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Vorbericht

Bands
Acacia
Agnostic Front
H2O
Hatebreed
Stick To Your Guns

Locations
Turbinenhalle



Datum: 12.01.2013

EMP Persistence Tour 2013

All Killer, no Filler

Oberhausen (meb)    Am 12.01.2013 machte die EMP PERSISTENCE TOUR in der Oberhausener Turbinenhalle halt. Wie gewohnt mit einem dicken LineUp welches in diesem Jahr überwiegend aus US Amerikanischen Hardcorebands wie HATEBREED, AGNOSTIC FRONT, H2O, STICK TO YOUR GUNS sowie THE ACACIA STRAIN besteht. Das LineUp vervollständigen die sympathischen NEAERA aus Münster.

EMP PERSISTENCE TOUR 2013 (Stick to your Guns) Foto: Markus Ebbert

Den Anfang machten um Punkt 18.00 Uhr THE ACACIA STRAIN. Trotz der gewohnterweise schwierigen Aufgabe des Openers wurde hier deutlich klar, dass hier keine Unbekannten oder Anfänger auf der Bühne standen. Obwohl die Turbinenhalle zu diesem Zeitpunkt noch nicht ansatzweise gefüllt ist, geht das Publikum vom ersten Akkord an mit und mosht bereits beim ersten Song als wäre es der letzte des Abends.

Als nächstes haben bereits NEAERA das Vergnügen. Bis über beide Ohren grinsend betritt Frontmann Benny Hilleke beim Anblick der mittlerweile gut gefüllten Turbinenhalle die Bühne. NEAERA geben von Anfang an Vollgas und nehmen keine Gefangenen. Unglaublich agil agieren die 5 Musiker auf der Bühne, was Sänger Benny zum Verhängnis wird, als er die äußert wacklige und löchrige PA vor der Bühne betritt, um näher am Publikum zu seien. Gleich 2x hintereinander haut es ihn von den Beinen, was seiner offensichtlich guten Laune und seiner Performance allerdings nicht weiter schadet. Neben einem groben Querschnitt ihrer bisherigen 5 Alben zocken die Münsteraner ebenfalls den Titelsong ihres kommenden Albums "Ours is the Storm"(VÖ 01.03.2013).

Nachdem Neaera die Bühne verließen und in einer knackig kurzen Pause die Bühne umgebaut wurde, wirds nun wieder amerikanisch. Lautstark und textsicher werden STICK TO YOUR GUNS willkommen geheißen. Auch Stick to your Guns überlassen nichts dem Zufall und hauen mit "We Still believe" und "Against them all" einen Brecher nach dem anderem raus.

Nach einer weiteren kurzen Umbaupause ertönt nach der mittlerweile bekannten Umbaupausen-CD das Intro zu H2O an. Mit Jay Z`s "Empire State of Mind" wählten die New Yorker eine wunderbare Hommage an ihre Heimatstadt. Diese sorgte aber bei einigen Besuchern für ähnlich viel Verwirrung wie das Coldplay T-Shirt von Sänger Toby Morse. Mit dem ultrakurzen aber unglaublich eingängigen "Nothing to Prove" und "Family Tree" hauen H2O gleich zu Beginn ein fettes Doppelpack raus, wobei sie sehr zur Freude der Fans und aufgrund der Kürze "Nothing to Prove" gleich 2x hintereinander zocken. Im Laufe des Sets erklärt Toby Morse - als hätte er die fragenden Gesichter bzgl. seines Coldplay Shirts gesehen - ein offenes Herz und einen offenen Geist für alles neue und Fremde zu bewahren, und sich nicht einschränken zu lassen. Gute Ansage. Offensichtlich sollte sich ein Großteil des Oberhausener Publikums diese Ansage zu Herzen nehmen, denn im Anschluss daran spielte Bassist Adam Blake das Riff vom The Clash Song "Brand New Cadillac". Auf die Frage wer diesen Song kenne, gingen gerade einmal 2-3 zaghafte Hände in die Luft. Im Anschluß daran spielte Adam Blake noch "For Whom the Bell tolls" von Metallica, welches scheinbar mehreren Zuschauern bekannt zu seien schien, und als Toby Morse noch Pennywise` "Bro Hymn" anstimmte, war das anfängliche Entsetzen über die Wissenslücke wieder vergessen. Als Abschluss gabs noch "What happend" und schon gings wieder in die Umbaupause.

Nachdem der winzige H2O Backdrop durch den mächtigen AGNOSTIC FRONT Backdrop getauscht wurde, und Ennio Morricones "The Good the Bad The Ugly" erklang betrat auch schon die an diesem Abend dienstälteste Band die Bühne. Wie wild begrüßt wurden sie von der inzwischen bis zum Bersten gefüllten Turbinenhalle. Zu Beginn lief auch noch alles Rund bei den 5 Jungs aus der Lower East Side, NY. Doch immer und immer wieder fiel unter anderem Vinnie Stigma`s Gitarre aus, teilweise aufgrund technischer Störungen, teilweise durch seine Performance bei der er selber dafür sorgte dass das Kabel aus dem Amp flog. Mit Knallern wie "My Life my Way" oder "For my Family" machten AF auch nichts verkehrt, allerdings ließ die gesängliche als auch die körperliche Kondition von Frontsau Roger Miret arg zu wünschen übrig, so fiel es ihm selbst bei DER Agnostic Front Hymne "Gotta Go" spürbar schwer die Töne zu treffen, weswegen immer häufiger Bassist Mike Gallo gesanglich einsprang.

Als allerletzte Band des Abend betreten HATEBREED die Bühne. Langerwartet und frenetisch abgefeiert eröffnen sie ihr Set mit "To the Threshold", dicht gefolgt vom neuen Output "Put it to the Torch" bei denen bereits unzählige Crowdsufer das Publikum bedecken. Es folgen Knüller wie "Defeatist", "Before Dishonour", "This is now" und die bekannten Zugaben "I will be Heard" und das brettharte "Destroy Everything". Alles in allem bot der Gig von Hatebreed keine Überraschungen - aber wer möchte das schon bei einer Hatebreed Show? "All Killer, no Filler!"

Fotos zur Persistence Tour