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Allgemein
Konzertbericht

Bands
Bela B.
Big Gee
Final Virus
Pencilcase

Locations
Flughafen Merzbrück



Datum: 17.07.2010

Open Air

Bela B. heizt Flughafen ein

Aachen (m2w)    Fotos und Bericht von Sven Droste | seven-oaks.de

Freitag, der 17.07.2010 – Auf dem Flughafen Merzbrück bei Aachen findet eines der Highlights des Kulturfestival der Städteregion Aachen statt. Neben lokalen Größen, wie Final Virus und Pencilcase, stehen Big Gee aus Köln und der Sänger, Gitarrist und Ärzte-Schlagzeuger Bela B. mit seinem Soloprojekt Bela B. y Los Helmstedt als Headliner auf dem Programm.

Bilder zum Konzert
Homepage von Bela B. y Los Helmstedt


Generationen vereinigen sich vor der Bühne. Eltern und ihre Kinder, zumindest könnten es Ihre Kinder sein, alle wollen sich diese Show nicht entgehen lassen. Laut der lokalen Presse sind es ca. 7000 Musikfans, die sich zum Flughafen in das Aachener Umland, der zum ersten Mal Schauplatz eines Musikevents war, aufmachten. Diese 7000 sind es auch, die Herrn B. einen euphorischen Empfang bereiten. Bei schönstem Wetter fängt die Show um zwanzig nach neun mit leichter Verspätung an. Gerüchten zufolge musste erst noch ein Korkenzieher für den Bühnenwein besorgt werden.

Es ist auf den ersten Blick etwas verwirrend, als plötzlich fünf Belas auf der Bühne stehen, jedoch keiner davon der echte ist. Die Band trägt Gummimasken mit dem Konterfei ihres Chefs. Das Original kommt dann kurz nach der Band zu Rockula auf die Bühne, macht ausgiebig einen auf dicke Hose. Der Chef oder Humanboss, wie er sich gerne nennt und nennen lässt, liebt das Spiel mit und um seine Person. Genau das wird auch hier geboten.
Kaum auf der Bühne fordert er das Publikum auf ihn zu bejubeln und lässt nicht locker bis der Jubel auch seinen Wünschen entsprechend ist. Später im Programm zeigt er dann ausgiebig, so dass auch alle im Publikum in den Genuss kommen, wie der Chef trinkt. Ein Ereignis, das nach Aussage Belas, jeder mal gesehen haben muss. Das alles gehört zur Show, die oft mit einen überzogenen Selbstwertgefühl kokettiert.

Bela und seine Band spielen alle Hits, ja fast alle Songs der beiden Alben. Da ist 1.2.3. im Duett mit Ina Paule Klink, Gitarre runter und Altes Arschloch Liebe, um nur ein paar zu nenne. Zu Traumfrau steht Obst auf dem Speiseplan. Während des Stücks soll ein Apfel gegessen werden, wer es nicht schafft, wird bestraft. Bela verliert, er muss jemanden küssen und als Opfer wird eine junge Dame mit pinkem Iro aus der ersten Reihe ausgewählt. Ihr Tag ist damit wohl gerettet.

Nach fast zwei Stunden, die den Ärzte-Schlagzeuger in all seinen Facetten zeigen, geht das Konzert mit zwei ausgiebigen Zugaben und dem einzigen Coversong des Abends, dem Cheap Trick Hit I Want You To Want Me, zu Ende. Damit endet auch das erste Festival auf dem Flughafen Merzbrück. Ein schöner Konzerttag, mit tollen Bands, einem hervorragendem Bela B., der für sein Publikum alle Register gezogen hat und nicht zuletzt bestem Wetter.  Für alle, Veranstalter, Helfer und Besucher, ein schöner, erfolgreicher und spannender Event. Hoffentlich sieht man sich im nächsten Jahr hier wieder.