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Datum: 11.01.2009

Wortwechsel mit Madsen

Bielefeld existiert nicht. Heute spielen wir in Gütersloh

Bielefeld (ml)    Letzten Sonntag waren wir mit den beiden Madsen-Musikern Folli (Keyboard) und Niko (Bass) im Gespräch. Zusammen gestanden sie uns, dass ihre Lieder von einem Supercomputer geschrieben werden, dass sie in Zukunft nur noch Konzerte im Proberaum spielen werden und dass Die Toten Hosen eigentlich bei Madsen im Vorprogramm spielen wollten.

Höre das komplette Interview auf unserer MySpace-Seite.

Foto: zeigt Niko

Bericht zum Bielefeld-Konzert
Homepage von Madsen


Im März habt ihr ja euer Album "Frieden im Krieg" veröffentlicht. Das ist jetzt schon eine Weile her. Was glaubt ihr, wie ist das bei den Fans angekommen?
Niko: Super, also das Album ist total gut angekommen. Wir haben jetzt mittlerweile 10fach-Platin glaube ich. Wir sind jetzt alle Millionäre, haben uns Yachten gekauft. Es ist alles gut. Wir sind total glückliche Menschen. Geld macht glücklich. Wir haben eigentlich alles, was wir brauchen jetzt.
Folli: Bei mir ist es halt ein bißchen schlechter gelaufen. Also ich fang wieder bei Null an, weil das ist so ein bißchen Solidarität für mich. Danke.
Niko: Ich habe natürlich ein bißchen übertrieben. 10fach-Platin ist ein wenig übertrieben. Es sind, glaube ich, nur zweifach. Im Ernst. Also wir denken schon, dass das Album ganz gut gelaufen ist. Wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ich habe die Platte immer noch nicht übergehört.


Das Jahr 2008 ist zu Ende. Was waren eure musikalischen Höhe- oder Tiefpunkte in Bezug auf Madsen?
Folli: Highlights wahrscheinlich ganz klar Rock am Ring, Hurricane, also die großen Festivals. Darf man ja nicht vergessen. Hat richtig Spaß gemacht da zu spielen. Dann im Frühjahr unsere Clubtour. Die war komplett ausverkauft, was uns sehr gefreut hat. Haben wir auch noch nicht gehabt. Tiefpunkt war leider bei den Hosen, Support in Wien, ein Stück nur auf der Bühne. Stimme leider weg. Es ist ein ewiges Auf und Ab im Rock'n'Roll-Geschäft.
Niko: Mehr kann man dazu eigentlich kaum sagen. Wir haben so viel live gespielt. Da gab es so viele Höhepunkte. Eigentlich war jedes Konzert irgendwie cool.


Gibt es da irgend eine Anekdote zu?
Niko: Das ist wirklich immer sehr schwierig nach Anekdoten gefragt zu werden, weil jedes Konzert irgendwie etwas besonderes ist. Anekdoten sind immer so komische Sachen, die passieren und die Außenstehende gar nicht verstehen, aber über die wir dann bandintern so abfeiern können. Fällt dir noch irgendwas ein?
Folli: Wenn die Crew zu viel Zeit hat. Ich glaube, das war in Wien. Da standen die mal und haben andauernd Zettel aufgehängt. Wurststand, Käse, oder Fisch 2 Euro. Du stehst da, konzentrierst dich aufs Spielen, guckst dir dann die Techniker an und die machen nur Scheiß. Gerade, wenn man so auf Tour ist, da gibt es dann einen gewissen eigenen Humor, der sich so entwickelt, den man oftmals dann auch bremsen muss. Deswegen haben wir jetzt auch immer einen Aufpasser dabei, der Sozialpädagogik studiert hat. Der weiß damit umzugehen, sonst eskaliert das. Das ist furchtbar, aber es ist einfach so.


