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Datum: 12.12.2010

Fest van Cleef Interviews (3/5): An Horse

Bielefeld (m2w)    von André Siekmeier und Marcel Linke

Für die Nachtschwärmer des heutigen Sonntag Abends ist dies der letzte Teil für heute. Alle Bands, die auf der kleinen Bühne gespielt haben, haben wir mit An Horse und in den vergangenen Teilen Tim Neuhaus und Nils Koppruch, interviewt. Morgen kommen dann zwei Bands von der großen Bühne. Young Rebel Set und Thees Uhlmann, der auch einer der Gründer und Initiatoren des Fest van Cleefs und des Labels Grand Hotel van Cleef ist.

Foto: Chris Noltekuhlmann

Bericht zum Konzert
Homepage von An Horse


Das ist euer erstes Mal, dass ihr auf dem Fest van Cleef spielt. Was sind eure Eindrücke der letzten Tage?
Kate: Es war überwältigend. Tolle Menschen, tolle Bands.
Damon: Ein tolles Publikum. Gutes Cathering. Es war sehr toll, es war auch sehr relaxt.
Kate: Ich wünschte es wäre so jeden Tag.

In Berlin war zwischen der Columbiahalle und dem Columbiaclub ein Weihnachtsmarkt. Gibt es irgend etwas ähnliches in eurer Heimat?
Kate: Nein, wir haben nichts ähnliches. Ich habe von so etwas noch nie zuvor gehört. Leider haben wir es auch nicht geschafft da hin zu gehen. Vielleicht das nächste Mal.

In letzter Zeit gab es Remixes von euren Songs, unter anderem Postcards in zwei Versionen von JA!KOB Basslaster und Rampue. Wie fandet ihr diese Remixes?
Damon: Es war vor allen Dingen das Label Audiolith die das in einen Topf geworfen haben. Die haben zwei Remixes gemacht. Sie haben dann nachgefragt beim Grand Hotel van Cleef, die es dann an uns geschickt haben. Wir haben das dann gehört und dachten uns großartig, sie sollen dem nachgehen. Remixe sind solche Sachen, die ich auch mag. Wir hatten leider lange Zeit nichts in der Richtung gehabt.
Kate: Das einzige, was sicher gestellt werden musste ist, dass wir sie mögen und wir mochten sie sehr. Ich wusste nicht viel über diese Art von Musik, so dass ich es einigen Freunden vorspielen musste, die Ahnung davon hatten und die meinten dann, dass das sehr gut ist. Jetzt verstehe auch ich langsam etwas mehr von der Musik.
Damon: Wir hatten in den USA auch eine EP-Veröffentlichung mit einigen Remixes, auch im Fernsehen und im Radio. Ein paar andere Bands machten Remixes, die ganz cool waren.

Wir kennen ja schon euer Debüt-Album Rearrange Beds. Habt ihr schon mit den Arbeiten für ein zweites Album angefangen?
Kate: Wir haben die Arbeiten schon beendet. Das Album wird April 2011 veröffentlicht.
Damon: In Deutschland wird das so im April oder Mai veröffentlicht. Wir waren einige Monate in Vancouver. Dort haben wir auch das Album aufgenommen.
Kate: Letzte Woche wurde das Album gemastered. Also ist es fertig.

Es wird dann auch wieder vom Grand Hotel van Cleef in Deutschland veröffentlicht?
Kate: Ja, weil dieses Label das Beste in der Welt ist.

Die Bühnen beim Fest van Cleef sind sehr groß, verglichen zu den Bühnen auf denen ihr sonst normalerweise spielt. Als ihr angefangen habt, habt ihr jemals daran gedacht, dass ihr auf solchen großen Bühnen vor 800 Menschen stehen werdet?
Kate: Das ist witzig. Wir haben zusammen in einem Plattenladen gearbeitet und dann damit angefangen zusammen Musik zu machen. Wir haben dann einige kleine Gigs in Pubs in Brisbane gegeben. Aber die erste Tour, die wir jemals gespielt haben war in den USA mit Tegan & Sara und jede Nacht haben wir vor ca. 1000 bis 2000 Menschen gespielt. Von Anfang an in unserer Karriere sind solche großen Bühnen unsere erste Erfahrung.
Damon: So große Bühnen fühlen sich sehr natürlich für uns an, weil wir halt so schnell angefangen haben so große Konzerte zu spielen. Das klingt sehr komisch, weil wir auch vorher in anderen Bands gespielt haben und da normalerweise nur vor sehr wenigen Besuchern. Es ist sehr toll gewesen, gleich von Anfang an ins kalte Wasser geworfen zu werden und gleich von Anfang an vor großen Menschenmengen gespielt zu haben. Es fühlt sich für uns großartig an.

Beim Fest van Cleef spielen 8 Bands. Welches sind eure Favoriten?
Damon: Wir haben uns Kettcar letzte Nacht angeguckt. Die waren super. Außerdem mögen wir auch die Musik von Tim Neuhaus sehr. Wir müssen auch viel tun, so dass wir nicht immer die Chance haben uns alles anzusehen.
Kate: Was ich auch gut fand, war die Show von Thees.
Damon: Ja, Thees fand ich auch gut.
Kate: beat!beat!beat! fand ich auch sehr gut. Ich hab auch ein bisschen von denen gesehen. Ansonsten sind alle Bands, die hier sind, sehr toll.

Wie fühlt es sich denn für euch an, mit so vielen tollen Bands unterwegs zu sein?
Damon: Das ist wirklich toll. Wir reisen ja auch alle zusammen, das ist dann wie ein großer Zirkus.
Kate: Wir sind sehr glücklich, dass wir zu so einer Sache eingeladen worden sind. Das sind die besten deutschen Indie-Bands, mit denen wir unterwegs sind.

Damon, du sagst, dass es wie ein großer Zirkus ist. Also sind alle Bands innerhalb einer Gruppe?
Damon: Ja, wir haben drei Busse. Wir teilen uns einen Bus mit Kettcar und beat!beat!beat!.
Kate: Es ist eine große Party.

Ist das anders als eine normale Show, wo man normalerweise seinen eigenen Bus und der Support oder der Hauptact einen anderen Bus hat?
Kate: Wir haben einige Touren gemacht, auf der wir uns die Busse mit anderen Bands geteilt haben, weil wir nur zwei Personen sind. Nur selten drei oder vier. Es ist nicht wirklich neu für uns einen großen Bus zu haben. Es macht aber sehr viel Spaß, nach der Show in den Bus zu steigen und ein Nachttaxi zu haben.
Damon: Ein kleines bisschen Whisky.
Kate: Ein ganz kleines bisschen Whisky. Das ist alles, was ich benötige und dann schlafe ich 12 Stunden lang.

Ihr spielt heute eure letzte Show 2010. Euer Album erscheint im April. Gibt es noch viel zu tun bis dahin?
Kate: Ja, es gibt noch viel zu tun. Bis Februar haben wir etwas Leerlauf.
Damon: Es gibt immer was zu tun. Fotos, Videos und so weiter.
Kate: Viel Planung.

Also werden wir euch im Fernsehen sehen?
Damon: Ich hoffe doch. Wenn nicht, das Internet.
Kate: Modernes Musik-Fernsehen.

Das Jahresende nähert sich. Was habt ihr für gute Vorsätze für das nächste Jahr?
Kate: Ich mag Vorsätze nicht wirklich.
Damon: Zu viel Druck.
Kate: Vielleicht weniger Schokolade essen.
Damon: Das wird nicht passieren.
Kate: Ja, das wird nicht passieren.

Danke für das Interview.