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Allgemein
Konzertbericht

Bands
Flogging Molly
The Mighty Stef
The Minutes

Locations
Turbinenhalle



Datum: 19.11.2011

Flogging Molly in Oberhausen

Irland in der Turbinenhalle

Oberhausen (m2w)    Es ist kein Geheimnis: Wenn Flogging Molly zum Tanztee bitten, wird es eine rundum gelungene Veranstaltung. Und dies bewiesen sie auch am 19.11.2011 in der Turbinenhalle in Oberhausen.


Doch bevor sich der Flog die Ehre gab gingen The Minutes aus Irland pünktlich um 20:00 Uhr auf die Bühne. Das Trio gab einen guten Anheizer mit dreckig vorgetragenem Rock and Roll. Sauber vorgetragen und energiegeladen gingen sie in ihrem gut 45-minütigen Set zu Werke, jedoch fehlte das auf den Punkt kommen etwas. Ihre Stücke waren teilweise sehr ausufernd.

Nach eine kurzen Umbaupause trat die zweite Vorband auf die Bühne. The Mighty Stef, ebenfalls aus Irland konnten
Fotos zum Konzert
Homepage der Flogging Molly
Homepage von The Mighty Stef
Homepage von The Minutes
leider nicht an den Druck der Minutes anknüpfen. Eher langweilig vorgetragene Rockmusik sollte wohl vor Flogging Molly die Stimmung etwas abkühlen. Und das ist ihnen leider auch gelungen. 

Und nun traten die an, die es absolut besser gemacht haben. Flogging Molly kamen gegen 21:30 auf die Bühne und ihnen gehörte der Abend.  Schon der Opener "Likes of you again" war eine Standortbestimmung. Und das Publikum nahm es dankbar an. Es war nicht mehr zu halten. Pogen, Tanzen und feiern war das Gebot der Stunde. Und Flogging Molly gaben der Masse was sie verlangte. Neben neuen Stücken wurden auch Klassiker wie "Swagger" und "The worst day since yesterday" dargereicht. Ein äußerst gut gelaunter Dave King gab den Zeremonienmeister und wusste sich in der Rolle zu gefallen. Und neben seinem herrlichen irischen Akzent stellte er sein Irisch noch in der Hinsicht unter Beweis, dass er während der ganzen Show sich nur Guinness zur Pflege der Stimme gab. Generell präsentierte sich der Flog in exzellenter Laune und Spielfreude. Leider war Robert Schmidt aufgrund einer Krankheit nicht anwesend. Jedoch half der Gitarrist der Mighty Stefs aus und das nun gebrachte "Drunken Lullabies" brachte die Menge endgültig zum ausrasten. Die ganze Halle feierte, duschte in Bier und war einfach nur glücklich. Zweifelsohne war dies auch einer der Höhepunkte des Abends. Der andere war ein in Extralänge vorgetragenes "Black Friday Rule". Ca. 10 Minuten wurde dies abgefeiert und Dennis Casey spielte sich in einen Rausch ohne dass es langweilig wurde. Wer spätestens jetzt dachte es geht nicht mehr besser. Falsch. Auch aktuellere Stücke wie "Float" oder "Shut em down" wurden in das Set eingereiht und fügten sich wunderbar ein. Der Spannungsbogen riss auch nie ab. "Devil's dance floor" wurde zwischen neueren Stücken gespielt und wurde derbst abgefeiert.

Und wer dachte, dass nach ca. 70 Minuten der spaß schon zu Ende war der war auf dem falschen Dampfer.  Die Zugabe wurde als Grande Finale gestaltet und mit "Tobacco Island" und "Seven Deadly Sins" die restlos glücklich und auch geschaffte Menge in den Abend entlassen. Dies auch besonders stilvoll mit "Always look on the bright side of life". Zwar vom Band aber die Band verteilte Picks, Felle und die restlichen Guinnessvorräte an das Publikum und mal ehrlich: man soll doch aufhören wenns am schönsten ist.

von Kristof Linke