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Datum: 11.10.2008

Reingehört bei The Rasmus

The Rasmus - Black Roses

Bad Oeynhausen (ml)    The Rasmus sind zurück mit ihrem neuen Album "Black Roses". Drei Jahre sind seit ihrer letzten Platte, ihrer Hitplatte, die weltweit eingeschlagen ist, vergangen. Angesichts der Tatsache, dass man The Rasmus hier zuvor nicht kannte, ist es doch erstaunlich, dass "Black Roses" schon ihr siebtes Studioalbum ist.

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Und gerade nach dem letzten Album ist es jetzt auch kein Wunder, dass der Erfolg mit "Black Roses" nach einer 14jährigen Bandgeschichte unbedingt weiter geht. Wer immer noch glaubt, die Band sei in irgendeiner Weise gepusht worden, ist mit den Fakten eines besseren belehrt. Hier hat man sich hochspielen müssen, um da zu sein, wo man jetzt ist.
Die erste Single "Livin' In A World Without You" wird auch schon auf und ab im Radio gespielt, was ihren bisherigen Erfolg noch einmal unterstreichen dürfte.
Mit "Black Roses" ist der Band jetzt ein gelungenes Album mit Höhen als auch Tiefen gelungen. Angesprochen schon die erste Singleauskopplung, mit der die Finnen durchaus wieder beeindrucken können, gibt es aber noch viele weitere Highlights auf dem Album, so zum Beispiel der Titelsong "Ten Black Roses", der vor allen Dingen durch seinen auf dunkel getrimmten, aber doch sehr eingängigen Refrain beeindrucken kann. "Ghost Of Love", oder auch das schwächere "Your Forgiveness" kann man allein von der Musik her, die synthielastig im Strophenteil und mit harten E-Gitarren gespickt im Refrain ist, auch als Tribut an "Linkin' Park" verstehen.
Schwächen des Albums sind wären das angesprochene "Your Forgiveness", in denen durch die härteren Gitarren in der Bridge und im Refrain leider der Gesang absäuft. Auch "Run To You" ist eher schwach, so kann dieses Lied nichts eigenes aufweisen, ist bloß ein Abwasch von schon da gewesenem und dadurch fehlt ihm auch der gewisse Wiedererkennungswert.
Dennoch sind dies nur zwei wirkliche Schwächen. Hervorzuheben wären beispielsweise "Justify", dessen sehr melancholischer Refrain den gesamten Schmerz einer nicht erwiderten Liebe ausdrückt.
"Live Forever" setzt einen ruhigen, wieder melancholischen Abschluss. Gerade hier ist das Klavierintro sehr schön.

Von den bisher auf dem deutschen Markt erfolgreichen Rasmus-Alben ist dieses das wohl dunkelste, was schon allein das Cover und das gesamte Artwork ausdrückt. So sind die Fotos im Inlay sehr dunkel gehalten, aber auch die CD erkennt man nachts kaum wieder. Schwarz hebt sich nunmal nicht von schwarz ab, so ist die Oberseite der CD in Schwarztönen gehalten und auch die Unterseite ist, wie bei den Playstation-CDs der ersten Generation, schwarz.
Keineswegs ist dies alles zufällig entstanden. Auf der Basis von Filmplots der Filme "Star Wars", "E.T." oder auch "Titanic" entwickelte die Band die fiktionale Lebensgeschichte zweier Personen. "Black Roses" hat sogar noch eine Zusatzbedeutung, da sich die Fans der Band bei den Gigs dieser angewöhnt haben, schwarze Rosen auf die Bühne zu werfen, hat dieses Lied sogar eine Verbindung ins reale Leben.
So liegt mit "Black Roses" jetzt ein The Rasmus-Album vor, welches sowohl als ganzes gehört eine Story ergibt, als auch Lieder beinhaltet, die in sich geschlossen gut wirken. Ein tolles Rasmus-Album mit Hitgarantie.