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Konzertbericht

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Fiddler's Green
Letzte Instanz
Subway to Sally
Versengold

Locations
Ringlokschuppen



Datum: 28.12.2015

Eisheilige Nacht 2015 im Ringlokschuppen Bielefeld

Heiß, heiß, heiß!

Bielefeld (dd)    Die Eisheilige Nacht in Bielefeld sollte umbenannt werden, denn was am 28.12.2015 im Ringlokschuppen geboten wurde, war heiß, heiß, heiß! Subway to Sally standen traditionell als Initiator zum Tanz, dieses Jahr in Begleitung von Versengold, Letzte Instanz und Fiddler’s Green.

Mit der Eisheiligen Nacht, der Mini-Festival-Tour von Subway to Sally, ging das Konzertjahr 2015 im Ringlokschuppen Bielefeld zu Ende. Foto: Bastian Sylvester

Heiß, heiß, heiß No. 1
Fotos zum Konzert
Homepage von Subway to Sally
Homepage von Fiddler's Green
Homepage von Letzte Instanz
Homepage von Versengold
 
Eine Stunde vor Einlass, von der Homebase in mein treues, geliebtes Auto Herbert Richtung Ringlockschuppen. 60 Kilometer Autobahn vor mir, sollte gut zu schaffen sein dort pünktlich anzukommen.
Falsch gedacht. 20 Kilometer vor Bielefeld, mitten auf der Autobahn: Herbert macht komische Geräusche, kurzer Check der Temperatur, meine Einschätzung: So heiß muss es in der Hölle sein. Rechts ran, Abschleppdienst rufen, zurück zur Homebase, Auto tauschen, Anlauf Nummer 2.


Währenddessen im Ringlokschuppen:

Während ca. die Hälfte der Besucher noch auf den Einlass warten, eröffnen Versengold den Abend. Derzeit sind die sieben Bandmitglieder auf Zeitlos-Tour, ihr aktuelles Album ist eine Liveaufnahme der Tour 2015 und derzeit als Doppel-CD erhältlich. Auch 2016 sind Versengold wieder unterwegs, unter anderem am 19.03.2016 in der Sumpfblume Hameln oder am 23.04.2016 in der Matrix, Bochum.


Heiß, heiß, heiß No. 2


Im Laufschritt vom Parkplatz in die Halle (heiß!). Pünktlich zum Auftritt von Letzte Instanz treffe ich ein.
Mal wieder zeigt sich, warum ich den Ringlokschuppen als Location so mag: Ich komme als Letzte an, stelle mich hinten auf die Stufen und habe eine super Sicht auf die Bühne und die klatschende und tanzende Crowd vor mir, die mittlerweile die komplette Halle gefüllt hat.
Sänger Holly eröffnet mit „Flucht ins Glück“ vom Album „Schuldig“ (2009) und liefert gleich eine super Show. Spätestens nach der Begrüßung wird mir klar, was ich schon immer wusste: Seine Stimme ist heiß, heiß, heiß! Der tiefe, raue Bass, vor allem bei seinen Ansagen ins Publikum, kribbeln im Bauch.
Leider stimmt die Abmischung nicht ganz, Holly (Gesang) ist etwas leise, dafür M. Stolz (Violine) etwas zu laut. Das Ganze tut der Stimmung allerdings keinen Abriss.
Mitten im Konzert gibt es eine Überraschung fürs Publikum: Letzte Instanz spielen ein Lied vom 2016 erscheinende Album „Liebe im Krieg“. Das klingt vielversprechend!
Von Anfang an wird das Publikum voll eingebunden Zu „Und das Meer“ wird das Publikum zum Ozean und die Arme schwingen als Wellen hin und her. Bei „Feuer“ tanzt nicht nur das Publikum, die Band zeigt eine kleine Choreo und wird dafür sehr bejubelt.
Das letzte gespielte Lied ist „Rapunzel“ (ebenfalls vom Album „Schuldig“), unterbrochen von einer Rockversion von Rammsteins „Remmi Demmi“ bei dem Cellist Benni Crowdsurfen geht.
Wie bereits erwähnt, ab August 2016 erscheint ein neues Album, „Liebe im Krieg“, passend dazu wird es auch eine Tour geben. Wer noch überlegt, ob Letzte Instanz wirklich den eigenen Geschmack trifft, sollte sie sich live angucken, das überzeugt!


