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Allgemein
Konzertbericht

Bands
Gentleman
Jahcoustix
Sebastian Sturm

Locations
Tivoli Eissporthalle



Datum: 07.05.2011

Gentleman in Aachen

Gentleman on Ice

Aachen (m2w)    ein Bericht von Petra Hetfeld und Sven Droste - Umbau großer Hallen gab es nicht nur beim Eurovision Song Contest. Wurde dort jedoch schon seit einem Monat großes Programm aufgefahren wurde die Tivoli Eissporthalle in Aachen vor einer Woche in kleinem Rahmen umgebaut: Für ein Gentleman-Konzert.

Fotos vom Konzert


Als sich die Tore der Eissporthalle in Aachen am vergangenen Samstag öffnen, warten schon hunderte Reggae Liebhaber geduldig auf den Einlass. Die Schlange geht über den gesamten Parkplatz und die ersten Fans chillen schon seit dem frühen Nachmittag bei Musik und Getränken an ihren Autos in der warmen Mai-Sonne.

Es ist 20.00 Uhr als Sebastian Sturm mit dem 'Cheer Up Trio' auf die Bühne geht. Das Trio ist heute allerdings ein Quartett, denn neben Moses und Danger Dan ist noch Philip Breidenbach als Unterstützung an der elektrischen Gitarre dabei. Die Musik des erweiterten Trios ist allerdings mit Cajón und Gitarre eher akustisch und minimalistisch instrumentiert. Im Gegensatz dazu ist der Erfolg, den sie mit ihrem halbstündiges Rootsreggae-Set haben maximal und ein gelungener Auftakt für den bevorstehenden Konzertabend.

Noch reduzierter betritt Jahcoustix im Anschluss die Bühne. Dominic Haas kommt alleine. Gitarre und Stimme ist alles was braucht um das Publikum zu begeistern. Die percussive Art mit seinem Instrument umzugehen mach ihn zu einer One-Man-Reggae-Band, die die Menschen in ihren Bann zieht. Und nicht nur die, denn auf seinem im letzten Jahr erschienenen Album 'Crossroads' hat 'Gentleman' am gleichnamigen Titeltrack mitgewirkt und zu 'Live Today' hat Sebastian Sturm ein Feature beigesteuert. Der Abend ist also in gewisser Weise ein Familientreffen.

Was dem Auftritt von Jahcoustix folgt ist eine kurze Umbaupause. Eine viertel Stunde nachdem Dominic Haas die Bühne verlassen hat ertönt die Ankündigung des Hauptacts durch die Halle, die mit lauter Begeisterung aufgenommen wird - Gentleman & the Evolution.

Es geht los. Auftakt der Show ist 'Good Days', den Tamika und Mamadee alleine mit der Band präsentieren. Im Anschluss dann das eigentliche Intro, zu dem man Gentleman immer wieder hört, aber noch nicht sieht. Einen Augenblick später ist der endlich da und die Show geht los.
Zwischen zwei Songs klettert der Kölner in den Graben um dem vermutlich Jüngsten Besucher des Abends, zumindest jedoch der ersten Reihe, persönlich zu begrüßen. 'Lonely days' hält er die Band an und teilt seine Meinung über das Social Network und kritisiert die Angewohnheiten der Nutzer ihren gesammten Tagesablauf auf Facebook zu dokumentieren. Zum Informationsaustausch wäre das Netz ja gut, aber man solle doch nicht sein ganzes Privatleben veröffentlichen. Komisch findet er auch, das er etwa 350000 Freunde hat und gar nicht weiß wie er sich um die alle kümmern soll. Seine Mutter hätte ihm dazu einmal gesagt: "Du kannst nicht mehr als fünf wahre Freunde haben." Mütter sind sehr oft kluge Menschen (Anm. des Verfassers).

Die Tracks des neuen Albums 'Diversity' und die Klassiker wechseln sich ab, Mamadee und Tamika singen beide einen Solo-Song und Jahcoustix kommt nochmal auf die Bühne um den schon erwähnten Track 'Crossroads' zusammen mit Gentlemen und der Evolution zu performen. Es gibt 2 Zugabenblöcke, unter anderem mit ' It No Pretty' und einem Medley aus Blues Brothers und The Prodigys 'No Good'. Die Menge tobt.

Dann ist die Show endgültig vorbei. Nach drei Stunden Reggae Party sind die Temperaturen in der anfangs noch etwas kühlen Eissporthalle auf ein karibisches Maß gestiegen und auch die Luftfeuchtigkeit hat sich entsprechend entwickelt. Die Aftershow Party wird vom Aachener Soundsystem 'Small Axe Intl.' und 'Sensi Ryder' nahtlos mit den letzten Klängen der Band eingeleitet, so dass die tanzende Menge keine Pause einlegen muss und die Reggae-Vibes noch eine Weile in der warmen Nacht über Aachen schweben.