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Konzertbericht

Bands
Hatebreed
Man Drill
The Set Up

Locations
Matrix



Datum: 24.08.2011

Hatebreed in Bochum

Hatebreed hinterlassen Bochum in Schutt und Asche!

Bochum (m2w)    von Markus Ebbert - Am 24.08. baten Hatebreed in der Bochumer Matrix zum Tanz. Unterstützt wurden die 5 Amerikaner an diesem Abend von der lokalen Band Man Drill und The Set Up, welche den Weg aus Belgien nach Bochum fanden.

Fotos zum Konzert
Homepage von Hatebreed
Homepage von The Setup


Das Thema des Abends hätte Let the Music do the talking lauten können, denn ohne lange Umbaupausen, Unterbrechungen geschweige denn lästigen Ansagen oder Statements prügelten alle Bands ihre Sets mit einer Gnadenlosigkeit runter, dass der Schweiß in Maßen floss. Unter anderem dürfte an dieser Tatsache auch der Umstand schuld sein, dass die Matrix mit ca. 500 Leuten und einer Innentemperatur von weit über 40° mehr einer Sauna als einem Club glich.

Den Abend eröffneten Man Drill aus dem Ruhrpott mit einem ganz ordentlichen Set, von leider nur 30 Minuten. Bereits jetzt bilden sich in den vorderen Rängen wilde Moshpits. Die junge Band zeigt sich begeistert von der Tatsache, sich mit Hatebreed die Bühne teilen zu dürfen und präsentieren in ihrem recht kurzen Set 8 Songs, welche alle in der Oldschool-Hardcore Ecke anzusiedeln sind. Nichts außergewöhnliches, aber grundsolide und mit einer Extraportion Arschtritt.

Nach nur wenigen Minuten Umbaupause sind die Belgier von The Setup an der Reihe. Wollte man sich nach dem Set von Man Drill eine Abkühlung in den oberen Räumen gönnen, musste man sich nun redlich beeilen um wieder pünktlich am Ort des Geschehens zu seien. Denn mittlerweile füllen sich die Reihen in dem schlauchförmigen Saal, und es wird schwierig seinen Weg nach vorne zu finden. Mit einem unglaublich groovigen Mix aus Hard- und Metalcore prügeln die Belgier drauflos. Wie von der Tarantel gestochen, jagt die Band über die Bühne und hinterlässt einen deutlich routinierteren und professionellen Eindruck als ihre Vorgänger. Mit ihrem Opener-Dreierpack Bloodlust, Post mortem und Crawl & Reign machen die 5 Jungs deutlich um was es textlich bei ihrer Musik geht: Um den Tod und die verschiedenen Wege dorthin.

Um Punkt 22 Uhr ist es dann endlich soweit. Die Spannung und die Temperatur steigen mittlerweile ins unerträgliche, als das Licht erlischt und Jamey Jasta und seine Recken von Hatebreed die kleine Matrix-Bühne betreten und Bochum einer Lehrstunde in Hardcore erteilen. Mit ihrem Opener Never let it die von ihrem .er Album Supremacy machen die 5 Jungs aus Detroit unmissverständlich klar, warum Hatebreed zu einer der erfolgreichsten und besten Hardcorebands der Welt zählt.
Generell ist die Setlist des Abends eine ausgewogene Mischung aus den Alben Persevarence, Supremacy und Rise of Brutality. Wünsche blieben an diesem Abend kaum offen. Bei Nackenbrechern wie Live for this, Defeatist und Before Dishonour bleiben kein Auge und kein T-Shirt trocken, als die Band nach leider nur 70 min. das erste Mal die Bühne verließ um mit dem Mörder-Doppelpack I will be Heard und Destroy everything einen unvergesslichen Abend beendet.