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Datum: 20.11.2011

Telekom Extreme Playgrounds

BMX-Stunts im Velodrom

Berlin (m2w)    Die Telekom Extreme Playgrounds machten auch im fünften Jahr in Folge wieder halt in der Hauptstadt und verwandelten mit Hilfe von spektakulären BMX- und Skatestunts sowie Musik von Zebrahead und Incubus das Velodrom in eine Halle voller Adrenalin.


Das dachten sich sicherlich auch die ca. 5000 Besucher, die es den Sonntag lang ins Velodrom nach Prenzelberg
Fotos zum Konzert
Telekom Extreme Playgrounds
gezogen hat. Das Publikum war erstaunlicherweise sehr bunt gemischt natürlich kamen viele BMX und Stakeboard Fans, aber auch sehr viele Familien.

Der Vormittag startete mit Open BMX und Skateboard Warm Up Sessions. Durch das Programm führten gekonnt, immer mit einem lockeren Spruch auf den Lippen Sebi Vellrath und Andy Zeiss. Nach den ersten Qualifikationsrunden im Actionsportcontest, standen FiN auf der Bühne. Eigentlich war geplant das die Band Alkaline Trio den musikalischen Teil des Tages eröffnen sollte. Im Vorfeld wurde jedoch kurzfristig bekanntgegeben das der Frontmann Matt Skibar aufgrund eines Beinbruches ausfällt. Deswegen  sprang die Band FiN, die gerade sowieso Incubus auf ihrer Deutschland Tour supporteten ein. Auf den Postern war zwar noch immer Alkaline Trio zu lesen und man merkte das viele Besucher sichtlich überrascht waren, dass sie Alkaline Trio nicht sehen werden, trotzdem akzeptierten die Leute FiN erstaunlich gut.


Zebrahead heizen ein
Zebrahead
Zebrahead

Nach der zweiten BMX Street Session und dem BMX Best Trick Contest war es um 18:15 Zeit für Zebrahead. DasPublikum war zwar schon länger als acht Stunden auf den Beinen, aber als die FrontmännerAli Tabatabaee und Matty Lewis loslegten konnte niemand in der Halle stillstehen. Man merkte schnell, dass die fünf Punkrocker aus Kalifornien etwas besonderes sind und dem Publikum eine einmalige Show bieten. So hatten Zebrahead zum Bespiel eine hawaiianische Hula Bar auf der Bühne, in der ein im Hawaiihemd gekleideter Typ pausenlos Cocktails für die Band und das Publikum mischte. Der Frontmann Ali Tabatabaee erklärte nach den ersten drei Songs, dass die Band gerade frisch vom Urlaub aus Hawaii kommt und sie dort diesen original hawaiianischen Barkeeper aufgegriffen haben. Ali zog sich ein paar weibliche Fans aus dem Publikum und lud sie ein auf die Bühne zu kommen um dort das Konzert über an der Bar zu verweilen. Immer wieder gab es lustige schlüpfrige Anekdoten, genau das was man von Zebrahead erwartet, wenn man die Band schon einmal live erleben durfte. Musikalisch ging es einmal quer durch die Bandgeschichte von "Hell Yeah" oder "Fallin Apart" bis zu Songs vom in diesem Jahr erschienen Album "Get Nice!".
Zu guter Letzt stürzte sich Ali Tabatabaee mit Hawaiihemd und Schwimmring bekleidet zum Stagediven ins Publikum.

Siegerehrung
Die Siegerehrung der Skateboarder.
Nach dem sehenswerten Auftritt von Zebrahead wurde es Zeit für das Finale der sich vorher qualifizierten BMX und kateboarder. Der Veranstalter Lars-Oliver Vogt war voll zufrieden und fügte hinzu: "Wir hatten das stärkste Fahrerfeld in unserer Geschichte und die Tricks, die wir heute sahen, hatten absolutes Weltklasse-Niveau." Die Sieger des Contests heißen Greg Lutzka (Skateboard) und Harry Main (BMX). In einem spannenden Wettkampf auf dem Street Parcours haben sich die Beiden gegen ihre starke Konkurrenz durchgesetzt.
Dass die Telekom Playgrounds zudem immer wieder für Überraschungen gut sind, bewies der jüngste Skateboarder im Aufgebot, Jost Arens. Der erst 14-jährige Warendorfer hatte sich beim Telekom COS Cup als Wildcard-Gewinner für Berlin qualifiziert. In der Vorrunde legte er dann direkt eine brillante Leistung gegen US-Superstar Greg Lutzka hin. Zwar konnte er Lutzka nicht toppen, doch das begeisterte Publikum wählte ihn später über ein SMS-Voting zurück ins Rennen. Im zweiten Durchgang kämpfte sich Arens schließlich selbstsicher ins Finale, um dort mit souveränen Tricks die Bronze Medaille zu ergattern. Gewinner beim Best Trick Contest im Skateboard wurde der Amerikaner Tyler Hendley, bei den BMXern räumte das amerikanische Ausnahmetalent Brett "Maddog" Banasiewicz spektakulär ab.


Das Finale mit Incubus

Nachdem das Preisgeld verteilt und die stolzen Sieger im Champagner geduscht hatten, war es Zeit für das große
Brandon Boyd von Incubus
Brandon Boyd von Incubus
Finale auf der Bühne. Es war Zeit für die lang angekündigten Headliner Incubus. Man merkte, dass die Halle spürbar voller wurde und viele nur deshalb ins Velodrom in den Prenzelberg gekommen waren. Verständlich, denn die Telekom Extreme Playgrounds waren die einzige Chance die Band während ihrer Europatour in der Hauptstadt live zu erleben. Und wer dort war erlebte ein wirklich herausragendes unvergessliches Konzert.
Ein Konzert mit 80 Minuten voller Emotion und Gänsehaut. Das Zusammenspiel von erstklassigem Sound, Gesang, Performance und Lichteffekten hätte nicht besser sein können.
Incubus präsentierten dem Publikum  einige Lieder vom neuen Album "If Not Now, When?" wie "Promises Promises", "Switchblade" oder "Defiance". Natürlich spielten sie auch ältere Sachen wie "Vitamin" oder "A Certain Shade of Green" und Klassiker wie "Wish You Where Here", "Nice To Know You" oder "Megalomanic" gabs natürlich zu hören. Wer die Acoustic-Alben von den US-Rockern kennt und liebt, wurde gleich mit zwei Varianten belohnt. Begleitet von Gitarrist Mike Einziger sang Brandon Boyd "Love Hurts" und "Defiance".
Den unvergesslichen Abschluss bildete eine außergewöhnliche Version des Songs "Tomorrow's Food".  Ein Film auf der großen LED Leinwand hinter der Band erzählte die Geschichte vom Lieben & Sterben des Lebens, begleitet von den akkustischen Klängen von Incubus. Mit den Worten "Berlin! I Love You" verabschiedete sich Brandon Boyd von der Bühne der Telekom Extreme Playground und lieferte mit seiner Band ein Konzert das wirklich unvergesslich ist.

von Chris Noltekuhlmann und Patricia Zavala Gonzales