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Datum: 06.09.2025

Logistik? Können die!

Das Seventyfive Reloaded lief erfolgreich

Nordhorn (ml)    Bei bestem Spätsommer-Wetter konnten die Gebrüder Rigterink, Geschäftsführer der Logistikfirma Rigterink in Nordhorn, endlich ihr Festival beenden, welches sie letztes Jahr begonnen hatten und welches durch ein Unwetter abgebrochen werden musste. Dieses Mal verlief alles reibungslos zu bester Musik von besten Bands.

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Zum Abschluss des Seventyfive Festivals heizte Bosse dem Publikum nochmal ein. Foto: Marcel Linke

Geparkt wird heute nicht direkt am Festivalgelände. Für diejenigen, die von außerhalb kommen steht ein Besucherparkplatz zur Verfügung. Von dort fahren Shuttlebusse zum

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Festivalgelände auf dem heute bis zu 5.000 Besucher erwartet werden. Zurecht! Denn hier hat man ein wirklich exquisites Line-Up bereitgestellt.
Eigentlich sind Firmenjubiläen ja eher so standardmäßig besetzt. Je nach Größe der Firma gibt es einen Betriebsausflug oder ein Fest mit Hüpfburg für die Kinder der Mitarbeiter und abend spielt dann, wenn man Glück hat irgend ein B-Schlager-Promi oder auch nur eine Top 40-Band. Bei größeren Firmen geht das auch durchaus etwas besser. Hier werden für die Mitarbeiter auch durchaus mal A-Klasse-Popsternchen gebucht.

Nicht so bei Rigterink. Die drei Brüder Arne, Helge und Eike Rigterink sind selber Rockfans, besuchen auch Rockfestivals und wollten genau so etwas zum 75-jährigen Jubiläum ihrer Logistikfirma haben. Das war letztes Jahr. Gespielt haben Tim Vantol, Esther Graf und Thees Uhlmann. Nicht mehr gespielt haben Royal Republic und Bosse. Das Festival musste aufgrund eines starken Unwetters abgebrochen werden.

Hinter der Bühne, niedergeschlagene Menschen, so berichtet es Bosse dieses Jahr. Schnell stand fest, das Festival muss zu Ende gebracht werden. Royal Republic sowie Bosse sagten auch direkt zu. Dazu kamen noch Kettcar und die Donots.

Als Opener durften Zecondz ran, die direkt aus der Gegend kommen. Die noch sehr junge Band aus dem benachbarten Lingen konnten überzeugen und spielten auf einem Gelände, welches sich langsam füllt, eine klasse Rockshow mit vielen Heavy-Metal-Riffs runter. 

Nach einer wirklich sehr kurzen Umbaupause ging es dann mit Kettcar weiter. Es ist das letzte Konzert zum aktuellen Albumzyklus. Fürs erste ist nichts geplant. Die Band möchte nun erstmal Songs schreiben. In Nordhorn gehen Kettcar mit "Auch für mich 6. Stunde" auf die Bühne. Neben der Bühne schauen sich von Anfang an Ingo von den Donots und Bosse den Auftritt an. Und weil die Band mit "München" und "Sommer '89" auch politisch wichtige Songs im Angebot hat, scheint Ingo das so abzufeiern, dass auch Marcus Wiebusch dazu ein Wort verlieren muss. Er fordert das Publikum auf, bei 3 einmal den Sänger der Donots laut zu rufen. Gesagt, getant, es hat geklappt. Ingo kam auf die Bühne, grüßte kurz und verschwand dann wieder.
Jetzt wurden nämlich auch die ersten Liebeslieder mit "Rettung", "48 Stunden" und "Balu" gespielt. Der Band war es aber auch wichtig lobend die Festivalorganisation zu erwähnen. Zum ersten Mal in Nordhorn, dann bei einem "Firmenfest", da ist man dann schon etwas skeptisch. Aber die Rigterink-Brüder versicherten: "Logistik? Können wir.". "Und so hat man dann Royal Republic von Malmö nach Hamburg gefahren, dort dann Kettcar aufgeladen, irgendwo stieß dann noch Bosse dazu um über Osnabrück nach Ibbenbüren zu fahren um die Donots mitzunehmen. Und Zecondz? Die waren schon vor Ort." So hat es Reimer Bustorff erzählt. Ganz stimmt das jedoch nicht. Die Donots sind heute indivuell angereist. Kann man so machen, kann dann aber auch zu Autopannen führen. Dazu später mehr.
Man wollte Zecondz etwas länger spielen lassen, sodass sich der Zeitplan etwas verschoben hat. Kettcar gingen deshalb leicht später auf die Bühne. Es wurde dennoch eine gute einstündige Festivalshow mit Publikumslieblingen, wie "Balkon gegenüber" oder "Kein Außen mehr". Als Reimer den letzten Song ankündigen wollte, hat Marcus ihn jedoch schnell korrigiert. Zwei Songs hat die Band noch. Wir denken, die Donots haben einen Song zugunsten der letzten Kettcar-Show vor der Pause, abgegeben. Den Abschluss machen "Landungsbrücken raus" und "Deiche", absolute Klassiker der Band.

