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Konzertbericht

Bands
Flamman
Kristofer Aström

Locations
Heimat & Hafen



Datum: 07.03.2013

Schweden zum Anfassen

Kristofer Åström im Heimat & Hafen Bielefeld

Bielefeld (bf)    Bevor man die kleine und gemütliche Raucherkneipe Heimat & Hafen in Bielefeld am 07.03.2013 betritt fällt direkt ein großes Plakat ins Auge. Das Konzert von Kristofer Åström und seinem Support Flamman ist ausverkauft. Ich bin gespannt, wie das Publikum die Lieder von ihnen aufnehmen wird.

Foto: Kristof Linke

In Schweden gibt es sie also auch. Die akademische Viertelstunde des "zu spät kommen". Um 20.15 Uhr betritt
Fotos zum Konzert
Homepage von Kristofer Aström
Flamman die kleine Bühne der Kneipe. Er erzählt, dass alle Lieder die er heute spielen wird, von seinem neuen Album sind. Das ist bisher allerdings nur aufgenommen und noch nicht veröffentlich worden. Flamman spielt gefühlvoll seine Gitarre und das Publikum dankt es ihm, indem es andächtig seinen Klängen lauscht. Es wird Zeit, dass das Album veröffentlicht wird, denn nach 30 Minuten ist sein Set zu Ende und unter einem langen Schluss Applaus verlässt er die Bühne.

Eine große Umbaupause gibt es heute nicht. So geht es zügig mit dem heutigen Hauptact weiter. Kristofer Åström betritt die Bühne. Schlagartig unterbricht fast jeder Besucher das vorangegangene Gespräch. Und das ist gut so. Jedes öffnen der Bierflasche wäre als störend empfunden worden. Von der Kaffeemaschine an der Bar sollte man besser nicht sprechen! Nun denn, einige Störgeräusche gibt es bei so einem kleinen und intimen Konzert immer. Bleiben wir also bei den positiven Momenten während des Konzertes. Denn davon gibt es einige. Beispielsweise der Gänsehautmoment bei "Better with the night", das musikalisch neben der Gitarre auch von einer Mundharmonika begleitet wird. Oder der etwa 20 minütige Teil des Konzertes, bei dem Kristofer Åström und Flamman gemeinsam auf der Bühne stehen und singen. Dabei sehen sie aus wie eineiige Zwillinge, die man bei der Geburt getrennt hat. Lediglich der Scheitel wird anders getragen, ansonsten sehen sich die beiden verblüffend ähnlich mit ihrem blonden schulterlangen verwegenen Haar und dem Vollbart.

Das Publikum ist begeistert und Kristofer Åström bedankt sich zwischen vielen Liedern mit einem schüchternen "Thank you". Dann gerät der Schwede auch noch ein wenig mehr in die Plauderei. Er erzählt, dass es der zweite Teil der Tour sei und das es ihm sehr viel Spaß macht. Der Besucher erfährt, dass er mit dem Auto unterwegs ist. Und das er nicht selber fährt.
Und schon wird leider das letzte Lied eingeläutet. "One more drink" heißt es und die Textzeile lautet weiter "and i’ll go home". So passiert, was passieren muss. Ein letzter Schluck aus der Bierflasche und die Bühne wird verlassen.

Das Publikum fordert laut eine Zugabe und so erklimmt der Schwede für zwei letzte Lieder noch einmal die kleine Bühne. Er spielt "Fallen" und zeigt sich mit dem allerletzten Lied flexibel. Das Publikum darf sich aussuchen, welches der letzte Song für den heutigen Abend sein soll. Ein Besucher ist besonders fix und wünscht sich "All lovers hell". Der Wunsch wird erfüllt und der Besucher grinst von einem Ohrläppchen zum anderen. Nach einer guten Stunde ist das Konzert dann aber endgültig vorbei. Åström verlässt die Bühne und die Musik aus der Konserve wird wieder gespielt.