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Omas Teich
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Baumschule



Datum: 26.07.2013

ABGESAGT

Omas Teich 2013

Großefehn (m2w)    Wir haben schlechte Nachrichten, sehr sehr schlechte Nachrichten: Auf Grund der schlechten Finanzlage mussten die Omas Teich-Veranstalter leider kurzfristig die Notbremse ziehen. Weitere Infos im Artikel.
Auch 2013 rockt Oma wieder am Teich. Mittlerweile ist das keine Selbstverständlichkeit mehr und nur mit viel Mühe konnte das Festival in diesem Jahr, welches neben internationalen Top-Acts, wie der Bloodhound Gang und Fall Out Boy auch viele deutschsprachige Hochkaräter bietet, auf die Beine gestellt werden.


Kettcar werden eines ihrer vorerst letzten Konzerte beim Omas Teich geben, bevor Sänger Marcus Wiebusch erstmal solo weiter macht. Foto: Marcel Linke

Wie die Veranstalter mitteilen wird es kein Omas Teich Festival 2013 geben. Auch alle Planungen für 2014 sind auf Eis gelegt. Ob es eine Zukunft für das Festival gibt ist unklar.

Leider lief der Vorverkauf zu schleppend. Durch eine geplatzte Zwischenfinanzierung musste die Durchführung des Festivals nun gestoppt werden.

Infos zur Ticketrückgabe können leider noch nicht gemacht werden. Wer Systemtickets gekauft hat sollte sich direkt an Ticketmaster oder Nordwest-Ticket wenden. Außerdem kann mit dem Omas Teich-Ticket das Greenville-Festival besucht werden.

Fast sah es so aus, als sei Oma gestorben. Doch sie wurde wieder belebt und kann nun wieder tanzen und rocken.

Nach dem Festival 2012, welches mit den Kaiser Chiefs, The Wombats und Maximo Park ungefähr gesamt England leer gebucht hat, blieb in der Kasse ein Minus von 100.000 Euro übrig. Für ein Festival, wie das Omas Teich ist das viel.
Es wurde lange nach einem Investor gesucht und fast sah es so aus, als ob es 2013 kein Festival in Großefehn geben wird. Hier kommt nun der Veranstalter des, am selben Wochenende stattfindenden, Greenville Festivals, Creative Talent, ins Spiel. Sie investierten in das Omas Teich-Festival und brachten es gemeinsam mit Lake Entertainment wieder auf die Beine.

So viel zur abgewendeten Pleite. Meine Damen und Herren: In Ostfriesland darf wieder gerockt werden. Und obwohl es viele nach so einem Einschnitt wohl erstmal langsam angehen lassen würden, wird beim Omas Teich wieder groß aufgetragen. Klar, dieses Jahr wird das 15-jährige Bestehen des Festivals gefeiert. Angefangen hat alles mit einer Privatparty aus der mittlerweile ein Festival mit 10.000 Besuchern geworden ist.

Bislang gab es immer nur zwei Bühnen auf dem Festival. Letztes Jahr ist noch eine Newcomer-Bühne hinzu gekommen. Diese Newcomer-Bühne die vor allem Bands aus der Region eine Plattform bot wurde nun umbenannt in „Back to the Roots“-Bühne und bietet feinstes Programm: Am Freitag treten hier unter anderem die neuen Punkrock-Helden Captain Planet auf. Mit Tim Vantol konnte man allerdings einen Musiker buchen, der in die Fußstapfen von Chuck Ragan tritt und mittlerweile schon einige Bekanntheit für seinen Folkpunk erlangt hat.
Sehr gut aufgetragen wird am Samstag mit den Indie-Rockern Tusq und den Rock'n'Rollern John Coffey. Who Killed Frank?, die schon auf dem Hurricane gespielt haben, dürfen auch beim Omas Teich das Programm auf der „Back to the Roots“-Bühne eröffnen.

Größer trägt die „Kathedraal“-Bühne auf. Damit hat die Zeltbühne nun auch einen eigenen Namen. Hier beginnt das Programm gleich am Freitag mit den Death Letters. Mit OK Kid und MC Fitti gibt es dann gleich zwei Hip Hop-Hypes in diesem Jahr in der Kathedrale. Für Abwechslung sorgen am Freitag auf der Zeltbühne die Japandroids. Sie werden am ehesten verglichen mit den White Stripes. Dieses Jahr durften sie in der Mitsubishi Electric Hall in Düsseldorf schon für The Gaslight Anthem eröffnen.

