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Konzertbericht

Bands
Mas Shake
The Dukes Of Hamburg

Locations
Bunker Ulmenwall



Datum: 01.02.2012

Mas Shake in Bielefeld

Ein Beatpop-Abend im Bunker Ulmenwall

Bielefeld (ml)    Am vergangenen Mittwoch spielte die Berliner Band Mas Shake im Bunker Ulmenwall. Wer ist Mas Shake werdet ihr euch jetzt sicherlich fragen? Das ist das neue Nebenprojekt von Ärzte-Bassist Rodrigo González. Wer jetzt auf Punk setzt wird enttäuscht. Den Hörer erwarten tanzbare, melodische Beatpop-Rhythmen.

Rodrigo González von Die Ärzte und Kathy Matthies von den Lemonbabies im Bunker Ulmenwall Foto: Thomas Weiss

Neben Rod spielt mit Katy Matthies übrigens noch eine weitere Bekanntheit in der Band. Von 1995 bis zur Auflösung 2002 hat sie bei den Lemonbabies das Keyboard bedient
Fotos zum Konzert
Homepage von Mas Shake
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Bevor Mas Shake jedoch auf die Bühne kamen durften erstmal die Lokalmatadoren The Dukes of Hamburg ran. Sie konnten mit ihren Rock'n'Roll-Interpretationen bekannter Stücke dem Publikum schon sehr gut einheizen und bekamen mit 45 Minuten auch eine sehr großzügige Spielzeit zugewiesen.


Musikerprobe mit Publikum

Der Umbau zu Mas Shake gestaltete sich dann etwas länger, obwohl gar kein Umbau nötig war, da im Bunker Ulmenwall die Instrumente schon auf einer zweiten Bühne mittig im Veranstaltungsraum standen. Die Musiker selber waren im Kreis angeordnet immer zwei gegenüber. Für sie muss es schon eher, wie eine Probe ausgesehen haben, was sie auch offen und ehrlich gesagt haben.

Mit "Break It All" kamen die vier Musiker auf die Bühne und legten gleich mit 60ies-Rock los. Ein Einfluss der größten Beat-Band, die die Welt je gesehen hat, der Beatles, lässt sich hier definitiv nicht abstreiten. So fühlte man sich doch als Besucher in diese Zeit zurück versetzt. Und wer jetzt trotz Gesang von Rod, dem einzigen ausgebildeten Musiker bei Den Ärzten, dieselbigen musikalisch etwas vermisst, dem sei gesagt, dass Farin Urlaub die Beatles als seinen größten Einfluss angibt.

Rod singt und spielt Gitarre. Richtig auffällig sind aber die Rock'n'Roll-Basslinien des Manns an den tiefen Saiten Michell. Diese spielt er quasi ohne eine Miene zu verziehen.

Ohne große Reden spielen sich die Musiker schnell durch ihr Set. Nach den ersten fünf Songs werden noch die Fotografen hinaus komplimentiert. Neben vorwiegend englischen Lyrics lässt Rod auch seine südamerikanischen Wurzeln einfließen und singt Texte von Songs, wie "No Jueges" oder "Donde Vas" auf Spanisch. Nach knapp einer Stunde wird mit "Never Never" der vorerst letzte Song gespielt.

Die Band zieht sich zurück in ihren Backstageraum um danach den Zugabenrufen doch noch für drei weitere Songs nachzugeben. Mit "Till The End Of My Days" kommen sie zurück auf die Bühne ehe sie nach kurzen weiteren 10 Minuten Spielzeit mit "It's A Sin (To Go Away)" wieder verschwinden.

Und ja, es ist eine Sünde nach so kurzer Zeit wieder zu verschwinden. Wer an dem Abend Musik im Stil von Die Ärzte erwartet hat ist sicherlich enttäuscht worden. Musikalisch wurde hier aber sehr viel mehr geboten: Richtiger, klassischer Rock'n'Roll mit abwechslungsreichen Melodielinien und Songs von vier grandiosen Musikern, die dem ganzen musikalisch immer wieder durch eingespielte Soli die Sahnehaube aufsetzen können.