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Konzertbericht

Bands
Dead Guitars
Eminence of Darkness
Staubkind

Locations
Matrix



Datum: 17.11.2007

Matrix

Staubkind beenden Tour in Bochum

Bochum (kd)    Am 17.11 beendeten Staubkind ihre Tour zum neuen Album "Zu weit" zusammen mit zwei Vorbands in der Matrix in Bochum.

Bilder vom Konzert
Homepage von Staubkind


Nach dem Debüt-Album "Traumfänger" ist "Zu weit" das zweite Glanzstück der Gothic-Rock Formation. Gitarrenbetonter Rock und gefühlsstarke Texte machen die Musik von Staubkind aus. Frontmann Louis Manke schafft es mit seinen Liedern Emotionen zu transportieren und melancholische Geschichten zu erzählen, ohne dabei klischeehaft zu wirken. Die Musik der Band klingt ehrlich und kommt direkt im Herz des Hörers an. Das zeigte sich auch an diesem Abend in der Matrix. Da leider "La Casa Del Cid", eigentlich die erste Vorband, auf Grund eines eigenen Auftrittes in Berlin verhindert waren, traten für das letzte Konzert die "Dead Guitars" an ihre Stelle. Diese eröffneten den Abend mit eher ruhigeren Klängen. Schnell wurde jedoch klar, dass man es hier nicht mit seichtem Balladen-Rock zu tun hatte. Ganz im Gegenteil, die Band überzeugte durch treibende Gitarrenriffs und extrem rockigen Sound. Vor allem der ausdrucksstarke Frontmann der Kombo, wird dem Publikum wohl lange im Gedächtnis bleiben, da er jedem Lied mit seiner Mimik und Gestik eine große Tiefe und Emotionalität verlieh. Obwohl die Band durchaus positiv von den Anwesenden aufgenommen wurde, blieb der Applaus eher verhalten. Die größeren Erwartungen lagen spürbar auf den beiden folgenden Bands. Dies zeigte sich schon als die ersten Töne der zweiten Band "Eminence of Darkness" aus den Boxen dröhnten. Der zeitgleich aufbrandende Applaus sorgte von Beginn an für eine begeisterte Stimmung. Im Verlauf des Auftrittes stellten alle drei Mitglieder des dynamischen Trios ihre gesanglichen Fähigkeiten unter Beweis, so dass selbst bei Skeptikern nur schwer Langeweile aufkommen konnte. Mit einem gleichsam rockigen wie elektronischen Sound, der teilweise ein wenig an Placebo erinnerte, schaffte es die Band den ganzen Saal zu überzeugen. So wunderte es auch niemanden, dass am Ende des Auftrittes lautstark nach einer Zugabe verlangt wurde- Eine Bitte, der die Band natürlich gerne Folge leistete.

Gegen 21:30 Uhr drangen dann endlich die ersten Klänge des neuen Staubkind-Intros an die Ohren der wartenden Menge. Die Band begann mit einem bunten Mix aus altbekanntem und Songs des neuen Albums, wobei der Schwerpunkt natürlich auf den neuen Stücken lag. Fast drei Jahre lang mussten die Fans auf diesen Longplayer warten. In dieser Zeit war es auch auftrittstechnisch recht still geworden um Staubkind. Das dies entgegen der Bedenken der Band nichts an der Treue und Begeisterung der Staubkindfans geändert hatte, zeigte sich jedoch schnell. Grade die alten Lieder wurden von großen Teilen des Publikums begeistert mitgesungen. Den Höhepunkt bildete hierbei eindeutig "Mein Herz", bei dem Herrn Manke aus jeder Kehle ein lautstarkes "Ich schenk es dir!" entgegenschallte. Doch auch die neuen Stücke wurden ebenso gut von den Anwesenden aufgenommen. Die Musik scheint auf dem zweiten Album noch ausgereifter, ohne ihren naiven Charme zu verlieren. Spürbar war der Raum von der Ausdrucksstärke und Gefühlsbetontheit der Lieder erfüllt. Auch die Lichttechnik unterstützte wunderbar die durchdringende und emotionale Stimmung, die Staubkind mit ihren Liedern immer wieder erzeugen. Besonders deutlich wurde dies bei dem Stück "Wunderschön" vom neuen Album, als der ganze Saal in ein Meer aus blitzschnell wechselnden rot, grün, blauen Farbwellen getaucht wurde. Um keine kostbare Spielzeit zu vergeuden einigten sich Band und Publikum darauf, auf das übliche runter-rauf von der Bühne vor der Zugabe zu verzichten und einfach direkt weiterzuspielen solange es die Zeit erlaubte.

Gegen 23:00 Uhr ging ein sehr gelungener Abend zuende und es hatte sich wieder einmal gezeigt, dass Staubkind eine Band sind, die mit ihrem rockigen Sound und gefühlvollen Texten immer wieder die Menschen begeistern können und deren Sound grade in kleineren Hallen und Clubs am eindrucksvollsten zur Geltung kommt.