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Datum: 18.08.2007

Wortwechsel mit ClickClickDecker

ClickClickDecker steht uns Rede und Antwort

Stemwede (ml)    Auf dem Stemweder Open Air habe ich ein (für unsere Verhältnisse Kurz-)Interview mit Kevin Hamann aka. ClickClickDecker geführt.

Galerie des Konzertes
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ClickClickDecker bei OpenBeats


Was treibt dich so oft nach OWL?
Bin ich so oft hier?
Ja, heute hattest du ja einen Gig in Stemwede, nächste Woche hast du ja beim Schweichel Rock City einen Gig in Herford.
Das sind die Anfragen. Wenn ich angefragt werde, sag ich meistens zu oder ab. Die Orte, wenn ich mir die im Festivalsommer anschaue, sind die halt immer sehr dicht.

Bei der nächsten Frage weiß ich nicht, wie oft dir die schon gestellt wurde.
Frage nach dem Namen?
Nach ClickClickDecker frag ich dich später. Wer ist jetzt eigentlich der Boss? Du bist der Boss der Band und Lars der Boss des Plattenlabels. Wen würdest du mehr als Chef bezeichnen?
Auf ClickClickDecker bezogen?
Ja.
Ich. Weil wir machen die Platten zusammen. Und da teilen wir uns auch die gesamte Arbeit.
Auch das Booking?
Das Booking macht jetzt eine andere Agentur. Das hab ich vor einem Jahr abgegeben an SPARTA Entertainment.

Wie kommst du auf den Namen ClickClickDecker?
Nächste Frage (lacht). Super.

Deine Text, sind die aus dem Leben gegriffen oder eher fiktiv?
Beides. Also, ich kann ja nur darüber schreiben, was ich selber erlebe, oder was in meinem Umkreis passiert, oder so. Alles andere würde ich zu anmaßend finden. Aber trotzdem passiert auch viel fiktives dabei. Das sind so Initialzündungen, die einfach passieren und die einen drüber nachdenken lassen und darauf baut man einfach, natürlich auch einiges Fiktives.

Welche Konzerte findest du besser? Die Solokonzerte oder die mit deiner Band?
Zur Zeit die mit meiner Band.

Bei den Konzerten, wo du alleine auf der Bühne stehst. Hast du da mehr Freiheiten?
Wenn ich alleine auf der Bühne stehe, hab ich mehr Freiheiten, weil ich da auf niemanden Rücksicht nehmen muss. Da kann ich natürlich machen, was ich will. Das ist dann einfacher.

Wie entstehen bei dir die Lieder?
Ganz schwierige Frage. Es kommt darauf an. Manchmal ist es eine Textidee, manchmal ist es ein Akkord, manchmal frickel ich an meinem Computer. Es gibt kein festes Thema, weil ja keine Band dabei ist. Bei einer Band ist es ja so, die geht in einen Proberaum und irgendjemand hat eine Idee und dann wird daraus ein Lied gemacht. Da ich Solokünstler bin, ist es was anderes. Was auch immer gerade kommt, ich sag dann ja und mache halt irgendwas daraus.

Was findest du an U&D-Festivals besser als an kommerziellen Festivals?
Alles, weil die sind umsonst.
Auch das Publikum?
Ja.

Welche Vorbilder hast du?
Viele, viel zu viele. Keine Vorbilder direkt, aber viele Inspirationen.

Welche nehmen Einfluss auf deine Musik?
Also Einfluss nehmen zu viele Faktoren. Und wenn du nach Vorbildern oder Ikonen fragst. So wie früher Tom Liwa. Den hab ich mittlerweile kennen gelernt. Ihn wollte ich lieber nicht kennen lernen, weil er ist ja mittlerweile sehr alt und durch.

Betagt. Das Publikum unserer Internetseite besteht vor allen Dingen aus Leuten, die in Bands spielen. Was würdest du ihnen empfehlen, um an mehr Auftritte zu kommen?
Macht euer eigenes Ding. Das ist meine Empfehlung. Es gibt zu viele junge Musiker, die meinen sie bräuchten einen Plattenvertrag bei einer großen Firma. Bräuchten ein Video. Scheiß drauf! Macht euer eigenes Ding und bleibt euch treu. Das ist viel mehr Wert. Das wissen die Leute auch auf einem Festival, wenn man sich treu bleibt und sich nicht verkauft. Macht das was ihr meint zu machen, oder das, was ihr wollt und seid konsequent dabei.

Dann die letzte Frage. Hast du das irgendwo gelernt? Also Gesangsunterricht?
Nee, ich hab auch keine Gitarre gelernt. Ich kann keine einzige Note lesen.
Weil das sehr gut war auf der Bühne!
Vielen Dank. Das ist nur durch die Übung. Ich hab nie ein Instrument gelernt und ich kann keine Noten lesen. Manchmal bereu ich das.
Wobei auch im Studio ist deine Arbeit relativ gut!
Im Studio? Du meinst bei mir zu Hause im Schlafzimmer. Trotzdem, gelernt habe ich das nicht. Das muss auch niemand. Das kann jeder.
Naja, also...
Das ist meine Ansage, das kann jeder. Ich finde auch ganz wichtig, dass du den letzten Satz online stellst.

Okay, dann vielen Dank für das Interview.