Das Jahr 2008 ist vorbei. Es gab jede Menge gute Plattenveröffentlichungen. Was sind eure CDs des Jahres 2008?
Niko: Auf jeden Fall Airbourne. Die Airbourne-Platte ist super. Da bin ich gerade vor kurzem erst so richtig drauf gekommen, aber das sind im Moment meine Favoriten. Gerade wegen dieser Frontsau von Sänger. Das ist einfach der Gott. Das ist mein persönlicher Gott.
Folli: Ich fand super Udo Lindenberg, muss ich ganz ehrlich gestehen. Da bin ich Fan von. Super Platte. Das neue Kings of Leon-Album ist spitzenmäßig. Und natürlich, ich als Hosen-Fan, "In aller Stille" super. Das sind meine Favoriten


Wie war denn die Hosentour, wie war sie für euch und wie ist das überhaupt zu Stande gekommen?
Niko: Folli ist ja schon sehr lange der größte Hosenfan in der Band.
Folli: '85 hab ich mir die "Damenwahl" gekauft oder von nem Kumpel aufgenommen bekommen. Ich neigte dazu Popper zu werden und dann wurde ich ein bißchen Punk mit zerrissenen Hosen und bin auf die richtige Bahn gekommen.
Niko: Vor drei oder vier Jahren hat er gesagt, wir müssen unbedingt mal bei den Hosen als Support spielen. Wenn wir das geschafft haben, dann bin ich raus, hat er gesagt. Es gab in letzter Zeit so ein paar Probleme mit Folli in der Band und wir hätten ihn eigentlich ganz gerne raus aus der Band. Wir hätten gerne Ersatz. Deswegen haben wir dann angefragt, ob es nicht machbar ist, ein paar Supportdinger zu spielen und das hat dann auch geklappt. Diese Tour ist Folli jetzt noch dabei, aber zur nächsten Platte haben wir uns schon geeinigt wird er dann ausgezahlt und kriegt seine Rente.
Folli: Ich wander aus nach Irland. Ich möchte mir jetzt so einen Bart und nur so irische Sauflieder spielen und Whiskey trinken. Das ist jetzt meine neue Berufung mit 50.


Also, so wie ich das jetzt verstanden habe, habt ihr also die Toten Hosen gefragt und die waren Feuer und Flamme und nicht andersrum.
Folli: Irgendwie so ist das zu Stande gekommen. Na klar, wir sind die beste Band der Welt. Die können sich freuen, dass so Leute wie wir, im Vorprogramm überhaupt spielen wollen. Haben uns dafür auch Geld gezahlt. Also die gesamte Gage, die die Hosen verdient haben, haben wir dann gekriegt.
Niko: Eigentlich wollten sie ja bei uns im Vorprogramm spielen, aber da haben wir gesagt. Ja komm, also wir lassen euch mal den Vortritt.


Wobei, die Idee an sich wäre ja mal nicht schlecht. Die Hosen im Vorprogramm von Madsen macht ihr das nächste Mal.
Niko: Ja, wär super.

Gab es bei der Hosen-Tour irgendwelche skurrilen Geschichten und wie ist das Publikum auf euch zugegangen. War das in Ordnung?
Niko: Im voraus hatten wir ziemlich viel Schiss, dass die uns ausbuhen. Aber wir haben das ganz geschickt gelöst. Wir haben zwischen den Songs keine Pausen gemacht, damit gar nicht erst die Hosen-Schreie aufkommen. Das hat ganz gut geklappt. Ab und zu, wenn wir 10 Sekunden Pause hatten. Da gingen die ersten Schreie los, aber dann haben wir sofort das nächste Lied angestimmt und dann hat sich das auch erledigt.

Was war denn für euch das bisher beste bzw. schlechteste Konzert eurer Karriere?
Niko: Also, das beste kann man immer schlecht sagen. Aber das schlechteste war auf alle Fälle das letzte Konzert mit den Hosen. Weil wir da eben nur ein Stück spielen konnten.
Folli: Es fing ja gut an, aber wir haben leider nur ein Stück gespielt. Es war unser kürzestes Konzert in der Geschichte von Madsen. 3:30 glaube ich waren es.


