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Konzertbericht

Bands
Beatsteaks
Trip Fontaine

Locations
Seidensticker Halle



Datum: 26.03.2011

Die Beatsteaks in Bielefeld

Die Beatbuletten sind wieder am Start in Bielefeld

Bielefeld (m2w)    von Vanessa Vinnemeier - Wie lang hat Bielefeld auf diesen Abend gewartet: Die Beatsteaks sollten am Samstag, den 26.03.2011 einen unvergesslichen Abend genießen - genau wie das Publikum. Und ja, scheinbar ist es beiden Seiten gelungen, die andere absolut positiv in ihren Bann zu ziehen!

Fotos zum Konzert
Homepage der Beatsteaks
Homepage von Trip Fontaine


Samstag abend, halb sieben, Seidenstickerhalle Bielefeld: Menschen über Menschen, 2 Schlangen von gefühlten Kilometern, 7250 Menschen die darauf warten, endlich die Halle betreten zu dürfen um den bestmöglichen Platz zum Feiern und Tanzen zu ergattern.

Wahnsinnig viele Menschen, der Ansturm schien nicht zu enden, Leute verteilten sich überall auf den Rängen, über den Sitzplätzen, im Innenraum, am Eingang, sodass nachher nur noch eine riesen Masse zu erkennen war. Relativ pünktlich kündigte Bernd Kurtzke höchstpersönlich den Support-Act namens Trip Fontaine an und bemerkte, dass es ihn sehr freut, diese heute Abend für die Show gewonnen zu haben.

Fünf Jungs aus Frankfurt, die sich selbst als Acoustic-Punk-Quintett beschreiben, hießen das Publikum also für die erste halbe Stunde herzlich Willkommen und zeigten sich in ihrer vollen Bandbreite. Gestartet wurde mit einem rein instrumentalen Song, der sofort in die Windungen des Ohrs gelangte und sehr positiv stimmte. Die Songs von Trip Fontaine können in keine Schublade gesteckt werden. Viele Tempo-Wechsel als auch der ständige Tausch der Instrumente und des Leadgesangs ändern nicht nur die Lieder als Gesamtes, sondern auch innerhalb des Liedes die Stimmung im 30 Sekunden-Takt. Große Stärke dabei auf jeden Fall die instrumentalen Stellen und auch ganzen Songs, die tolle Klänge in der Halle verbreiteten.

Das Licht ging wieder an, es schien als wären auf einmal noch mehr Leute in der Halle, die mittlerweile die 30° Celsius-Marke erreicht haben musste. Doch die Umbaupause ging zügig vorüber, und das Licht ging wieder aus. Die Jungs enterten einer nach dem anderen die Bühne und das Banner der fünf Berliner begrüßte Bielefeld mit: BOOM BONJOUR!. Die ersten Töne von Atomic Love waren das erste, was Bielefeld von den Beatsteaks präsentiert bekam und versprach schon jetzt, dass es einen hervorragenden Abend wird. Die Massen bewegten sich, tanzten, schrien, grölten mit, die Luft war gefüllt von Glückshormonen und Adrenalin.

Das Set der Beatsteaks umfasste insgesamt 21 Songs, querbeet durch alle Alben, die die fünf bis jetzt aufgenommen hatten. So wurden Klassiker wie "Summer", "Let Me In", "Hello Joe", "Hail To The Freaks", "Coming Over You", "Hand In Hand", "Big Attack" oder "Monster" genauso gefeiert wie Songs des neuen Albums Boombox, das mit "Milk & Honey", "Under A Clear Blue Sky" oder "Automatic" vertreten war.

Auf dieses recht lange Set folgten dann sogar noch zwei Zugaben von fünf und zwei Songs, zu denen "Shiny Shoes", "Cut Off The Top", "Jane Became Insane", "Fix It", und ein Cover von "Halleluja" gehörten. Als allerletztes durfte dann natürlich "I Don't Care As Long As You Sing" auch nicht fehlen, und so verabschiedeten sich die 5 Jungs mit dem Versprechen, heute noch ordentlich zu feiern, immerhin hätten sie Sonntag ja frei.

Ein Arnim, der so charmant die Bühne für sein Reich erklärte, wie eh und je. Der die Massen im Griff hat wie niemand anderer. Die Bielefelder klebten förmlich mit ihren Blicken an ihm, egal was er nun als nächstes vor hatte. Egal ob Bielefeld singen, tanzen, schreien, sich setzen oder ihn im Publikum auffangen sollten, sie taten es, ohne darüber nachzudenken, aber mit umso mehr Freude und Ekstase.

Das war wirklich ein ordentliches Statement, meine Herren. Kommt bald zurück!
Boom salut!