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Konzertbericht

Bands
Donots
One Fine Day
Royal Republic

Locations
Capitol



Datum: 23.10.2010

Die Donots auf ihrem langen Weg nach Hause

Eupen (m2w)    von Petra Hetfeld und Sven Droste

Mittlerweile spielen die Donots wieder zu Hause. Naja fast. Seit Donnerstag läuft eine Konzerttour der Donots durch Münster, bei der sowohl das kleinste Konzert der Bandgeschichte mit von der Partie ist, ein Konzert im legendären Gleis 22 und das größte Konzert der Bandgeschichte in der Halle Münsterland.

Bevor es die Donots jedoch nach Münster verschlagen hat, waren wir noch im Capitol Eupen dabei.

Bilder zum Konzert
Homepage der Donots
Homepage von Royal Republic
Homepage von One Fine Day


Die "Donots" sind auf 'The Long Way Home' - Tour und mit im Gepäck sind die Hamburger "One Fine Day" und "Royal Republic" aus Schweden. Alle drei sind im Eupener Capitol zu Gast.

Es ist also Samstag der 23. Oktober und nahezu pünktlich entern die 4 der Hamburger Combo "One Fine Day" die Bühne. Die Band - Marten Pulmer (Gesang), Hendrik Burkhard (Gitarre/Gesang), Marco Köhrsen (Bass/Gesang) und Erik-Mac Essig (Schlagzeug/Gesang) - besteht schon seit 1997 und hat es in dieser Zeit schon auf beachtliche 8 Alben und EPs gebracht. Gerade erschienen ist das Album "The Element Rebellion" und mit diesem Material eröffnen sie nun den Reigen. Zu diesem Zeitpunkt ist das Capitol noch nicht besonders gut gefüllt, was sich jedoch noch ein wenig ändern sollte, jedoch richtig voll wird es an diesem Abend nicht. Unbeeindruckt von der Leere im hinteren Teil des Capitols stürzen sich die Hamburger mit voller Kraft auf die wartende Menge vor der Bühne und ziehen diese in ihren Bann. Sänger Marten Pulmer erinnert in seiner Art, Gestik und Intensität ein wenig an den jungen Henry Rollins, aus einer Zeit in der jener noch keine Gedichte vortrug.

Die nächsten die nach einer schnellen Umbaupause die Bühne betreten sind Royal Republic aus Schweden. 2007 gegründet, haben auch Adam Grahn (Gesang), Hannes Irengård (Gitarre), Jonas Almén (Bass) und Per Andreasson (Schlagzeug) in diesem Jahr ein Album veröffentlicht, ihr erster Longplayer hat den Titel "We Are the Royal". Ihr Sound ist irgendwo zwischen "Franz Ferdinand" und "Volbeat" angesiedelt. Optisch und akustisch kommen "Royal Republic" kraftvoll, mit viel Druck und sie halten sich auf der Bühne nicht mit langem Geplänkel auf. Adam Grahn richtet ein paar Worte an die Zuhörer, die sich mit "Wir haben doch keine Zeit" zusammen fassen lässt und bittet dann auch gleich Per, den Drummer, sich nackig zu machen um danach die verbleibenden 30 Minuten damit zu verbringen einen Song nach dem anderen unter die Leute zu bringen und dann zu verschwinden. "Royal Republic" haben Spaß gemacht.

Was jetzt folgt ist eine etwas längere Pause. Instrumente werden von und auf die Bühne geräumt und alles für die "Donots" vorbereitet. Das Capitol ist endlich gut gefüllt, wenn auch noch nicht voll. Kurz vor 22.00 Uhr sind dann erst laute Rufe von hinter, bzw. neben der Bühne zu hören und kurz darauf tauchen die ersten der fünf Brüder im Blute und im Geiste auf der Bühne auf. Die ersten drei Songs, darunter auch "Calling" sind allesamt von der neuen Platte "The Long Way Home". Der vierte Song soll eigentlich "Superhero" werden, aber Alex wünscht sich, dass Guido für ihn "Olympia" singt, er hat ja schließlich "Geburtstag" und das macht er dann auch. Ingo und Guido, die Blutsbrüder sind auf der Bühne nicht zu halten, besonders Guido scheint eine Energie zu haben, die ihn nicht stillhalten lässt. Die nicht vorhandene Absperrung vor der Bühne lässt einen besonders engen und direkten Kontakt zwischen Band und Fans zu, Ingo und Guido Donot machen davon reichlich Gebrauch. Neben den neuen Songs präsentieren die Ibbenbürener ihre Klassiker. "Stop the Clocks", "Whatever Happened To The 80's", "Room With A View" und, und, und - alle werden von den Fans freudig gefeiert. Während "Whatever Happened To The 80's" unternehmen die fünf einen Ausflug in den Hip-Hop. Die Beasty Boys werden gecovert. Mit "Dead Man Walking" geht das erste Set zu Ende. Es dauert jedoch nicht lange und die Donots kommen angespornt durch die fordernden Rufe des Publikums wieder auf die Bühne zurück. Als Zugabe gibt es unter anderem ein Cover der Kassierer - "Ich töte meinen Nachbar und verprügel seine Leiche" ist auch einer von 5 Songs, die auf der limitierten Tour EP "We took the long way home" zu finden sind. Der nächste Song ist noch eine Coverversion. "We're Not Gonna Take It" von "Twisted Sister" ist der letzte Song den die fünf Brüder zusammen auf der Bühne performen. Die Anwesenden wollen sich aber noch nicht von den Donots trennen. Lautstark fordern sie noch mehr und tatsächlich kommen Guido und Ingo nochmal. Sie kommen aber nicht auf die Bühne, nein, nur mit Gitarre und Mikro gehen sie mitten in die Menge. Ingo bittet alle sich zu setzen und die beiden spielen den Song, der zu Beginn des Konzertes nicht gespielt wurde - "Superhero".

Danach ist das Programm endgültig beendet. Diejenigen, die aber nicht direkt den Heimweg antreten, sondern noch ein paar Minuten warten, haben die Gelegenheit mit allen die an diesem Abend auf der Bühne standen, "One Fine Day", "Royal Rpublic" und den "Donots", zu reden, Fotos zu machen oder Autogramme zu holen. Sehr schön, so sollten Künstler sein. Ist aber leider ab einem bestimmten Popularitätsgrad nicht mehr möglich.
Die "Donots" spielen vom 04.11. - 06.11.2010 drei Shows in Münster, das Ganze nennt sich bezeichnenderweise "The Short Way Home" - Tour. Danach gehen die fünf für drei Auftritte nach Japan.