Welches Stück habt ihr denn da noch gespielt?
Folli: Ja oder nein. Und dann war ganz klar nein. Da hat sich die Frage gestellt, ja, schaffen wir es, nein, wir schaffen es nicht.
Niko: Das beste Konzert war eigentlich Buenos Aires vor drei Jahren, wo wir vor 150.000 Leuten gespielt haben.
Folli: Da hast du wieder irgend etwas durcheinander gekriegt. Das Problem bei Nico ist halt einfach Realitätsverlust.
Niko: Hä, was willst du jetzt?
Folli: Das war nicht Buenos Aires. Das war Sydney. Also ich war in Sydney.
Niko: Achso, ich dachte Buenos Aires. Ach, das war einen Tag vorher.
Folli: Wir sind nicht nach Südamerika geflogen, sondern nach Australien. Das haben sie dir wieder falsch erzählt.


Was war denn das für ein Auftritt in Australien?
Folli: Ja, jetzt red dich da mal raus.
Niko: Das war einfach eine Madsenshow auf einer großen Open Air-Bühne. Da waren halt 150.000 Leute ungefähr und die haben uns einfach abgefeiert. Also, da haben wir mehr Fans, als in Deutschland auf jeden Fall.


Open Air war ein gutes Stichwort, Festivalauftritte oder in einen Clubs?
Niko: Also am liebsten spielen wir im Proberaum. Da hört keiner zu, da kann man machen was man will. Das ist am coolsten. Festivals sind irgendwie doof, Clubshows sind auch doof. Eigentlich spielen wir nur noch Proberaum. Jetzt die Tour ist so Ausnahme, wir müssen ja auch ein bißchen Geld verdienen.

Verkauft doch Karten für 500 Euro pro Person für euren Proberaum oder so.
Folli: Das ist eigentlich ganz gut. Stimmt. Können wir über den Fanclub verlosen. 500 ist ein bißchen wenig gerechnet. Wir haben Autos, Häuser, Yachten, Pferde, Hunde... Das will erhalten werden.
Niko: Dann nehmen wir einen Tausender Eintritt pro Person.
Folli: Tausender pro Stück.
Niko: Und für jede Probe dann einfach 10 Leute rein. Dann proben wir eine Woche lang. Dann haben wir für zwei Tage ausgesorgt.
Folli: Wir machen das am Finanzamt vorbei. Schwarz.
Niko: Die müssen alle bar bezahlen. Nichts mit Kreditkarte.
Folli: Dann kann man den Gärtner und den Pförtner auch so bezahlen. Dann können die offiziell noch Hartz IV bezahlen.
Niko: Meine Butler sind eh illegale Einwanderer. Die sind nicht gemeldet in Deutschland.


Ich hoffe Presse wird akkreditiert für dieses Konzert. Mittlerweile haben wir 2009 und das ist heute euer erstes Konzert dieses Jahr. Was habt ihr euch denn für dieses Jahr vorgenommen in Bezug auf eure Konzerte und die Musik?
Niko: Wir spielen dieses Jahr gar nicht so viel live. Wir sind jetzt auf Tour noch bis Anfang Februar. Am 08. Februar ist die letzte Show. Dann wollen wir uns eine kleine Livepause gönnen. Im Sommer vielleicht noch ein, zwei Festivals. Mal gucken. Es steht noch nichts genaues fest eigentlich. Sonst wollen wir uns darauf konzentrieren nochmal ins Studio zu gehen und die nächste Platte aufzunehmen.

Jedes Jahr gibt es neue Vorsätze. Hattet ihr Vorsätze für das Jahr 2009 auf euch selbst bezogen?
Niko: Ich wollte eigentlich mehr rauchen, mehr trinken und mehr Drogen nehmen. Das hat auch gut geklappt bis jetzt.
Folli: Das hast du dir ja letztes Jahr auch schon vorgenommen. Das war letztes Jahr schon so eine Steigerung, dieses Jahr, denke ich, könnte das hin hauen. Ich finde auch, deine Augenränder sind mehr geworden.
Niko: Ich hab jetzt noch mit Koks und Heroin angefangen.
Folli: Freut mich für dich. Ich bin jetzt vegan geworden. Ich hab früher nur noch tote Tiere gegessen. Das war mir einfach zu eklig und ich ess jetzt nur noch Dörrobst und so.
Niko: Ich ess nur noch lebendige Tiere. Hunde, Katzen. Auch nur Tiere, die einen Namen haben.
Folli: Du bist echt eklig.


