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Konzertbericht

Bands
Mother's Cake
Wolfmother

Locations
Jovel



Datum: 22.11.2016

Der Gypsy Caravan rollt und rollt

Wolfmother im Jovel

Münster (dd)    Schon vor dem Einlassbeginn reiht sich vor dem Jovel eine lange Schlange auf, dabei ist das Konzert am Dienstag Abend wider erwarten noch nicht ausverkauft. Wolfmother sind zum zweiten Mal in diesem Jahr in der Region, der Gypsy Caravan tourt unermüdlich.

Wolfmother haben im Herbst einen Nachschlag ihrer Gypsy Caravan Tour gegeben und kamen nach Münster. Foto: Marcel Linke

Langsam aber stetig füllt sich das Jovel. Auf der Empore, den Sitzplätzen vor der Bar ebenso vor der Bühne
Fotos zum Konzert
Homepage von Wolfmother
Homepage von Mother's Cake
stehen(bzw. sitzen) und warten Menschen.

Kurz vor 20 Uhr eröffnen Mother's Cake den Abend.
Die drei Österreicher spielen progressiven Rock, der mit experimentellen, funky Einflüssen erfrischend anders wirkt. Rasend schnell geht es von Stück zu Stück, Solos wirbeln zwischen den Musikern. Trenkwalders Finger fliegen über den Bass in einer schwindelerregenden Geschwindigkeit, konträr dazu sein lässig entspannter Gesichtsausdruck, geschmückt durch eine abbrennende Zigarette im Mundwinkel.
Viel zu schnell ist die halbe Stunde Auftrittszeit vergangen, lust gemacht, auf mehr von Mother’s Cake hat sie auf jeden Fall.
Bald geht es mit neuem, dritten Album auf Tour.

Kaum ist die Bühne freigegeben, wird gewirbelt.
Roadies bauen auf und um, der Sound eingestellt, Instrumente getestet. Das Publikum wartet gespannt, hier und da ertönen erste „Wolfmother“-Rufe.

Das "Victorious" mein unangefochtenes Nummer 1 Album des Jahres ist, habe ich bereits zum Wolfmother Konzert in Köln im April geschrieben. Nach einem grandiosen Konzert in Hannover hoffe ich auf ein mindestens ebenso gutes in Münster.

"Victorious" ist ebenfalls der Titel des ersten Songs, der an dem Abend von Wolfmother gespielt werden.
Stockdales Gitarre hat während des gesamten ersten Songs Probleme. Sie ist mal lauter, mal leiser zu hören.
Ob es an einem Amp liegt oder den Monitoren ist auch nach dem Konzert nicht klar, relevant ist das Problem für den Rest des Konzerts auch nicht.

Von Song zu Song geht es, Stockdale spielt mit dem Publikum, Peres zupft den Bass und hämmert zeitgleich auf dem Keyboard, Carapetis trommelt so sehr, dass die Sticks nur so über die Bühne fliegen.
Alte Hits wechseln ebenso grandiose Stücke vom diesjährigen Album ab. Gekonnt führt Stockdale von Song zu Song.
Sichtlich Spaß haben die drei Musiker auf der Bühne, das Publikum ebenso.
Vom ersten Song an gibt es einen Moshpit, Stagediver fliegen durch die Luft.
Mit Colossal verabschieden sich die Musiker vorerst von der Bühne.

Der Applaus bricht bis zur Zugabe nicht ab, gespielt werden "Pretty Peggy" und "Joker and the Thief".
Ich hoffe sehr auf eine erneute Tour im nächsten Jahr.