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Konzertbericht

Bands
The Streets

Locations
Ringlokschuppen



Datum: 29.10.2008

Live in Concert

The Streets im Ringlokschuppen

Bielefeld (vv)    Am Mittwoch den 29.10.2008 begnügte uns Mike Skinner mit seiner Band The Streets im Bielefelder Ringlokschuppen. Die Musik gut gemischt, das Publikum gut gemischt, und die Stimmung durchweg gut.

Bilder vom Konzert
Homepage von The Streets


Ganz zu unserem Erstaunen war es nicht ganz so voll, wie wir erwartet hatten. Also gings diesmal links herum in die kleine Halle, um die Briten zu begutachten.
Um halb neun sollte es also losgehen, und wir waren sehr gespannt, auch weil das Publikum wirklich durchweg gemischt war. Von jung bis alt, von Britisch bis Deutsch.

Um zehn nach neun erobert die Band die Bühne und die ersten Töne von “Everything is borrowed“ vom gleichnamigen Album erfüllen den Raum. Mit den ersten Wörtern betritt dann endlich auch der Kopf der Band, Mike Skinner, die Bühne. Die Menge ist schwer begeistert, der Opener ist meiner Meinung nach sehr gut gewählt.

Das Set vereint alle Alben der Band in einem sehr feinfühlgen Gleichgewicht und zeigt alle Facetten der Band, ihre Musik, viele Genres, bunt gemischt, an die Leute zu bringen und alles gespielt mit Bass, Gitarre, Schlagzeug, Keyboard und, interessanterweise, irgendeinem alten klavierartigen Instrument, dass im Barock benutzt wurde – ich zerbrech mir seitdem den Kopf, wie das Ding bloß heißt. So kommt also auch noch ne Portion Rock mit in die ganze Sache und rundet die Hip Hop-lastigen Texte somit perfekt ab.
Grad bei den bekannten Songs wie „Blinded by the lights“, „We never went to church“ oder „Dry you eyes“ zieht Skinner die Menge in seinen Bann, und auch sein Backsinger überzeugt mit einer sehr bezaubernden Stimme.
Skinner weiß es einfach, mit der Menge umzugehen und macht einige Spielchen mit den Leuten. Vom langweiligen „You all go low“ (Alle hinsetzen!) bis zum sehr coolen “You all freeze“ (Alle einfrieren!) machen die Leute brav mit.
Nach ungefähr 45 Minuten ist allerdings schon vorerst Schluß, bis die Band aber mit einer ziemlich ausgiebigen Zugabe das Publikum beruhigt. Der Höhepunkt :“Fit but you don’t know it“ wird aufgehoben bis zum Ende, das Publikum schenkt Skinner die letzte Kraft, in Tanzen und Springen ausgedrückt.
Am Ende wird noch eine Gasse gebildet, Mike will ein Bier zu seinem Ton-Mann bringen (das wird ihm allerdings, wie zuvor auch schon der für den Ton-Mann bestimmte Jägermeister, aus der Hand geschlagen). Hinten angekommen trägt das Publikum ihn zurück auf die Bühne, wo er dann zum Abschluss einen sehr eigenwilligen Tanz-Stil auspackt, um dann endgültig von der Bühne zu verschwinden und den Abend zu beenden.
Alles in Allem war dieser wirklich sehr gelungen, und Skinners überaus sympathische Art erfreute viele Menschen. Das Set perfekt abgestimmt, das Publikum (bis auf ein paar jüngere Mitmenschen die dauernd auf die Bühne gesprungen sind) äußerst sympathisch- was will man also mehr : Einer der sympathischsten Abende seit langem!