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The Black Keys

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Datum: 30.03.2008

Reingehört bei The Black Keys

The Black Keys

Bad Oeynhausen (ml)    The Black Keys sind ein Indie-Rock-Duo aus Akron, Ohio. Zusammen haben sie sich dem Blues der späten 60er verschrieben.
Die 2001 gegründete Band hat sich für ihr jetziges Album "Attack & Release" niemand anderen als Produzenten geholt als Danger Mouse aka. Brian Burton (u. a. Gnarls Barkley, Gorillaz).

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Homepage der Black Keys


Generell lässt sich über das gesamte Album sagen, dass es sehr an die Altmeister damaliger Zeiten angelehnt ist. Creedence Clearwater Revival, Cream, Spencer Davis Group und viele Stücke von allem, was beim ersten Woodstock 1969 mit dabei war.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass der gesamte Sound sehr dreckig ist, aber auch sehr warm und vertraut. Er war halt schonmal da. Nur hat es ihn dann längere Zeit nicht mehr gegeben, bis sich The Black Keys dazu entschlossen ihn nochmal aufzulegen. Viele Anteile sind nicht nur dem Rhythm & Blues entliehen, sondern auch dem Soul. Dies merkt man, die spürt man. Man hört einfach, was da für eine gewaltige Kraft hinter den Liedern steckt.
Trotz ihrer Besetzung als Duo fällt schon gleich beim anhören des Album-Openers auf, dass da mehr Instrumente am Werk sind. Schlagzeug, E-Gitarre, Bass, Hammond-Orgel und Gesang. Da dies ja nicht geht, hier die entsprechende Aufschlüsselung der Musiker:
Dan Auerbach singt und spielt Gitarre. Patrick Carney spielt das Schlagzeug. Auf Grund dieser Konstellation und der Tatsache, dass es purer, nicht elektronisch aufgepeppter, Rock ist, werden The Black Keys auch sehr oft mit den White Stripes verglichen, die ihren Durchbruch in Amerika kurz vor dem amerikanischen Durchbruch der Black Keys hatten.
Aber auch neben viel Blues Rock kommt auf "Attack & Release" der California Rock und Pop nicht zu kurz. Mit hawaiiartigen Sounds ist "Remember When" ideal für Spätsommerabende. Schade nur, dass gerade erst der Frühling begonnen hat.
Aber auch typische Blueslieder, wie aus Tarantino-Klassikern sind dabei. So "So He Won't Break".
Auch das CD-Cover selbst ist interessant gestaltet. Die Rückseite ist hier aufgemacht, wie eine Plattenhülle aus alten Vinylzeiten.

Auf alle Fälle lässt sich sagen, dass hier in Indie-Album erschienen ist, welches nicht nur die Jugend ansprechen wird. Indie ist halt doch keine neue Erscheinung.