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Konzertbericht

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Event Horizon

Locations
Druckerei



Datum: 16.11.2013

Das erste New Blood Festival

Cryssis als Headliner in der Druckerei

Bad Oeynhausen (ml)    Vergangenes Wochenende ging in der Druckerei Bad Oeynhausen die Erstauflage des New Blood Festivals mit Cryssis, Agent Alex, Bone To Bone und Event Horizon über die Bühne. Gerade mit dem Headliner Cryssis hat sich die Druckerei deutsche Musikprominenz eingeladen. Denn hier spielt Toten-Hosen-Mitglied Vom Ritchie am Schlagzeug.

Cryssis können in der Druckerei auf dem ersten New Blood Festival überzeugen. Foto: Marcel Linke

Den Anfang machen Event Horizon. Sie überzeugen die wenigen Besucher, die den Weg von der Druckerkneipe in
Fotos zum Konzert
Homepage von Cryssis
den Veranstaltungssaal gefunden haben mit solider Rockmusik, die zwischen ruhigen und lauten Teilen wechselt. Trotz seines jungen Alters hat der Sänger der Band eine ziemliche Reibeisenstimme aufgebaut. Respekt.
Mit "The Sun" erreichen sie ziemlich mittig im Set ihren absolut musikalischen Höhepunkt. Eine Ballade, die etwas an das ähnlich betitelte "Away From The Sun" von 3 Doors Down erinnert.

Bone To Bone stehen nun als nächstes an. Der Abend in der Druckerei ist geprägt vom Flair der Veranstaltungsreihe Lokalhelden, die heute durch einen großen Headliner in Form eines neuen Festivals eine zusätzliche Aufwertung erhält. Mit Bone To Bone kommt nun eine Band aus dem direkt benachbarten Vlotho. Sie spielen schnellen Hard Rock, der viel Energie versprüht. Er zeichnet sich durch viele Heavy-Metal-Anteile im Stile von AC/DC aus. Mit "Creatures Of The Night" präsentieren Bone To Bone einen sehr frischen neuen Song. Mit "Hard To Handle" bauen Bone To Bone ein The-Black-Crowes-Cover in ihr Set ein.
Trotz dieses Covers wird das Publikum allerdings nicht so richtig warm mit der Band. Und so gehen auch die zahlreichen Ansagen des Sängers, die dieses anheizen sollen, ins Leere.

Zu Agent Alex füllt sich sehr Saal gut. Cryssis machen zwar nicht unbedingt den Punkrock, den man von den Größen Die Toten Hosen oder Die Ärzte gewohnt ist, dennoch sind viele Cryssis-Fans auch Anhänger dieser beiden Bands. Und diese werden durch Agent Alex gut bedient.
Zum "Missions Impossible"-Intro geht die Band auf die Bühne. Sie spielen Punkrock, der sich sehr an die deutschen Wurzeln anlehnt. Allerdings ist ihre Sprache nicht nur Deutsch, sondern auch englische Textzeilen sind zu hören.
Die Band kann aber auch Balladen spielen. Zu "Son of evil" verkleinert sich das Quartett auf der Bühne zu einem Duett. Nur der Sänger und der E-Gitarrist bleiben übrig. Zu "Arschloch", welches auf einem Text aus dem Zeichentrickfilm "Das kleine Arschloch" basiert ist die Band dann allerdings wieder vollständig auf der Bühne. Nun dauert es nicht mehr lange, bis der von vielen lang ersehnte Headliner des Festivals spielt.

Zu Cryssis ist der Saal in der Druckerei gut gefüllt. Rund 100 Personen wohnen dem Konzert bei. Mit "She Loves" kommen Cryssis auf die Bühne. Das Publikum, welches sehr viel Platz hat ist nun bis in die erste Reihe direkt vor die Bühne gekommen. Etwas selbstironisch sagt Sänger Dick Yorke, dass das hier die Aftershow-Party für die Stadionkonzerte ist. Damit spielt er wohl auf die Toten-Hosen-Konzerte an.
Mit ihrem sehr tanzbaren Punk können Cryssis ihr gemischtes Publikum gut überzeugen. Auch einige Briten sind dort, denn schließlich ist nicht nur das Publikum sehr gemischt, sondern auch die Band. Sowohl deutsche als auch englische Musiker spielen bei Cryssis.
Das Konzert in der Druckerei ist auch eher ein kleines für Cryssis. In Paderborn konnten sie als Headliner ungefähr vier Mal so viel Besucher ziehen. Die Stimmung in der Druckerei ist dadurch jedoch nicht angegriffen, im Gegenteil hat sogar jeder ausreichend Platz zum Tanzen. Punk funktioniert einfach super. Ohne Dresscode, es ist tanzbar und es klingt gut.
Cryssis sind wohl von den vier Bands die poppigste. Obwohl Cryssis, trotz ihres Schlagzeugers Vom Ritchie, größtenteils unbekannt sind, haben die Fans trotzdem ihre Hits. "Kursaal Nights" zum Beispiel, oder auch "School Days" mit dem Cryssis in die Zugabenpause gehen.
Zurück kommen sie mit weiteren fünf Songs. Den Abschluss macht "Mr. Jack", welches Dick zuerst solo beginnt bis der Rest der Band einsetzt.

Nach der alteingesessenen Metal Attack hat die Druckerei mit dem New Blood Festival die Chance neuen Wind ins Musikprogramm des Vereins zu bekommen. Es bleibt abzuwarten, ob es eine weitere Auflage des Festivals und damit vielleicht sogar eine neue Veranstaltungsreihe in der Druckerei gibt. Mit einem Punkrock-Festival würde die Druckerei im Musikbereich, auch was überregionale Namen angeht, mit Sicherheit vielfältiger und sich ein neues Standbein sichern.
Mit Cryssis wurde ein erfolgreicher erster Anfang gesetzt. Hier sollte man weiter arbeiten.