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Konzertbericht

Bands
James Blunt
Ron Pope

Locations
Gerry Weber Stadion



Datum: 10.08.2014

Vor 5.300 Fans

James Blunt macht Stimmung im Gerry Weber Stadion

Halle (Westf.) (ml)    Wenn die größten Musiker der Welt nach Ostwestfalen-Lippe kommen, dann spielen sie hier meistens im Gerry Weber Stadion in Halle. So auch James Blunt. Ihn hat es nicht in das ostwestfälische Zentrum Bielefeld verschlagen, sondern auf den berühmtesten Tennisplatz Deutschlands mitten in der Provinz.

Ganz im Stile seines aktuellen Albumnamens "Moon Landing" gab sich James Blunt im Austronautendress. Foto: Marcel Linke

Als Support hat James Blunt heute Abend Ron Pope mitgenommen. Für ihn und seine Band ist es ein ganz
Fotos zum Konzert
Homepage von James Blunt
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besonderes Event, da es zum ersten Mal ist, dass sie in einer großen Halle spielen dürfen. Professionell geht das ganze trotzdem über die Bühne. Die Musik ist vergleichsweise rockig und passt zum Hauptact des Tages.
Ron Pope schafft es auf alle Fälle nicht nur durch seine Mähne, sondern auch und vor allem durch sein musikalisches Talent zu überzeugen.

Pünktlich um 20 Uhr geht dann auch der englische Meister des Singer- and Songwriting auf die Bühne. James Blunt hat heute ein voll bestuhltes Publikum vor sich. Das macht die Ausgangslage des Stimmungsmachens nicht einfach, aber gerade für James Blunt auch nicht unlösbar.
Nachdem zuerst seine Band die Bühne in Astronauten-Overalls betritt ist das angesichts des Mottos der Tour ("Moon Landing") noch keine große Überraschung. Überraschend ist aber, dass auch James Blunt es sich nicht nehmen lässt, sich vollständig in dieses Bild zu integrieren.
Mit "Face The Sun" wird dann auch gleich ein Song des aktuellen Albums zum Besten gegeben mit dem Hauptprotagonisten am Klavier.

James Blunts Konzert ist nicht nur eine Reise zum Mond, sondern auch eine Reise durch seine Alben und vor allen Dingen seiner Hits. Davon hat er auf dem ersten Album die meisten und so wechseln sich vor allen Dingen Songs von "Back To Bedlam" und "Moon Landing" auf diesem Konzert ab.
Schnell hintereinander kommen dann auch "Billy", "Wisemen" und "High". Perfekt, denn nun hat James Blunt auch das sitzende Publikum von sich überzeugt und die ersten Besucher stehen und singen mit. Und nun hält auch James Blunt, der schon lange an die Gitarre gewechselt ist nichts mehr hinterm Mikrofonständer und er heizt die gesamte Halle noch zusätzlich an.
Zu "Satellites" müssen dann auch alle mal mitsingen. Da führt auf einem James-Blunt-Konzert kein Weg vorbei und so bittet er auch die Ecke der Journalisten mitzumachen.

Sehr stark ist auch "Postcards". Mithilfe einer LCD-Leinwand werden lauter Postkarten im Hintergrund von zahlreichen schönen Urlaubsdestinationen zusammen mit dem Refraintext eingespielt. Passend zur Musik natürlich.

Nach dem sehr ruhigen Stück "Goodbye My Lover" folgt für viele Konzertbesucher mit dem Slade-Cover "Coz I Luv You" das Highlight des Konzerts. James Blunt verschwindet von der Bühne. Geht mitten durch das Publikum, klatscht Hände ab und knutscht am Ende seiner Tour noch einen der Fotografen. Hinterher bittet er das Publikum dann endgültig von den Sitzplätzen aufzustehen und nach vorne zu kommen. Die Sitzreihen wollte er wohl selber nicht haben. Damit beweist er, dass er völlig am Boden geblieben ist und auch überhaupt keine Berührungsängste hat.

Nun sind es nur noch wenige Songs bis zur Zugabenpause. Mit "Heart To Heart" folgt direkt der nächste schnelle Song, bevor er mit "You're Beautiful" seinen erfolgreichsten Song in Halle spielt. Mit "So Long, Jimmy" verschwinden er und die Band dann in die Zugabenpause.

Zurück kommt James Blunt dann nicht nur im Astronautenoverall, sondern auch mit einem typischen Kampfpilotenhelm. In der Zugabe werden mit "Stay The Night" und "1973" auch Songs seiner Alben "Some Kind Of Trouble" und "All The Lost Souls" gespielt. "Bonfire Heart" vom aktuellen Album bildet jedoch gerade für die Zugabe den krönenden Höhepunkt.

Nach 90 Minuten geht im Gerry Weber Stadion ein Konzert eines Ausnahmekünstlers zu Ende. 5.300 Besucher sind gekommen und durften miterleben, wie James Blunt auch eine komplett bestuhlte Halle völlig mitreißen kann.