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Konzertbericht

Bands
Findus
Turbostaat

Locations
Kleine Freiheit



Datum: 08.11.2013

Turbostaat in Osnabrück

"Eine magische Nacht in Osnabrück"

Osnabrück (ml)    Turbostaat brachten die Kleine Freiheit Osnabrück zum Kochen. Als Support begleiteten sie Findus. Nachdem beide Bands schon vor zwei Jahren in dieser Konstellation vom Glanz & Gloria in den sympathischen Club mit Wohnzimmeroptik hochverlegt wurden, war die Kleine Freiheit dieses Mal schon im Vorfeld restlos ausverkauft.

Wie immer, wenn Turbostaat in der Kleinen Freiheit sind, geht das Publikum mit der Band auf Tuchfühlung. Foto: Marcel Linke

"Eine magische Nacht in Osnabrück." - Dieser Satz ist ganz dreist von der Facebook-Seitevon Turbostaat geklaut. Treffender kann man den Artikel allerdings auch nicht betiteln. Was hier abging wird nur schwer zu toppen sein
Fotos zum Konzert
Homepage von Turbostaat
Homepage von Findus
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Aber erstmal alles auf Anfang. Den Beginn machen heute Findus. Sie sind heute den letzten Tag mit Turbostaat auf dieser Tour unterwegs. Das merkt man auch Sänger Lüam an. Er kann an diesem Abend nicht die Energie des 2011er-Auftritts mit Turbostaat auf die Bühne bringen und steht seltener im Publikum. Jedoch legen sie musikalisch eine gehörige Schippe drauf. Der Sound hat sich verbessert. Findus haben ihren Stil gefunden, der sich etwas dem Angry Pop von Muff Potter annähert. Dies wird in ihrem Song "Alcatraz" sehr deutlich.


Turbostaat denken über Osnabrück-DVD nach

Zu Turbostaat ist die Kleine Freiheit dann bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach einem kurzen Intro spielt das Quintett um Sänger Jan Windmeier den Song "Willenshalt" vom aktuellen Album "Stadt der Angst". Richtig mitgerissen ist das Publikum dann aber bei "Haubentaucherwelpen", ein Klassiker vom Album "Vormann Leiss". Hier sind die Besucher fast textsicherer als die Band und diese ist beeindruckt. Das erkennt man nicht nur durch die Lobeshymnen auf Osnabrück, die Jan an diesem Abend übermäßig oft einstreut, sondern auch am Gesichtsausdruck und an der Spielfreude der Musiker auf der Bühne.

Deswegen geht es auch mit Klassikern weiter. "Der Frosch hat's versaut" ist auch so ein Song, der nicht fehlen darf und bei dem abermals das Publikum im Wohnzimmer der kleinen Freiheit so laut ist, wie es sonst nur eine gesamte Westfalenhalle Dortmund schafft. Die Band Turbostaat ist der Liebling der Osnabrücker. Es ist mittlerweile ihr dritter Ausflug in die Kleine Freiheit und immer wieder war der Laden bis zum Bersten voll.

Nicht von ungefähr kommt Jan Windmeier auf die Idee in Osnabrück eine DVD aufnehmen zu wollen und hält diese fälschlicherweise für einmalig. Dass Turbostaat damit nicht die ersten wären klärt sich schnell auf. Im Publikum weiß man nämlich, dass die Donots ihr Jahresabschlusskonzert 2008 schon im Rosenhof aufgezeichnet haben. Eine DVD hätte dieses Konzert allerdings sicherlich verdient. Zum Glück gibt es auf der Bühne mehrere GoPro-Kameras, die sich Schlagzeuger Peter Carstens und Bassist Tobert Knopp nun auf den Kopf schnallen.


"Wir können alles und alles können wir sein" - Das Motto des heutigen Abends

Nachdem das Eis schon sehr früh gebrochen wurde kommen auch die aktuellen Songs sehr gut an. Highlight des Albums "Stadt der Angst" dürfte mit Sicherheit "Sohnemann Heinz" sein, welches ein sehr typisches Lied für Turbostaat ist. Jedoch kommt wohl kaum ein Turbostaat-Lied an "Vormann Leiss" selbst vorbei. Dieser Song ist eine Hymne des Punks. "Wir können alles und alles können wir sein." wohl das Motto des heutigen Abends.
Nach diesem Motto springen auch einige Stage Diver von der niedrigen Bühne in die Besuchermenge, die unter einer vergleichsweise niedrigen Decke steht. Mutig mutig, immerhin wird dieses Vorhaben nicht durch einen zusätzlichen Graben erschwert.

Nach über einer Stunde geht es für Turbostaat nun in die Zugabenpause. Aus der kommen sie mit "Pennen bei Glufke" und "Psychoreal", ebenfalls ein großartiger Song der aktuellen Platte, zurück. Bevor sie abermals für eine weitere Zugabe verschwinden. Mit "Fresendelf" beenden Turbostaat ihr Set, bei dem niemand trocken geblieben ist.

Auch wenn es sonst ja immer üblich ist sein Publikum in höchsten Tönen zu loben. Was Turbostaat Osnabrück gewünscht haben ist in diesem Fall im höchsten Maße authentisch. Eine DVD-Aufnahme schlägt man nicht an jedem Abend vor. Und nun ist es schriftlich festgehalten. Das nächste Mal nageln wir euch hierauf fest. Liebe Turbostaatler, bringt also eure Kameras mit.