Ihr seid heute das fünfte Mal in Bielefeld und das vierte Mal im Ringlokschuppen? Was verbindet euch denn mit dieser Stadt und speziell diesem Club hier?
Niko: Bielefeld existiert ja gar nicht.

Und trotzdem seid ihr hier?
Niko: Nee, wir sind ja in Gütersloh. Es ist ja nicht Bielefeld. Bielefeld existiert nicht. Aber der Club hier ist sehr schön.
Folli: Stimmt, einmal mit Wir sind Helden, dann 1LIVE - Das erste Mal, was ja schon unser zweites Mal war und dann einmal in der großen Halle. Da hab ich ein weißes Hemd getragen, weil mein schwarzes dreckig war. Und heute hier. Schön.


Thees Uhlmann hat sich vor dem letzten Tomte-Konzert hier einen Bielefeld-Pullover gekauft. Denkt ihr über ähnliches nach?
Niko: Die gibt es hier ja nicht. Wenn ich das jetzt irgendwo kaufen könnte, würde ich das sofort machen. Da Bielefeld aber nicht existiert existieren definitiv auch keine Bielefeld-Pullover.
Folli: Außerdem ist heute Sonntag und in dem nicht existierenden Bielefeld wird auch kein nicht existierendes Bielefeld auf haben.


Ihr könnte fragen, ob Thees Uhlmann euch den leiht.
Niko: Der ist ja heute nicht da, also können wir uns auch keinen Pullover von ihm leihen.
Folli: Der ist doch dicker als wir. Das sieht dann nicht aus, wenn wir so XXL tragen.


Es hätte ja sein können, dass ihr morgen noch etwas Zeit hier habt.
Folli: Morgen sind wir in Frankfurt. Da können wir uns einen Frankfurt-Pullover kaufen. Weil Frankfurt gibt es.

Der Pullover wäre ja unspektakulär. Wer will denn einen Pullover von einer Stadt, die es gibt?
Folli: Man kann sich ja einen Frankfurt-Pullover kaufen. Das durchstreichen und dann Bielefeld in Klammern drauf schreiben.
Niko: Das bringen wir dann als Modekollektion raus und verkaufen das in Gütersloh. Im Ringlokschuppen in Gütersloh.
Folli: Genau, das wird der neue Zweig vom Bertelsmann-Konzert, T-Shirts, weil die Bücher gerade so schlecht laufen.
Niko: Es kauft ja auch keiner mehr Bücher heutzutage. Es gibt ja Internet, da kriegt man echt alles. Da kann man alles lesen.
Folli: Es gibt ja auch Internetzeitungen und Online-Magazine. Ich les das ja nicht mehr. Da steht jeden Tag was neues drin. Das bringt mich total aus der Fassung.


Gibt es Musiker mit denen ihr gerne einmal zusammen arbeiten wollt?
Folli: Roger Whitaker. Der pfeift so schön. Ich würde gerne ein Metalstück aufnehmen, in dem Roger Whitaker das Solo pfeift.
Niko: Wo du pfeifen sagst. Mit den Scorpions auch. Mit denen müssten wir auch nochmal auf Tournee gehen.
Folli: Wind of Change 2009...
Niko: ...von Folkert Jahnke gepfiffen.
Folli: Gefurzt. Wind of Change gefurzt. Mit einem lustigen Discobeat hinterlegt.


Glaubt ihr denn, dass ihr das hinkriegt mit den Scorpions auf Tour zu gehen?
Folli: In den 80ern hätten wir es gemacht, aber da konnte Niko noch nichtmal richtig laufen. Ich war schwer pubertierend. Von daher war das auch eine problemreiche Zeit.

Was haltet ihr denn generell davon, wenn andere Bands eure Lieder covern?
Folli: So lange die das bei der GEMA anmelden ist das völlig in Ordnung. Aber eigentlich ist das ja eine Ehre. Jeden will man ja auch nicht hören, dass er öffentlich unsere Songs singt, aber im Großen und Ganzen finde ich das nicht schlecht.
Niko: Ich guck mir auch gerne bei YouTube Sachen an, wo Bands unsere Musik gecovert haben. Das guck ich mir dann auch mal ganz gerne an. Das ist sehr amüsant teilweise und es gibt auch gute Sachen.


