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Konzertbericht

Bands
Dog is Dead
The 1975
Two Door Cinema Club

Locations
Skaters Palace



Datum: 04.03.2013

Two Door Cinema Club in Münster

Elektropop-Festival zwischen Skaterampen

Münster (ml)    Am vergangenen Montag kamen Two Door Cinema Club nach Münster und besuchten den Skaters Palace. Dass diese Band schon für sich alleine ein tolles Konzert abliefern würde war klar. Mit dabei hatten sie mit The 1975 und Dog is Dead noch zwei weitere Bands aus dem United Kingdom.

Two Door Cinema Club spielten nicht nur tolle Musik sondern brachten auch eine großartige Lichtshow mit. Foto: Marcel Linke

Bis zuletzt noch eine recht unbekannte Band konnten Two Door Cinema Club mit ihrem zweiten Album die
Fotos zum Konzert
Homepage von Two Door Cinema Club
Homepage von Dog is Dead
Homepage von The 1975
Radiosender in Deutschland für sich gewinnen. Mit "Sun" war die Band auf diversen Sendern auf Heavy Rotation. Das zeigt sich nun auch auf ihren Konzerten. Ausverkauft ist das treffende Prädikat! So auch im Skaters Palace. Das liegt nicht zuletzt an der sehr markanten Stimme des Sängers Alex Trimble.


Austauschbare Elektropop-Supports

Doch bevor die Hauptband des Abends sich auf die Bühne begeben darf treten zu erst ihre zwei Vorgruppen auf.
The 1975 eröffnen den Abend. Mit einem kurzen Set geben sie eine gute Eröffnung in den Abend. So klingt ihre Musik ähnlich der des Hauptacts. Elektropop mit großen Indie-Anteilen.
Jedoch sind die Songs mit fortschreitendem Set zunehmend austauschbar.

Ähnliches gilt auch für Dog is Dead. Auch sie spielen Indie-Elektropop. Auch hier klingt die Musik stellenweise wie Two Door Cinema Club, aber auch hier bieten die Songs keine große Abwechslung.


Two Door Cinema Club zum ersten Mal im Skatepark

Großes abwechslungsreiches Programm ist dann jedoch mit Two Door Cinema Club geboten. Eingehüllt in blitzende Stroboskope geht die Band zu "Sleep Alone" auf die Bühne. Zu "Undercover Martyn", ein Song der es auf viele Computerspiele-Soundtracks geschafft hat, wird dann die Bühnenbeleuchtung richtig eingeschaltet. Die Bühne wird eingehüllt in rot-weißes Licht aus langen LED-Röhren im Hintergrund derselben. Ein Meer aus Farben hüllt die Musiker ein.
Die Temperatur in der Halle kratzt nun an der 40-Grad-Marke und das obwohl es sich bei Two Door Cinema Club um eine vergleichsweise ruhige Band handelt. "Do You Want It All?" wird beispielsweise auf dem Piano begonnen und klingt auch genauso, wie das Instrument mit dem es begonnen wird, piano nämlich.

Die Setlist von Two Door Cinema Club ist sehr gemischt. Zu gleichen Anteilen spielen sie Songs vom Debütalbum "Tourist History" als auch vom aktuellen Album "Beacon". Höhepunkt für die meisten ist relativ früh "Sun" – ihr Radiodurchbruch hierzulande. Auf einmal kann auch das gesamte Publikum mitsingen, obwohl schon zuvor ein Großteil des Publikums ordentlich gut mitgemacht hat. Two Door Cinema Club machen hier auf alle Fälle Spaß.
Das merkt man dann auch zu "Next Year".

Langsam neigt sich auch das Konzert von Two Door Cinema Club dem Ende zu. Das merkt man auch daran, dass Alex Trimble auf einmal Ansagen macht, obwohl er zuvor recht verschwiegen war. Natürlich wird Münster etwas Honig ums Maul geschmiert indem er sagt, dass sich die Band auf ein baldiges Wiedersehen freut. Erstaunlicher ist allerdings, dass es der erste Gig der Band in einer Skatehalle ist. Das ist auch das Bild vom Skaters Palace in Münster. Man sieht die Rampen und auf einer zweiten Ebene ist eine Half Pipe angebracht.

Die Zugabe verläuft zwar wenig spektakulär, dennoch wird das Publikum von Songs, wie "Someday" und "What You Know" noch einmal richtig mitgerissen.

Insgesamt ergab der Abend durch die zwei Supports aus dem selben Genre ein sehr homogenes Bild. Zwar hätte man sich eine der beiden Vorgruppen sparen können. Viel länger wäre das Two Door Cinema Club-Konzert damit aber auch nicht geworden. Es ist schwer aus zwei Alben ein 90-minütiges Konzert heraus zu holen. Two Door Cinema Club haben es trotzdem geschafft.