Am Samstag werden Findus und Herrenmagazin die Zeltbühne rocken. Die ersten spielen härteren Punk, die letzteren konnten sich mit ihrem Indie-Rock eine Fangemeinschaft erspielen.
Am Abend wird das Programm abgerundet mit den Audiolith-Acts Supershirt und Egotronic.

Die Hauptacts spielen allerdings natürlich auf der Hauptbühne. Diese spielt, wie schon in den vergangenen Jahren immer abwechselnd zur Zeltbühne. Hier hat man schon am Freitag mit Jupiter Jones und Kettcar zwei klasse Bands der ernstzunehmenden deutschsprachigen Rockmusik gebucht. Die Texte sind bei beiden Bands wahrscheinlich genauso tiefgründig und abwechslungsreich. Jupiter Jones kommen aus dem Punkrock und zelebrieren diesen auch immer noch. Damit sind sie leicht schneller und definitiv lauter als Kettcar, auch wenn es selbst bei den Jungs immer wieder Balladen auf dem Album gibt. Jupiter Jones können halt beides, laut und leise, schnell und langsam.
Hiervor müssen sich Kettcar auch nicht groß verstecken. Die E-Gitarren sind zwar nicht so verzerrt, wie bei Jupiter Jones. Laut und leise, schnell und langsam können sie aber auch.
Zuletzt waren Kettcar 2010 in Großefehn. Damals verabschiedeten sie sich von ihrem alten Schlagzeuger. Auch dieses Jahr gibt es wieder einen Abschied. Kettcar spielen 2013 für lange Zeit ihre letzten Konzerte. Danach ist erstmal Pause. Marcus Wiebusch, Sänger der Band, wandelt auf Solopfaden und das könnte wohl genauso ausarten wie bei Thees Uhlmann und Tomte.

Für großen Spaß werden nach Jupiter Jones und Kettcar, die Berliner Bonaparte sorgen. Aufgetreten wird grundsätzlich in Kostümen, gespielt wird Indiepunk und gefeiert wird eine Abrissparty! Ein guter Ausklang für die Festivalbesucher kurz nach Mitternacht.

Auch der Samstag kann sich sehen lassen. Es beginnt mit Feine Sahne Fischfilet. Die Ska-Punk-Band aus Mecklenburg-Vorpommern konnte von sich reden machen, da sie vom Verfassungsschutz beobachtet wurde. Noch besser ist allerdings die Musik. Da skandiert die Band dann auch schonmal „Ich bin komplett im Arsch“ und beweist mit einem sehr tanzbaren Ska, dass man sie dies wohl erst nach dem Konzert ist, aber nicht währenddessen.
Am Nachmittag kann dann zu den Klängen von Frittenbude getanzt werden, bevor es mit Millencollin und Fall Out Boy richtig laut wird. Die beiden Punkbands können und wollen keine leisen Töne spielen. Somit sind sie perfekt für ein Festival geeignet, wie wir finden. Pogo und moshen ist angesagt.
Um die Lage im Nachhinein etwas abzukühlen tritt der gute Thees Uhlmann auf. In den letzten zwei Jahren zog er mit Songs, wie „Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf“, „Delta bis zu den Quellen“ oder „Und Jay-Z singt uns ein Lied“, durch das Land. Mittlerweile ist ein Nachfolgealbum angekündigt und an eine Tomte-Reunion noch nicht zu denken.
Den krönenden Abschluss wird dann die Bloodhound Gang bringen. Die Band ist für ihre vulgären Live-Shows bekannt und beliebt bei den Fans. Da kann es dann auch schonmal passieren, dass diverse körperliche Ausscheidungen nicht dort landen wo sie hingehören. Auch ihre Texte sind mit „Foxtrot Uniform Charlie Kilo“ oder auch „The Bad Touch“ nicht immer jugendfrei. Über die Hintertür propagiert die Bloodhound Gang ein sehr freizügiges Leben.

Das gesamte Line-Up und die Spielzeiten könnt ihr hier nochmal nachlesen.

Wann: 26.07.2013-27.07.2013
Wo: ehemalige Baumschule Kortmann, Westgroßefehn

Tickets:
3-Tages-Ticket ohne Camping ab 69 Euro
3-Tages-Ticket inkl. Camping ab 89 Euro
3-Tages-Ticket inkl. Womo ab 99 Euro
5 Freunde 3-Tages-Ticket inkl. Camping ab 358 Euro
Tagesticket Freitag ohne Camping ab 44 Euro
Tagesticket Freitag inkl. Camping ab 64 Euro
Tagesticket Samstag ohne Camping ab 44 Euro
Tagesticket Samstag inkl. Camping ab 64 Euro

Alle Infos auch auf http://www.omas-teich.de

von Janna Becker