Heiß, heiß, heiß No. 3


Wer kann bei Speedfolk schon ruhig bleiben? Genau, niemand! Ich auch nicht, deswegen geben ich (und der Rest der ca. 1000 Besucher) vom ersten Ton an von Fiddler’s Green Vollgas (definitiv heiß!). Alle tanzen, werfen die Arme in die Luft und schreien sich die Seele aus dem Leib („MacIntyre!“) bei „Old dun Cow“. Ein Lied jagt das nächste, einfach tanzen und das Konzert genießen.
Mittendrin: Alles ruhig, alles dunkel, die Band verlässt die Bühne. 2 Laternen tauchen auf, es sind Stefan Klug (Akkordeon) und Frank Jooss (Schlagzeug), dazwischen Tobias Heindl (Violine) hell erleuchtet und mit Hilfe von selbst aufgenommenen Loops Pachelbel’s Kanon in D solo performt, teilweise begleitet von Percussions, die ihrerseits mit Hilfe von Licht und Wasser in Szene gesetzt werden. Einfach nur atemberaubend schön.
Auch eine Ballade darf nicht fehlen, „Down by the Hillside“, natürlich begleitet von Feuerzeugflammen und (wir sind ja schließlich in 2015), Handylichtern.
Ebenso DAS RITUAL wird durchgeführt. Zum Song „Rocky Road to Dublin“ wird das Publikum in 2 Hälften geteilt und zu bestimmten Ansagen versuchen alle die Seiten zu tauschen und dabei „gegenseitig sexuelle Kontakte zu knüpfen“.
Ebenso wird das Publikum animiert ihre T-Shirts auszuziehen und über dem Kopf zu schwingen. Da wirklich viele dieser Bitte Folge leisten, ist es besonders von hinten ein wunderbarer Anblick.
Beendet wird das Konzert mit „Folk’s not dead“, noch einmal alles geben (heiß!!!).
Auch von Fiddler’s Green wird es ab August 2016 ein neues Album geben, „Devil’s Dozen“, außerdem sind sie derzeit auf Unplugged Tour und werden u.a. Ende April in Bonn und Bochum auftreten.


Heiß, heiß, heiß No. 4


Subway to Sally
, endlich, seit Jahren warte ich darauf, sie endlich mal live zu sehen.
Eric Fish (u.a. Gesang) betritt mit zwei brennenden Fackeln die Bühne (heiß), die Bühne wird hell.
Mein erster Gedanke: Was ein riesiges Schlagzeug, was ein riesiger Bass, was für ne geile Gitarre (3 Griffbretter!).
Eröffnet wird das Konzert mit „Mephisto“ und reichlich Feuer. Das Ganze steigert sich bis zum nächsten Song, „Knochenschiff“, bei dem die Band teilweise Feuer spuckt (heiß, heiß, heiß), die Hitzewelle erreicht einige Sekunden später auch mich, ganz hinten im Ringlockschuppen.
Einzig zu „Eisblumen“ wird es etwas kühler, die Pyro wird durch Seifeblasen- und Schaumkanonen ersetzt. Alle singen so laut mit, dass zu Ende des Liedes der Refrain noch einmal a capella vom Publikum gesungen wird. Außerdem gibt es eine Wall of Love, bei der nicht gepogt, sondern umarmt wird.
Zu „Kleid aus Rosen“ wirft Eric eine Rose ins Publikum. Es folgen noch „7 Leben“ und „Tanz auf dem Vulkan“, bei dem ein großer Circle Pit entsteht.
Das letzte offizielle Lied ist „Veiztanz“, du dem viele dunkle Luftballons in die Luft geworfen werden, ein unendlich schöner Anblick.
Subway to Sally verbeugen sich und verlassen die Bühne, die ersten verlassen den Ringlockschuppen. Definitiv zu früh. Der Rest vom Publikum gibt sich damit natürlich nicht zufrieden und fordert mit lauten Sprechchören nach „Julia und die Räuber“.
Eric betritt erneut die Bühne und ruft nach und nach die Streicher und Sänger aller Bands auf die Bühne, die ein von Frau Schmitt (Subway to Sally, Violine) arrangiertes Stück performen. Dieses geht über in das vom Publikum geforderte Stück „Julia und die Räuber“. Ein perfekter Abschluss.
Wer Subway to Sally noch live sehen mag, kann dieses ab März. Auftritte der Ekustik Tour finden u.a. in Bochum und Hannover statt.
Alle Bands zeigen sich nach dem Konzert noch an den jeweiligen Merchandiseständen und sind zu Gesprächen bereit. Vertreten ist auch der neu gegründete Subway to Sally Fanclub DasSchwarzeMeer.
Auch die Acts der eisheiligen Nacht 2016 stehen schon fest: Vroudenspiel, Lord oft he Lost, Eluveitie und natürlich Subway to Sally. Das Konzert im Bielefelder Ringlokschuppen wird am 28.12.2016 stattfinden. Ich bin gespannt, wie heiß es dann sein wird.