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Datum: 25.12.2015

Scheiße, richtig scheiße, am Beschissensten!

Die Pegida-Hymne

Dresden (ml)    Es war ja nur noch eine Frage der Zeit, bis die Pegidioten aus Dresden an der Elbe eine "Hymne" schreiben und diese auf den Markt bringen. Wir haben für euch rein gehört und können euch nur sagen, dass wir hoffen, dass diese Hymne niemals zur Nationalhymne wird. Aber lest selbst.

Ja, wir mögen Pegida, die AfD und BERND Höcke auch nicht. Wir versuchen es mal mit unserer journalistisch gebotenen Neutralität zu betrachten.

Obwohl sich das, was diese selbst ernannten Deutschen da veranstalten in seiner Peinlichkeit nur schwer toppen lässt, schaffen es diese Gruppierungen immer wieder aufs Neue einen draufzusetzen. Nun ist es also ihre eigene Hymne, die sie an die Spitze der Charts bringen wollen.

Dass das klappt mögen wir leider gar nicht ausschließen. Es gibt in diesem Land bestimmt genügend Idioten und musikalische Vollpfosten, die diesen Song kaufen und damit an die Chartspitze stellen.

Wir haben das Lied mal auseinander genommen. Es fängt mit einem unheilvollen viel zu langem Klavierintro an, welches auf den gemeinen Hörer des Songs, der Montag abends am Elbufer umher spaziert an dieser Stelle schon einschläfernd wirkt. Fatal, wenn man bedenkt, dass die Fans dieser Musikrichtung ohnehin schon einen sehr langsamen, fast schon lethargischen Gang an den Tag legen. Wenn sie jetzt komplett stehen bleiben sind das immense Kosten für die deutsche Staatskasse, die die Anhänger alle weg räumen muss.

Nach dem Klavierintro geht es weiter mit einem schweren, weiterhin langsamen Schlagzeug aus der Konserve, bestückt mit Streichinstrumenten aus der Konserve. Klingt, wie bei Michael Jackons "Will You Be There". Nur hätte sich der King of Pop im Grabe umgedreht, wenn er hören würde, was Pegida daraus gemacht hat. Mit einem grottenschlechten Text bestückt (besteht nur aus "Aaaah") klingt der Song insgesamt so, wie in der DJ-Variante des Magix Music Maker zusammen geklickt. Solche Songs habe ich mit 12 zusammen geklickt, nur mit mehr Pepp. Wenn diesen Song ein 12-jähriger zusammen gewürfelt hat: Respekt. Traurig dann aber für die Pegidioten, die für ihre völlig verqueren Ansichten nun schon Kinder missbrauchen müssen.

Das "Aaaah" steigert sich in ein betrunkenes "Lalala". Nun wissen wir auch, was die Kollegen von Hooligans gegen Satzbau mit ihrer Beschreibung "Henry Maske meets Teletubbies" meinen. Können wir so unterschreiben. Nur sind Henry Maske als auch die Teletubbies für sich genommen cool. Dieses Mashup ist es definitiv nicht.

Ausgeleitet wird die "Hymne", oder eher der musikalische Erguss, mit Glockengeläut, sich ständig wiederholenden Streichparts und dem stumpfen "Aaaah". Dass es für mehr in der Sprache der Pegidioten nicht ausreicht war uns aber auch schon zuvor bewusst. Hier haben wir wohl zu viel erwartet.

Immerhin einen Lichtblick gibt es bei der ganzen Sache: Die Organisatoren dieses denkwürdigen musikalischen Werks, der als einer der schlechtesten der letzten Jahrzehnte in die Musikhistorie eingehen wird, wollen 3.000 Euro an den Verein für obdachlose Deutsche (der uns übrigens nicht bekannt ist und vom Namen her auch eher wie ein AfD/NPD/Pegida-Konstrukt aussieht) spenden. Weniger gut finden wir die Spenden an die Brandanschläge auf Fahrzeuge: So handelt es sich hier doch ausnahmslos um AfD-Politiker, die erstens genügend Geld in der Tasche haben, zweitens mit Sicherheit eine Versicherung für ihre Fahrzeuge haben und drittens diese Brandanschläge mit ihren brandstiftenden Worten selbst zu verantworten haben. Ebenso sollen 500 Euro an einen verletzten Pegida-Anhänger gehen, der auf einer der Pegida-Demos niedergeschlagen wurde. Gewalt ist definitiv keine Lösung. Als Neu-Neonazi sollte man sich aber das Risiko der Teilnahme an so einer Veranstaltung durchaus bewusst sein.

Da wir aber gemeinnützig orientierte Spenden, wie an die Deutsche Obdachlosenhilfe sehr gut finden und Pegida dieses Feld nicht allein überlassen wollen, spenden wir auch im Rahmen unserer Möglichkeiten.
Auf dem Vereinskonto befindet sich leider wirklich nicht viel Geld, weswegen sich der Autor dieses Textes dazu entschlossen hat von seinem Privatkonto jeweils 100 Euro an die Bahnhofsmission und an Pro Asyl als symbolischen Akt zu spenden.



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