Auf das Donots-Konzert warteten die Besucher gespannt. Auch wenn die Band aus der Region kommt heißt das nicht, dass unbedingt alle Mitglieder gleichzeitig auf der Bühne stehen. Zu Beginn des Festivals kam die Nachricht rum, dass Alex eine Panne hat. Jedoch verläuft glücklicherweise alles gut, der ADAC hat ihn schnell abgeschleppt, er hat das Auto der Mutter bekommen und ab geht es. Gerade noch rechtzeitig kam er zum Konzert der Band in Nordhorn an und wird von seinen Kollegen aufgezogen, dass sie ihn hinterher nicht mit nach Hause nehmen und er zu Fuß zurück muss. Der Weg nach Hause ist ja aber glücklicherweise nicht ganz so weit, wie sonst. Und so starten die Donots mit "Auf sie mit Gebrüll" und machen direkt weiter mit "Calling". Singt Ingo sonst die meisten Songs, darf auch sein Bruder Guido mal ran. Der E-Gitarrist singt "Problem kein Problem". Wo sonst noch "Augen sehen" auf der Tour gespielt wird, hat man diesen Song aufgrund des engen Zeitplans gestrichen, denn einige Klassiker möchte man sich nicht nehmen lassen.
So der obligatorische Circle Pit zu "Kaputt". Dieses Mal angeführt von Arne Rigterink, der sich mitten in den Moshpit gestellt hat und dort von Ingo entdeckt wird.
Recht fix kommt nach einem kurzweiligen Konzert das Finale mit "Whatever Happened To The 80s", "We're Not Gonna Take It" bei dem Ingo noch einmal crowdsurfen geht und dem abschließenden "So Long".

Nun geht es in das abschließende Line-Up des letzten Jahres. Royal Republic holen ihr Konzert nach während es in die Dämmerung geht und langsam dunkel wird. Royal Republic plaudern auch ein wenig aus dem Nähkasten. Vor 15 Jahren haben die Donots sie auf ihre erste Tour mitgenommen. Dafür sind die Schweden den Ibbenbürenern immer noch dankbar. Die Band spielt viele ihrer Klassiker, wie "Full Steam Spacemachine" und "Tommy-Gun". Adam Grahn lässt sich zwischendurch auch ein Bad in der Menge nicht nehmen und spielt einige Songs auf einem Podest mitten im Publikum.

Den Abschluss des Seventyfive Festivals macht Bosse. Mit "Alles ist jetzt" kommen Aki und seine Band auf die Bühne. Es ist unglaublich voll vor dieser. Den Essensständen sind nun langsam auch die Lebensmittel ausgegangen. Wir würden sagen: Auf den Punkt kalkuliert. Essen möchte zum Headliner ohnehin niemand mehr kaufen. Er erinnert sich nochmal an das Unwetter letztes Jahr und findet es gut, dass zum Reloaded dieses Festivals so viele Leute erschienen sind. Außerdem wünscht sich Aki, dass es eventuell mit dem Festival weiter geht. Nun ist allerdings erstmal noch sein Konzert dran. Genauso wie die beiden Vorgänger geht auch Bosse durchs Publikum. Zu "3 Millionen" sucht er hier den Kontakt mit dem Publikum.
Mittendrin spielt die Band ein Acoustic-Set aus "Sunnyside" und "Alter Strand". Nach "Frankfurt Oder" und "All-Time Favourite" darf dann allerdings auch "Schönste Zeit" nicht fehlen, bei dem das ganze Publikum nochmal mitsingt. Auch bei "Vier Leben" singt das Publikum mit. Es wird von der Bühne aus ein Kanon angestimmt, alle liegen sich in den Armen und Schunkeln zur Musik. 
Als Abschluss des Abends und auf rund 10 Minuten ausgedehnt spielen Bosse und die Band noch "Der letzte Tanz" und entlassen das Publikum in die Nacht.

Und auch hier wird wieder eines klar: Logistik? Können die! Die Abreise der Shuttle-Busse und der Fans in Richtung Besucherparkplatz erfolgt reibungslos. Ebenso schnell, wie man 5.000 Besucher auf das Gelände bekommen hat, werden diese wieder zu ihren Autos gefahren. Einen Vorteil hat das übrigens auch noch: Es gibt keinen Stau vom Parkplatz runter.

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Bands: Bosse Donots Kettcar Royal Republic Zecondz
Locations: Rigterink
Allgemein: Konzertbericht

Datum: 06.09.2025