachholtermin für das, wegen Krankheit, abgesagte Konzert im Dezember.
Das Konzert ist im Vorfeld bereits so gut wie ausverkauft. An der Abendkasse gibt es wenige Restkarten, wer noch eine bekommen hat kann also von Glück sprechen.
Der Einlass wurde etwas nach vorne verschoben, eine Tatsache die den bereits in der Kälte wartenden Fans sehr entgegen kommt. So füllt sich die kleine Halle relativ zügig.

Bilder zum Konzert
Homepage von Madsen
Homepage von Bosse


Um 20.30 Uhr werden Bosse von Sebastian Madsen angekündigt. Die Band aus Braunschweig betritt die Bühne und sie schaffen es innerhalb kurzer Zeit den Großteil des Publikums auf ihrer Seite zu haben. So wird mitgeklatscht und auch bei Spielereien zwischen Band und Publikum zeigt letzteres volle Beteiligung. Ein Block im Publikum hebt sich aber noch mal aus der Masse heraus, indem dort besonders laut geklatscht und mitgesungen wird. Bosse haben also auch eigene Fans vor Ort. Nach 40 Minuten geht die Band von der Bühne. Das Publikum (und nicht nur der Fanblock) fordert eine Zugabe. Die folgt leider nicht, sondern es kommt der Umbau für Madsen.

Nach kurzem Soundcheck ist es auch bereits soweit und das Intro von Madsen erklingt. Es ist eine Klassik Version ihres Liedes "Vielleicht" vom Debütalbum "Madsen", welches im Jahr 2005 veröffentlicht wurde.
Nach diesem besonderen Einstieg stellt sich im Laufe des Abends immer wieder unter Beweis, dass die Band sich einige Gedanken über das Konzert gemacht haben. Der Running Gag des Abends wird immer wieder von Sebastian Madsen präsentiert. Er imitiert eine bestimmte Pose von Brandon Flowers (Sänger der Band The Killers), die er im Video zu "Human" zeigt. Sebastian Madsen fordert das Bielefelder Publikum auf, jedes Mal nach dieser Pose besonders laut zu klatschen. Und die Rechnung geht auf.
Während des Konzertes wurden Lieder aus den drei bisher veröffentlichten Alben gespielt. Angefangen mit Liedern wie "Ja oder nein", "Liebeslied", "Verschwende dich nicht", "Nitro" und "Grausam und schön" (sowie noch einige andere) vom aktuellen Album über Hits aus dem "Goodbye Logik"-Album wie "Ein Sturm", "Euphorie", "Goodbye Logik" und "Du schreibst Geschichte". Auch das selbstbetitelte Debütalbum wird in der Setlist bedacht und so werden z.B. "Die Perfektion" und "Panik" zum besten gegeben.
Highlights bilden "Nitro" mit einem Intro das 100%ig zum Lied passt ("Laberst du mich an? Laberst DU mich an?" oder auch "Panik", wo mitten im Lied eine Konfettikanone zum Einsatz kommt und das Publikum in einer großen Menge Konfetti untergeht. Das Lied "Ich bin kein Mann für eine Nacht" wird vom Gitarristen Johannes Madsen gesungen, eine nette Abwechslung. Auch so wird einiges dafür getan, dass es dem Publikum nicht langweilig wird. Madsen haben gecovert was das Zeug hält. So wird Oasis’ "Wonderwall" zu einem Teil von "Liebeslied", "I was made for loving you" (KISS) und "Human" (The Killers) werden ebenfalls kurz angespielt.
Als letztes Stück wird "Nachtbaden" gespielt. Und man hat bereits im Vorfeld gemerkt, dass das Publikum darauf gewartet hat. So wurde zum Schluss noch einmal richtig Gas gegeben und Sänger Sebastian sprang inklusive Gitarre ins Publikum hinein.
Nach etwa 1 ½ Stunden ist es dann zu Ende, ein echt tolles und abwechslungsreiches Konzert!

Noch als kleine Anekdote zum Schluss: Im Laufe des Konzertes entdeckt Sebastian, dass auf einem der Monitore "You are in Bielefeld" steht. Er greift das Thema sofort auf und fragt, welche Arschloch Band wie etwa "30 Seconds To Mars" hier als letztes gespielt hat. Es folgt eine kleine schauspielerische Darstellung. Folgende Szene: Der Sänger steht auf der Bühne und sagt zum Publikum "Thank you äh (Pause und Blick auf den Monitor) Bielefeld!" So kann man es sich natürlich auch leicht machen, wenn man nicht mehr genau weiß, in welcher Stadt man gerade spielt. Im Übrigen haben "The Busters" als letztes im Ringlokschuppen gespielt (jedenfalls laut Veranstaltungskalender der Ringlokschuppen Homepage). Das die Band allerdings dafür verantwortlich ist, bezweifle ich ziemlich stark. (Anm. Red.: Rein nach dem Veranstaltungskalender würden "Death Cab For Cutie" in Frage kommen.)