Home

Taglist:

Allgemein
Rezension

Bands
Cara Dillon

Locations



Datum: 03.03.2005

Cara Dillon (VÖ: 18.02.2002)

Album „Cara Dillon“,Veröffentlicht : 18.02.2002

Hamburg (thorbrandt)    Cara Dillon, 1975 in Dungiven in Irland geboren, dürfte den meisten Irish Folk Anhängern bereits seit mehreren Jahren bekannt sein.

Cara Dillon, 1975 in Dungiven in Irland geboren, dürfte den meisten Irish Folk“ Anhängern bereits seit mehreren Jahren
Cara Dillon bei Amazon
Homepage von Cara Dillon
bekannt sein. Sie wandelt seit Jahren auf Solopfaden, war aber vor der Solokarriere als Sängerin der Folk-Supergruppe Equation aktiv. 2002 war es dann endlich soweit. Cara Dillons erstes Soloalbum „Cara Dillon“ erschien. Das Album konnte und kann mit handgemachter, traditioneller irischen Folk-Musik aufwarten. Die Stimme Cara Dillons tut ihr übriges. Hört man die Musik und lehnt sich in dem eigenen Schaukelstuhl zurück, glaubt der Zuhörer doch tatsächlich, sich in den Bergen oder an der Küste Irlands zu befinden. Es würde nur noch fehlen, dass ein Highlander, wenn auch im falschen Lande unterwegs, über den nächsten Bergkamm kommen würde. Die Stimme Cara Dillons ist dermaßen klar, sanft und gleichzeitig stark und durchdringend, dass man als Zuhörer nicht anders kann, als das gesamte Album in einem Zug durchzuhören. Es ist somit auch überhaupt nicht weiter verwunderlich, dass sie bereits mit 14 Jahren die wichtige „All Ireland Traditional Singing Trophy“ für sich gewinnen konnte.
Gerade bei Songs wie der Ballade „Craigie Hill“ bemerkt man neben der fantastischen Stimme und der faszinierenden Musik, wovon die Lieder Cara Dillons überhaupt handeln. Sie berichten über Irland, über die Leute, die Liebe und die Hoffnung der Auswanderer gen Amerika. Die Texte unterstreichen somit noch zusätzlich das wundervolle, musikalische Arrangement. Die Songs selber sind meist mit Klavierklängen, dem Harmonium, der Orgel und der Akustikgitarre arrangiert. Dieses, für deutsche Ohren ungewöhnliche, Arrangement macht wahrscheinlich die komplette Faszination (samt der Stimme Cara Dillons) aus. Man ist so gebannt, dass dem Zuhörer bei dem Einsatz des Schlagzeuges in „Blue Mountain River“ fast das Gehör wegfliegt, obwohl es im Endeffekt gar nicht stark im Vordergrund spielt. Das Album „Cara Dillon“ besticht durch extrem authentische Balladen, die eine Melancholie und Naturverbundenheit aufzeigen. Natürlich sind auf dem Album tanzbare Songs rar, bis gar nicht vorhanden, wer benötigt dies aber auch; man verfällt eh in eine Art Trance, wenn die Musik zu spielen beginnt.
Cara Dillons Stimme hat das Gewisse etwas, von dem man immer wieder gerne spricht. Sie könnte durchaus eine große Karriere vor sich haben, wenn sie auch weiterhin so aktiv auf Tour bleiben wird.