Home

Taglist:

Allgemein
Konzertbericht

Bands
Katzenjammer
Sivert Hoyem

Locations
Emsland Arena



Datum: 13.12.2015

Wie im Rockland

Katzenjammer spielen in Lingen

Lingen (ml)    Katzenjammer kamen auf ihrer Tour auch nach Lingen ins Emsland. Hier spielten sie vor deutschen als auch niederländischen Fans eine fantastische Show. Begleitet wurden sie dabei im Vorprogramm von Sivert Hoyem.

Katzenjammer in Lingen auf der Bühne. Ganz links ist das Markenzeichen der Band: Die Bassbalalaika. Foto: Bastian Sylvester

Der Abend beginnt ruhig. Sivert Hoyem ist Solomusiker und versucht das Publikum allein mit Gitarre und Gesang zu
Fotos zum Konzert
Homepage von Katzenjammer
Homepage von Silvert Hoyem
überzeugen. Pünktlich um 8 Uhr legt er los. Vor einer gerade mal halb gefüllten Halle. Das sollte sich leider im Laufe des Abends auch nicht ändern.

Und so konnten zwar zahlreiche Menschen im Emsland den Tatort sehen (den es auch in der Mediathek gibt), verpassten aber ein grandioses Konzert von Katzenjammer, welches mit "Rock-Paper-Scissors" begann und damit schon einen guten Auftaktakzent setzte. Sowohl bandseitig, als auch publikumsseitig, welches problemlos mitsingen konnte.

Die meisten Songs kommen heute von ihrem aktuellen Album "Rockland". Mit dabei haben Katzenjammer wunderschöne Nummern, wie "My Dear" oder "Lady Grey", welches Marianne Sveen, die vor ihrer Bandkarriere als Kranken- und Altenpflegerin gearbeitet hat, mit einer Geschichte einleitet, über eine an Alzheimer erkrankte Frau, die sie behandelt, die aber wohl mit der Musik, die sie hört doch noch Erinnerungen verbinden kann. Eine schöne Geschichte, die diesen Song toll erklärt.

Eine andere schönes Geschichte ist die eines kleinen Mädchens, welches die Eltern mit auf das Konzert genommen haben. Zu "Mother Superior" wird die Kleine auf die Bühne geholt und darf mit der Band zusammen tanzen. Das ist nicht nur fannah, sondern auch gleichermaßen süß und entzückend.

Aber nicht nur das macht Katzenjammer so super. Die Band besteht aus Multitalenten. Zu jedem Song werden die Instrumente gewechselt, die definitiv keine Standard-Bühnen-Instrumente darstellen. Markenzeichen ist dabei immer die Bass-Balalaika, die etliche Songs begleitet.

Songs, die nicht nur aus den Federn des Quartetts stammen, sondern auch von The Clash und Genesis gecovert wurden. So gibt es eine Katzenjammer-eigene Version von "London Calling", die fantastisch ist, aber leider nicht an das bislang unerreichbare Cover von Bruce Springsteen, Dave Grohl, Steve van Zandt und Elvis Costello auf den Grammy Awards 2003 heranreicht. Besser als das Original ist definitiv die Version von "Land of Confusion".

Zum Schluss wird mit einem Konfettiregen oder einem tollen Bodennebel-Effekt zu "Hey Ho on the Devil's Back" dann auch nochmal an den Effekten für die Augen gearbeitet, bevor es in die Zugabenpause geht.

Aus der Pause kommen Katzenjammer dann mit "Wading In Deeper" zurück, um sich kurz darauf abermals mit großen Luftballons und erneutem Konfettiregen und dem Song "Blues" endgültig aus einem tollen Konzertabend zu verabschieden.

Ein wenig geschockt ist man im Nachhinein dann schon, wenn man auf seine Uhr schaut und feststellt, dass die Mädels da oben nun über 2 Stunden gespielt haben.