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Sten Fisher

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Datum: 08.05.2008

Reingehört bei Sten Fisher

Sten Fisher

Bad Oeynhausen (ml)    Sten Fisher ist Singer & Songwriter. Oh nein, nicht schon wieder ein Johnny Cash oder Leonard Cohen werden die meisten sicherlich denken.
Sten Fisher ist jedoch ganz anders und so wird auf seinem Debüt "Simple Things" zwar sehr viel Gitarre eingesetzt, aber es kann auch mit instrumentalischen und vor allen Dingen gesanglichen Überraschungen aufgewartet werden.

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Nach einem längeren Aufenthalt im verregneten York (GB) und Zwischenstops in Hannover und Hamburg, ist der 27-jährige Kölner Sten Fisher nun auf Solopfaden unterwegs, um seine Musik einem breiten Publikum vorzustellen. Seit Anfang 2007 spielte Sten Fisher mit Akustikgitarre bewaffnet in zahlreichen deutschen Städten Konzerte.



Gerade für ein Album von einem Singer & Songwriter sticht die Vielfalt an eingesetzten Instrumenten heraus. So hat man in jedem Lied mindestens zwei Gitarren, oftmals ein Piano und mehrstimmigen (!) Gesang.
Es steht zwar nicht für die Musik auf dem Album, aber so zeigt doch gerade der Song "Under Pressure" auf, mit welchen Methoden man auf dem Singer & Songwriter-Bereich arbeiten kann. Wie es sich eigentlich gehört hat man hier über das bloße Gitarre- mit Gesangschema hinaus gearbeitet und einen Bass, eine E-Gitarre und ein Schlagzeug eingeführt. Das Lied geht so ins Ohr, dass man Sten hier einfach nur die Daumen drücken muss, es in irgendeine Radiorotation der Republik zu schaffen.
Dennoch kann man Vergleiche natürlich nicht ganz leugnen. Rein gesanglich klingt Sten Fisher, wie eine ruhigere Variante von James Blunt. Sehr überzeugend ist das Gitarrenspiel, welches auch mal kompliziertere Riffs beinhaltet.

Die Lieder auf seinem Album klingen dabei jedoch nie gleich und auch nicht abgekupfert. Mal sind sehr poppige, wie das bereits erwähnte "Under Pressure" dabei. Mal sind es aber auch bluesige Nummern, so zum Beispiel eine Elegie an "Robbie Williams".

"Simple Things" ist ein sehr abwechslungsreiches Album mit zahlreichen Höhen. Gerade mit Anleihen bei James Blunt, anstatt bei Johnny Cash oder Leonard Cohen, hebt sich Sten Fisher ab. Auch der Mut zu bessere Instrumentalisierung, als nur Gitarre und Gesang, kann man ihm nur zu Gute halten. Frei nach dem Motto "ohne ist nicht möglich und mit geht nicht mehr" befinden sich aber auch Lieder auf dem Album, die nur durch Gitarre und Gesang überzeugen.
Sten Fisher fährt damit eine gute Linie zwischen ewigem Singer & Songwriter-Dasein und dem Popmusikbereich.



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