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Datum: 01.12.2007

Reingehört bei Mely

Mely - Leave and enter empty rooms

Bielefeld (aliendwarf)    Die österreichische Band Mely bringt mit diesem Album wunderbaren Power Metal zustande, der sich als Hintergrundmusik eignet und trotzdem von intelligenter Machart ist. Es lohnt sich reinzuhören.

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Power Metal ist eigentlich nicht so ganz meine Richtung, trotzdem habe ich mir das neue Album von Mely angehört, die ja doch in der Szene etwas bekannter sind. Ein richtig frontaler Durchbruch ist es nicht, aber es entspricht den Genre-Standards und lässt sich gut zu ruhigeren Zeiten anhören.
Mit den ersten 3 Liedern geht es schon sehr sphärisch und ruhig los.
"Dead Shelf", aus dem auch der Albentitel zitiert ist, legt mit einer schön quietschiegen, aber stimmigen E-Gitarre und los und bleibt auch so, der Gesang fügt sich schön in die Musik ein. "Fail while I try" legt ähnlich los, bietet statt härterer Riffs aber einen sehr ruhigen Vers und wird auch sonst nicht wirklich actionreich, ist allerdings im Gesamtkonzept sehr passend. Mit "What am I doin' here" wird das ganze noch eine Spur ruhiger, die ganze Zeit halten sich die meist sparsame aber doch dichte Instrumentalisierung und der melancholische Gesang in der Wage, keines dominiert. Mit "I still ask why" ein etwas schnelleres Stück loslegt, welches sehr schön daherkommt, im Vers aber ein wenig nervt. Das nächste Stück "You smell like after" (übrigens ein besonders kreativer Titel) legt mit einem schönen Akustikpart los, der von ruhigem Gesang übertönt wird. Irgendwann steigen dann E-Gitarre und Schlagzeug ein, dies ändert aber nichts am Haupteindruck dieser wunderbaren Gute-Nacht-Musik. "Remembrance" wird dabei wieder sphärischer, bis wieder die E-Gitarre ein eingängiges Riff rüberlegt. In typischer Art und Weise geht es nun mit "The Lunatic I Bear" und "God nowhere" weiter, nur das letzte Stück "High Five" legt noch mal etwas härter los, was das eigentliche Album zu einem guten Ende bringt, auch dank der langen reinen Instrumentalparts. Danach folgen 3 weitere, noch einmal neu aufgenommene Stücke der älteren Alben "There are days..." und "...reel through my wave", die mir persönlich genauso zusagen wie der Rest des Albums. Irgendwann geht die Stimme des Frontmanns Andreas Mataln einem aber auf den Keks und man ist froh, das man das Album durch hat. Dann hört man wieder anderes um die teilweise sehr traurigen Lieder zu verkraften und man hat ein schönes Musikerlebnis.
Am Ende lässt sich sagen, das es für Power Metal Liebhaber bestimmt ein sehr schönes Album ist, ich könnte es nicht durchgehend hören, doch das ein oder andere Stück wird wohl in meine Playlist wandern.