Also in das Internet, wo ihr nicht rein guckt und dann doch manchmal und dann auf YouTube...
Niko: Folli guckt da nicht rein. Aber ich hab schon ein- bis zweimal rein geguckt.
Folli: Ich mach das irgendwie auch, aber ich glaube das halt immer nicht, dass es existiert. Für mich ist das virtuell und das ist nicht real. Das kann man nicht anfassen, das kann man nicht essen. Es atmet nicht. Da habe ich Angst vor. Für mich ist es einfach nicht real, aber das gibt es. Das weiß ich. Da hab ich mit meinem Therapeuten drüber gesprochen. Er findet da auch keine Lösung. Er hat gesagt, mach einfach so weiter. Das ist egal bei dir. Guck dir das an oder nicht. Es ist sowieso egal, also mach einfach.


Was haltet ihr denn von YouTube-Mitschnitten eurer eigenen Konzerte?
Niko: Ich finde das gut. Da kann man selber nochmal eure eigenen Konzerte Revue passieren lassen. Ich guck mir auch von vielen anderen Bands Live-Mitschnitte an und ich habe auch schon von der ein oder anderen Band sogar selber Mitschnitte hoch geladen.
Folli: Du bist mir ja einer. Ich finde immer gut, wenn das mit Fotohandy aufgenommen ist. Wenn man so gar nichts versteht und eigentlich auch nur den Hinterkopf sieht und erahnen kann, was da so 280 Meter von einem weg passieren könnte. Die guck ich von Anfang bis Ende und speicher die auch zwischen in diesem nicht existierenden vorhandenen Dasein.


Was könnt ihr denn anderen Bands empfehlen, um bekannter zu werden?
Niko: Internet, und vor allem alles mit sich machen lassen. Plattenfirma ran holen, Knebelvertrag. Und die sagen dann schon, was man machen muss. Wenn du alles machst, was die sagen, dann wirst du auch erfolgreich. Auch wenn man dann ganz andere Musik machen muss. Das ist egal. Einfach das machen, was die Plattenfirma sagt. Die wissen immer Bescheid.
Folli: Gesichtsoperation, Hüften straffen lassen. Hüftgold ist der Tod im Rock'n'Roll.
Niko: Vor allem darf man keine Freundin haben. Das ist ganz wichtig. Damit die Mädels auch auf einen fliegen.


Wie habt ihr das denn damals gemacht und wie macht ihr das jetzt?
Folli: Wir haben einen Knebelvertrag unterschrieben, haben das gemacht, was man uns sagt. Die sagten, so und so müsst ihr klingen. Wir haben uns einen Songwriter aus Amerika geholt, der kein Deutsch konnte. Der hat einfach so per Internet Wörter zusammen geführt, aus denen Texte wurden. Niko hat so einen nichtexistierendes Computerprogramm runter geladen, was daraus Musik macht. Dann haben wir uns so eine riesen Festplatte gekauft mit großem Arbeitsspeicher. Die hat daraus dann das gemacht, was wir jetzt präsentieren.
Niko: Wir haben bei uns so einen riesen Superrechner stehen, der unsere Songs schreibt.
Folli: Von 1973 übrigens noch. Das ist ein Analogrechner, der zum Teil mechanisch funktioniert. Deswegen klingt der auch so sympathisch alt neu. Das ist die Mischung.


Eigene Texte zu schreiben wäre ja auch blöd, wenn es der Computer macht.
Folli: Das macht ja jeder. Das ist ja langweilig.
Niko: Der heißt so, wie der Superrechner bei Terminator, wodurch die Maschinen dann die Welt erobern.


Skynet...
Niko: Genau. Skynet heißt unser Superrechner.
Folli: Den haben wir gekauft von Arnold.
Niko: Der schreibt unsere Songs und der wird auch irgendwann mal die Weltherrschaft an sich reißen.
Folli: Dafür haben wir einen Kredit aufgenommen. Der ist jetzt abbezahlt durch die Wirtschaftskrise.


Dankeschön für das Interview.
Folli: Bitteschön und das ist auch alles wahr, was wir erzählt haben.