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Konzertbericht

Bands
Noah and the Whale
Phoenix

Locations
Ringlokschuppen



Datum: 13.11.2009

Live bei Phoenix

Phoenix proben Aufstand im Ringlokschuppen

Bielefeld (m2w)    Es ist Freitag der 13.te. Abergläubische Menschen halten dies für ein schlechtes Omen, doch offensichtlich sind die Ostwestfalen nicht besonders abergläubisch. Denn heute Abend spielen Phoenix und Noah And The Whale im Ringlokschuppen. Es scheint also mehr ein Glückstag für die französische Band Phoenix zu sein, denn das Konzert ist restlos ausverkauft. Es gibt noch nicht mal eine Abendkasse.

Bilder zum Konzert
Homepage von Phoenix
Homepage von Noah and the Whale


Um 20 Uhr beginnt das Londoner Quartett Noah And The Whale. Ihre Musik ist ruhiger Folkrock, der mit viel Liebe zum Detail arrangiert ist. Während ihres Auftrittes füllt sich die kleine Halle mehr und mehr, so dass sich immer mehr geneigte Zuhörer einfinden. Hier und da kann man schon Leute entdecken, die fleißig mitklatschen und tanzen. Insgesamt präsentiert die Band fünf Lieder innerhalb einer halben Stunde. Der Höhepunkt des Sets ist gleichzeitig das Ende, als es in dem Lied „1st Days Of Spring“ zum Abschluss sogar noch mal ein wenig lauter wird. Mittlerweile haben Noah And The Whale einen großen Teil des Auditoriums von sich überzeugen können und somit gibt es zum Abschied noch einen großen Applaus.

Gegen 21 Uhr wird es dunkel auf der Bühne und die Spannung wächst. Schließlich kommt die französische Band Phoenix auf die Bühne. Nach einem sehr kurzen Intro wird das Set direkt mit der aktuellen Single „Lisztomania“ vom 2009 veröffentlichten „Wolfgang Amadeus Phoenix“ eröffnet. Ein perfekter Opener für diesen Abend. Das Publikum zeigt sich auch von der ersten Sekunde an begeistert und tanzt, klatscht und singt zum Lied.
Direkt im Anschluss folgt die nächste Single „Long Distance Call“ und auch hier glänzt das Publikum durch absolute Textsicherheit. Bereits im nächsten Lied gibt es das absolute Publikumshighlight. Sänger Thomas Mars zeigt sich publikumsnah und nimmt ein Bad in der Menge. Die Ostwestfalen sind begeistert und drängen sich ihrem Idol entgegen.
Es folgt ein Querschnitt durch die Alben, bei dem natürlich die Hitsingles „Run Run Run“ und „If I Ever Feel better“ nicht fehlen dürfen.
Optisches Highlight am heutigen Abend wird das Lied „Love Like A Sunset“, welches als Instrumental daherkommt und durch eine detailverliebte Lightshow glänzt. Diese wird überraschenderweise nicht von den regulären Spots produziert sondern ein Beamer projiziert das Licht an die Verstärker sowie das Drumkit. In einem sehr ruhigen Teil dieses Liedes, in dem sich die beiden E-Gitarristen der Band gegenseitig abwechseln, hält der Beamer dann sogar als Spotersatz her und leuchtet mit kreisrunden Kegeln die beiden Musiker an. Thomas Mars, der währenddessen einen seiner Bühnenmonitore als Kissen missbraucht und auf dem Boden liegt, steht nun langsam auch wieder auf, so dass „Love Like A Sunset Part II“ angestimmt werden kann.
Mit „Rome“ wird der letzte Teil des Hauptsets eingeleitet, ehe die Band dann von der Bühne geht. Das Publikum will die Band aber nicht einfach so gehen lassen und fordert laut nach einer Zugabe. Diese kommt dann auch.
Zuerst finden sich nur Sänger und ein Gitarrist auf der Bühne ein, um eine langsame Akustikversion ihres Tanz-Hits „Everything Is Everything“ zu performen.
Direkt im Anschluss kommen die anderen Bandmitglieder zurück auf die Bühne, um noch ein Mal „Napoleon Says“ und „1901“ ihren Hit aus der O2 Werbung zu spielen. Bei letzterem Lied sucht man Thomas Mars auf der Bühne vergeblich. Nach kurzer Zeit der Dunkelheit wird schließlich ein Tresen angestrahlt und dort steht er, um das Lied zu singen.

Nach fast 90 Minuten ist dieses extrem atmosphärische und tanzbare Konzert dann leider zu Ende und die Besucher gehen zufrieden nach Hause.