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Konzertbericht

Bands
Danko Jones
Eat The Gun

Locations
Ringlokschuppen



Datum: 23.04.2011

Danko Jones in Bielefeld

Und die anderen sind still

Bielefeld (bf)    Ein sonniger Samstag mit Temperaturen von 28 Grad lockt die Kanadier von Danko Jones nach Bielefeld. Das letzte Konzert in der ostwestfälischen Metropole liegt bereits Jahre zurück, wie wird das Publikum das Trio empfangen?

Fotos zum Konzert
Homepage von Danko Jones
Homepage von Eat The Gun


Eat the gun eröffnen heute den Abend für Danko Jones. Sie sind eine 2002 gegründete Hardrock Band aus Münster. Doch das Bielefelder Publikum will mit Liedern, die zwischendurch mit einem Gitarrensolo gewohnte Songstrukturen aufbrechen, nicht richtig warm werden. Denn warm, geradezu heiß, ist bereits die Raumtemperatur in der kleinen Halle des Ringlokschuppens. Da zieht es ein Großteil der Besucher vor, unter freiem Himmel auf Danko Jones zu warten.
Vor kleinem Publikum gibt die Band dennoch alles, versucht die Besucher durch Mitsing-Spiele für sich zu gewinnen. Doch der Funke springt leider nur bei wenigen Leuten über. So gehen die Münsteraner nach einem 40 Minütigen Set von der Bühne. Highlights ihres Konzertes waren Down In The Fire und Viva La Insane.


Warten auf Danko Jones

Es folgt die obligatorische Umbaupause, jetzt ist es an der Zeit, dass sich die Halle nach und nach füllt. Die Menschen kommen, um Danko Jones aus Kanada zu begrüßen. Pünktlich um 21 Uhr entert die Band mit The Rules die Bühne. Der Wegweiser ist gegeben, dass Publikum weiß wo es lang geht. Hat man vorher noch vergebens gute Stimmung gesucht, ist sie nun sofort präsent. Damit das so bleibt, wird Play The Blues direkt hinterher gespielt. Bereits jetzt kommt das Auditorium ordentlich ins schwitzen, doch das ist noch ausbaufähig. So bilden die ersten Höhepunkte des Abends Forget My Name vom 2003er Album We Sweat Blood sowie Sticky Situation und First Date (beide vom Album Sleep Is The Enemy).


I like it dirty

Doch wer jetzt glaubt, dass hier heute Abend nur Musik gespielt wird, der wird enttäuscht. Frontmann und Gitarrist Danko Jones ist heute in Laberlaune. Es gibt lange und ausschweifende Ansagen, dass Publikum erfährt I like it dirty von der posenden Rampensau am Mikrofon. Zum running Gag des Abends entwickelt sich die Aussage über VIP Plätze beim Konzert. 500$ haben die gekostet, Getränke und die Erlaubnis rauchen zu dürfen kosten extra. Gemeint sind die Plätze im Foyer, von denen man das Konzert in der kleinen Halle mit verfolgen kann. Sesselfurzer werden sie von Danko Jones genannt. Im Laufe des Abends steigt der Ticketpreis für diese VIP Plätze übrigens auf bis zu 5000$. Und während Danko Jones aus dem Reden gar nicht mehr rauskommt, haben seine Bandkollegen nicht viel zu tun. Schlagzeuger Dan Cornelius bearbeitet seine Drums und Bassist John Calabrese ist neben seinem Bassspiel damit beschäftigt, das Publikum zum klatschen zu animieren. Zu sagen haben die beiden nichts.


Der fade Beigeschmack

Und weil Mister Danko Jones heute eher in Erzähllaune statt in Spiellaune ist, kündigt er nach 60 Minuten bereits den letzten Song an. Mountain ist das letzte Lied des regulären Sets. Natürlich kommt die Band danach nochmal zurück auf die Bühne. Freundlich fragt Danko Jones, welches Lied jetzt gespielt werden soll. Doch auf die Antwort kommt es gar nicht an. Er lässt das Publikum wissen, dass er sowieso nur das spielt, was auf seiner Setlist steht. So gibt es noch eine tolle Zugabe, ohne viel Gerede, die mit Code Of The Road beginnt, I Only Want You und Shes Drugs zwischenschiebt, um dann mit Samuel Sin zu enden. 80 Minuten Konzert, die Band ist durchgeschwitzt. Die Besucher eben so. Doch trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack, denn die Musik ist viel zu kurz gekommen.