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Konzertbericht

Bands
Royal Republic
Tracer

Locations
Rosenhof



Datum: 17.11.2011

Royal Republic in Osnabrück

Oh, wie ist das schön

Osnabrück (ml)    Royal Republic spielten ein Konzert im Rosenhof Osnabrück. Trotz der Tatsache, dass sie gerade erst ein Album veröffentlicht haben, war dieser auch nahezu ausverkauft. Kein Wunder, denn in der Gegend haben sie sich schon eine Fangemeinde erspielt.


Den Start macht heute die Band Tracer. Eine klassische Hard-Rock-Band, die auch sogleich jedem Klischee dieses Genres bedient. Lange Haare, quietschende Gitarrensoli und eine Stimme, die Steve Tyler alle Ehren macht. Dem Publikum gefällt es.

Noch mehr gefällt dem Publikum allerdings die Band, die nach Tracer auf die Bühne geht: Royal Republic. Mit "We
Fotos zum Konzert
Homepage von Royal Republic
Homepage von Tracer
Are The Royal" wird schnell und schmerzlos die Bühne gestürmt, das Publikum rastet aus, der Rosenhof ist brechend voll und von nun an geht es in scheinbar gleicher Geschwindigkeit, wie der Opener und quasi alle Songs von Royal Republic durch das Set.
Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass diese Band eigentlich Zeit überbrücken muss, um den Abend nicht zu früh enden zu lassen.

Erst nach fünf Songs macht Sänger Adam Grahn seine erste Ansage in Richtung Publikum. Er möchte wissen, wie viele Leute, die Show schon gesehen haben, die Show noch nicht gesehen haben und wie viele Leute sich unsicher sind, die Show gesehen zu haben. Das Osnabrücker Publikum verfolgt die Band wohl schon länger, die vor gar nicht allzu langer Zeit noch im Osnabrücker Umland beim Hütt'n Rockt-Festival aufgetreten ist und so melden sich die meisten Leute für die erste Option.

Nach Songs, wie "The President's Daughter", "Good To Be Bad" oder auch "Cry Baby Cry" wird das Konzert quasi zweigeteilt durch ein Acoustic Set der Band, dem man den Namen Acoustic nur optisch was ansieht. Es haben nichtelektrische Instrumente ihren Weg auf die Bühne gefunden. Das war es dann auch schon, denn es geht genauso druckvoll weiter, wie schon zuvor mit den Songs "Walking Down The Line" und "I Must Be Out Of My Mind".

Zur Show dieser Rock'n'Roll-Band gehört auch die, für Schweden fast schon typische, Arroganz und Selbstverliebtheit, speziell der Frontmänner. Adam Grahn zeigt ein gezeichnetes Portrait von sich und das Publikum spielt sogar mit. Minutenlang ist ein "Oh, wie ist das schön"-Chor vom fünften Mann zu hören bevor es dann mit "Ace Of Spades" und "Ain't Nobody" neues Material der Band zu hören gibt.

Mit ihrem Hit und auch ihrer erfolgreichsten Single "Tommy-Gun" beenden die Schweden ihr reguläres Set und gehen mit "Vicious" und "Full Steam Spacemachine" in die Verlängerung des Abends, der um kurz nach 10 und etwas über einer Stunde Spielzeit dann auch früh zu Ende ist. Kurzweilig war es auf alle Fälle. Gespannt darf man auf das nächste Album sein, von dem sich zumindest die ersten zwei Songs, die man heute schon hören konnte, nahtlos ins schnelle Set einfügten.