Home

Taglist:

Allgemein
Konzertbericht

Bands
Radio Havanna
Sum 41

Locations
Hyde Park



Datum: 06.02.2011

Live in Osnabrück

Sum 41 begeistern im Hyde Park

Osnabrück (m2w)    Laut, schnell, zu spät, aber dafür nah am Publikum dran. Sum 41 spielten im Osnabrücker Hyde Park. Zusammen mit Radio Havanna wurde das Publikum völlig verausgabt.

Bilder zum Konzert
Homepage von Sum 41
Homepage von Radio Havanna


Der Hyde Park ist voll. Wer erst nach Einlass mit dem Auto angereist ist kann sich nur noch zwischen einem kilometerweiten Weg oder dem Parken im Halteverbot entscheiden. Die Wahl fällt auf letzteres.

Der Beginn des Konzertes ist heute mit 8 Uhr angegeben. Und pünktlich um diese Uhrzeit steigt auch die Berliner Vorgruppe Radio Havanna auf die Bühne. Sie legen mit "Stimme in dir" los und dürfen von nun an 45 Minuten spielen.
Auch wenn auf Wikipedia Bands wie Green Day, Pennywise, oder The Offspring als Einflüsse angegeben sind, was für die Musik auch zutrifft, gehen gerade die Texte noch weiter. Diese sind in deutscher Sprache gehalten und erinnern von den Inhalten an eine Mischung aus Die Ärzte, Die Toten Hosen und Slime. So spielt sich die Band durch Songs, wie "Piratenradio", "10 Milliarden Euro" oder "Dieb im Paradies", die teils sehr humorvoll sind, teils von einem ausgeprägten Wir-gegen-Alle-Gefühl geprägt sind, aber fast immer politisch gegen das Establishment. Anders als bei Slime fallen die Texte jedoch weniger heftig aus, so dass Radio Havanna heute Abend gut in das Bild passen.
Nur an wenigen Stellen hört man heraus, dass die Band vor nicht allzu langer Zeit noch eine Schülerband war.
Umso mehr Werbung machen sie dafür für ihre sozialen Projekte. So unterstützen Radio Havanna unter anderem Oxfam sowie Skate Aid, die in Afghanistan schon erfolgreich Skateparks bauen konnten.


Wartende Fans und ein kurz(weilig)es Konzert

Was nun folgte war eine gut 45 Minuten andauernde Umbaupause. Der Akt des Umbauens war zwar schon nach 15 Minuten beendet, jedoch dachten sich Sum 41 das "Highway To Hell"-Album von AC/DC komplett durchspielen zu lassen.
Erst um halb zehn wurde die Musik lauter und die Band kam auf die Bühne. Mit "My Direction" legten sie dafür sofort richtig los. Das Publikum war trotz der langen Wartezeit aus dem Häuschen. Dass ein neues Album der Band in den Startlöchern steht hat sich hier auch schon rumgesprochen. "Skumfuck" ist zwar schon ein halbes Jahr alt wird aber dennoch als neuer Song angekündigt.
Ein richtiges Highlight für einige der Fans dürfte allerdings "We're All To Blame" gewesen sein. 3 der Konzertbesucher, die es heute in die erste Reihe geschafft haben, durften diese nämlich wieder verlassen und weiter nach vorne kommen. Unter den Augen seines stämmigen bandeigenen Securities, hat sich Sänger Deryck Whibley drei Leute ausgesucht, um zu diesem Lied noch ein bißchen auf der Bühne zu tanzen. Es sollte an dem Abend auch nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Fans auf die Bühne durften.
Weitere Höhepunkte sollten mit "Motivation" und "Hell Song" nicht lange auf sich warten lassen. Wie auch schon bei der Eastpak Antidote Tour in Münster folgt das Metal Medley der Band, in dem Sum 41 dieses Mal die Bands Iron Maiden, AC/DC und Metallica gecovert haben.
Schon nach etwas mehr als einer Stunde beenden Sum 41 ihr Hauptset mit "Still Waiting" und "In Too Deep".
Mit "Pieces", welches allen anwesenden Paaren gewidmet wird, dem nochmal sehr lauten "Fat Lip" und "Pain For Pleasure" ist das Konzert schon nach 80 Minuten Bruttospielzeit vorbei.

Eigentlich ein trauriges Ergebnis, rein von der Spielzeit und der langen Umbaupause betrachtet. Ganz ehrlich hätte aber niemand mehr in der Halle gekonnt, wenn es noch mehr Zugaben gegeben hätte. Die Masse waberte und war ständig in Bewegung. Pogo war hier kein Fremdwort sondern Standard. Alles in allem ein solides Punk-Konzert. Nicht mehr, nicht weniger.