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Konzertbericht

Bands
James Levy
Philipp Poisel

Locations
Ringlokschuppen



Datum: 04.02.2009

Deutschpop in Bielefeld

Philipp Poisel spielen im Ringlokschuppen

Bielefeld (bf)    Eigentlich hätte das Konzert von Philipp Poisel bereits am 21.11.08 stattfinden sollen. Es gab allerdings eine krankheitsbedingte Absage der neue Termin war nun also am letzten Mittwoch Abend. Das Konzert fand in der kleinen Halle statt, die nur zur Hälfte gefüllt war.

Bilder vom Konzert
Homepage von Philipp Poisel
Homepage von Levy


Eröffnet wird der Abend von New Yorker James Levy. Eine sehr gute Wahl, denn seine ruhige Musik passt sehr gut zur Musik von Philipp Poisel. Und so gibt es ein klares Bild auf der Bühne: Ein Mann, eine Gitarre und ein Mikrofon. Ohne jegliche Rockstar Posen (die auch sehr unangebracht wären), steht er also fast ganz still auf der Bühne und gibt seine Lieder zum Besten. Diese kommen beim Publikum übrigens gut an und es gibt bereits viel Applaus. Übrigens, das Gerücht, dass Bielefeld nicht existiert scheint auch hartnäckig über die Grenzen von Deutschland zu existieren. So gibt es an diesem Abend noch mal einen kurzen Kommentar, das „Bielefeld does not exist“. Ach ja vielen Dank. Hatte ich glatt vergessen.

Kurze Zeit später beginnt der Auftritt von Philipp Poisel. Die Band hat im August 2008 ihr Debütalbum „Wo fängt dein Himmel an?“ veröffentlicht. Die gleichnamige Single findet hier viel Gehör. Neben diesem Lied werden noch viele andere Stücke des Albums gespielt. Zu ausgewählten Liedern gibt es ein paar einleitende Worte oder kurze Anekdoten. Für die Lieder „Seerosenteich“ und „Schweigen ist silber“ verschwindet die Band kurz von der Bühne und nur noch der Sänger und Namensgeber der Band steht auf derselbigen, um diese Lieder solo vorzutragen. Dadurch entsteht noch mal eine besonders intensive Atmosphäre. Die Lightshow und die Bühnenperformance werden sehr dezent gehalten, damit einzig die Musik im Mittelpunkt steht. Genau das richtige, für ein Konzert auf einem Werktag.
Die Pärchenquote ist an diesem Abend sehr hoch (geschätzte 70-80%), so scheint es, als ob die kleine Halle zu einem riesigen Kuschelsaal wird. Der passende Soundtrack dazu wird live geliefert.
Meine persönlichen Highlights sind die Lieder „Als gäbs kein Morgen mehr“ und „Heute hier morgen dort“. Letzteres Lied hat mich in der Grundschule bis zum abwinken verfolgt, ja fast in den Wahnsinn getrieben. In dieser Coverversion hat es einen völlig neuen Reiz bekommen. Grade der Text passt natürlich auch perfekt zum Kontext des Tourlebens.
Philipp Poisel bieten hier einen wirklich schönen Konzertabend, auch wenn sie es keinem allzu großen Publikum präsentieren konnten.