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Konzertbericht

Bands
Alias Caylon
Turbostaat

Locations
JZ Kamp



Datum: 12.11.2010

Flensburg entert das Kamp - Turbostaat spielen in Bielefeld

Bielefeld (m2w)    von Vanessa Vinnemeier

Am vergangenen Freitag spielten Turbostaat ein kleines aber feines Clubkonzert im Bielefelder Jugendzentrum Kamp. Mitgebracht haben sie dabei nicht nur ihr aktuelles Album “Das Island Manöver” und einige Prachtstücke aus den vorigen Alben, sondern auch nordisches Wetter vom allerfeinsten. Querfallender Regen, Wind : fast wie zu Hause.

Bilder zum Konzert
Homepage von Turbostaat
Homepage von Alias Caylon


Eröffnet wird der Abend von Alias Caylon, ebenfalls aus Flensburg. Die Jungs haben einige gute Gitarrenriffs, Melodien und eingängige Stücke im Gepäck, die sich irgendwo zwischen Postpunk und Indie einordnen lassen. Mal eher ruhig, mal energiegeladen und vor Kraft protzend. Die Band hat mittlerweile zwei Studioalben vorzuweisen, aus denen sie eine Mixtur mit Schwerpunkt auf dem zweiten Album namens “Follow the Feeder” zum Besten gaben. Jedoch wurden auf vielfachen Publikumswunsch auch alte Songs, wie “Damn Running System”, welches heute das Alias Caylon-Set eröffnet gespielt. Alias Caylon verabschiedeten sich nach fast einer Stunde von der Bühne, ein recht langer Supportauftritt endete gegen viertel vor zehn.

Nun freuen wir uns also auf Turbostaat und noch mehr nordische Power. Begrüßt werden wir mit “Insel” und es dauert nicht lang, bis die ersten Menschen von einem auf den anderen Fuß wippen. Aus dem wippen wird mehr und mehr ein Tanzen und schaukelt sich von Song zu Song weiter hoch. Gefolgt von “Surt + Tyrann” wird “Fraukes Ende” zum Besten gegeben. Schnell entwickelt sich ein sympathisches Miteinander zwischen der Band und dem relativ gut besuchten Kamp, ein lockerer Abend mit guter Musik und einer Flasche Bier ist also definitiv schon mal gesichert.

Passend zum Scheiß-Wetter stimmt Sänger Jan Windmeier dann “Wieso Herbst?” an; an diesem Punkt fühlen sich dann wahrscheinlich wirklich alle angesprochen. Ein paar wenige Menschen versuchen sich daran, das Crowdsurfen zu eröffnen, im Kamp ist das allerdings ein eher kurzes Vergnügen; immerhin ist das “Konzerträumchen” nicht das größte, deswegen aber umso gemütlichere Örtchen. Natürlich dürfen auch Songs wie “Haubentaucherwelpen”, “Das Island Manöver” oder “Vormann Leiss” von den gleichnamigen Alben nicht fehlen und werden mit großer Begeisterung, mitklatschen und singen und einigen kleineren Pogoaktionen und anderen Tanzarten gewürdigt. Nach ca. einer Stunde läutet Jan Windmeier schon den Abschied ein, etwas irritiert klatscht die Menge aber Beifall um eine sofortige Zugabe zu sichern.

Deswegen lassen sich die fünf Jungs aus Flensburg natürlich auch nicht lange bitten und verlassen die Bühne für nicht einmal eine Minute, bevor sie noch einmal drei Songs zum Besten geben. Darunter befindet sich auch “Fünfwürtschengriff”; der Song animiert die Menge nochmals zum mitsingen und -feiern. Und schwupps, sind sie zum zweiten mal verschwunden. Das Publikum unternimmt einen zweiten Versuch, eine Zugabe zu fordern und ja, es klappt! Zurück auf der Bühne erklärt Frontmann Jan, dass sie natürlich solange eine Zugabe geben, wie geklatscht wird.

Die zwei letzten Songs des Abends werden eingeläutet, “Drei Ecken - ein Elvers“ eröffnet diese zweite Zugabe und lässt die Herzen der Fans der ersten Stunde höher schlagen. Der wirkliche, richtige Abschied wird mit “Ja, Roducheln!!” gefeiert bevor die Bühne sich nun wirklich leert und das Licht wieder angeht. Ein gemütlicher Abend mit toller Musik, aber das mit der unendlichen Zugabe hat irgendwie doch nicht geklappt. So ist es wohl…so ist das!