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Ringlokschuppen



Datum: 26.09.2010

ASP in Bielefeld

Und wir tanzten…

Bielefeld (ml)    ein Bericht von Marit Koch

…am Sonntag, den 26.09.2010 im Ringlokschuppen Bielefeld während eines wirklich großartigen Konzertes von ASP.

Bilder zum Konzert
Homepage von ASP


Bevor es allerdings dazu kam war die Stimmung im, naja, eher nicht so ausverkauften großen Saal des Schuppens etwas verhalten.

Der Aufforderung von Asp ihm beim Song „Weltunter“ gesanglich etwas zu unterstützen, kamen die Anwesenden nur mühsam und mit weniger Begeisterung nach. Zu dem Zeitpunkt schien es, als ginge das Konzert eher abwärts als vorwärts.

Die Wendung kam nur wenige Lieder später, als Asp mit einem sehr kraftvollen und dynamischen Vortrag von „Demon Love“ des Albums „Weltunter“ aus dem Jahr 2003 überraschte. Ab da geriet im Publikum auch der letzte Zweifler in „Raserei“.

„Und wir tanzten…“ und sangen auch mit.

Der Sänger, Songwriter und Namensgeber der Band, Asp, erntete durch sein Spiel mit dem Publikum viele Sympathiepunkte. Vielleicht ist es etwas zu hoch gegriffen, von Gruppendynamik zu sprechen, aber auf jeden Fall hat er es geschafft, die „pure Euphorie“ zu verbreiten und das Motto der Tour „Es Lebe Wir“ zu vermitteln.

Unbedingt erwähnenswert sind außerdem die Soli von Gitarrist und Backgroundsänger Matze. Doch auch Bassist und Backgroundsänger Tossi sowie Himmi am Schlagzeug waren gut drauf und lieferten eine ebensolche Arbeit ab.

Nach knappen 2,5 Stunden Spielzeit schlossen ASP mit „Ich bin ein wahrer Satan“ ihr Konzert. Natürlich nicht, ohne den fordernden Rufen des Publikums nachzugehen, welches „zu brennen“ verlangte.

Durch die Abstimmung auf der offiziellen Homepage der Band wurde im Vorfeld schon verraten, dass „Die kleine Ballade vom Schwarzen Schmetterling“, „Weltunter“, „Biotopia“, „Sing Child“ und „Nie Mehr!“ auf jeden Fall auf der Setlist stehen. Mit dabei sind unter Anderem „How far would you go?“, „Me“, „Schwarzes Blust“ und „Sing Child“.

Dass ASP noch immer eine Band zum Anfassen sind und den Kontakt zu den Fans, gerade denen, die der Band seit ihrer Gründung im Jahre 1999 treu zur Seite stehen, suchen, verdeutlichten sie durch die anschließende Autogrammstunde.

Asp formulierte im Oktober 2008 in einem Interview mit obliveon.de: "Die Szene hat sich nicht wirklich verändert, aber ich nehme die Szene, und die Szene mich, natürlich ganz anders wahr. Wir beobachten uns gegenseitig mit Skepsis, weil die Szene Erfolg irgendwie nicht als Konsequenz von harter Arbeit sehen kann, sondern immer nur als Ergebnis von Verrat."

Die Konsequenz der harten Arbeit lässt sich im Fall des dargebotenen Konzerts als eine gut strukturierte, ausgewogene Show aus den Entwicklungsstadien der Band erkennen und wird so doch hoffentlich noch so manchen Skeptiker überzeugen können und das nächste Mal (!) für einen besser besuchten Ringlokschuppen sorgen.