Home

Taglist:

Allgemein
Konzertbericht

Bands
La Vela Puerca

Locations
Kleine Freiheit



Datum: 18.08.2011

La Vela Puerca in Osnabrück

La Vela Puerca bringen die Sonne ins Sturmtief

Osnabrück (ml)    Music2Web.de kommt aus der Festivalsaison raus und startet direkt wieder in die Clubsaison. Den Auftakt geben für uns La Vela Puerca mit einem Konzert in der kleinen Freiheit Osnabrück, welches so warm war, wie man sich den Sommer in diesem Jahr gerne gewünscht hätte.

Fotos zum Konzert
Homepage von La Vela Puerca


Eigentlich sollte die Indoorsaison für uns um 9 Uhr abends beginnen, doch La Vela Puerca lassen sich Zeit. Fast eine Stunde nach dem offiziellen Start geht die Band auf die Bühne. Das Publikum verzeiht es ihnen allerdings direkt mit den ersten Tönen von Sobre La Sien, welches schon beim Open Flair in Eschwege den Auftakt zu ihrem dortigen Gig gemacht hat.
Nicht lange muss das Publikum warten, bis auch die ersten Klassiker der Band, wie De Atar oder Escobas gespielt werden. Die meisten Ansagen beschränken sich auf ein kurzes Dankeschön zwischen den Liedern. Viel größere Hektik herrschten zwischen den Bandmitgliedern. Jeder, der gerade nicht spielt verlässt die enge, kleine Bühne der kleinen Freiheit auf das schnellste. So schnell, dass das Publikum die Möglichkeit hat ununterbrochen weiter zu tanzen und die Musiker in kurzer Zeit etliche ihrer Lieder präsentieren werden. Beide Seiten sind somit glücklich.

Besonders glücklich darf sich aber auch die Band angesichts ihres Publikums schätzen. Sind sie doch aus Uruguay und Argentinien ganz größere Dimensionen gewohnt, so schlägt sich aber gerade das Osnabrücker Publikum recht wacker. Einige Fans können die spanischen Texte sogar so gut mitsingen, dass man fast davon ausgehen muss, dass diese Muttersprachler sind.

Muttersprachler ist auch ein gutes Stichwort. Sänger Sebastian Teysera kündigt an, dass ihr E-Gitarrist vor fünf Tagen Vater geworden ist. Leider könnte dies auch bedeuten, dass er auf zukünftigen Deutschlandtouren erst einmal nicht mehr mit dabei sein wird.

Applaus dafür gibt es natürlich vom Publikum, welches zwar größtenteils die Lieder auf Grund der sprachlichen Differenzen nicht mitsingen kann, jedoch bekannte Songs, wie Sin Palabras oder Va A Escampar durchaus mitsummt. Tanzen geht natürlich immer und so gibt es in der kleinen Freiheit sogar missglückte Versuche zu Stage Diven.

Schnell ist das kurzweilige Set von La Vela Puerca mit Llenos De Magia zu Ende. Sänger, Band und Bläser dürfen sich jetzt erstmal zu Recht eine kurze Pause gönnen.

Der Zugabenteil beginnt mit dem ruhigen Zafar und steigert sich über Por La Ciudad bis zum lauten, rockigen El Profetta, welches der viel zu schnell vergehenden Show nach ca. 100 Minuten Spielzeit einen würdigen Abschluss gibt.