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Konzertbericht

Bands
Agnostic Front
Call To Preserve
Crushing Caspars
Lionheart
This Is Hell

Locations
Musikbunker



Datum: 21.04.2010

Auf Tour

Agnostic Front bringen in Aachen den Bunker zum kochen

Aachen (m2w)    von Sven Droste

Am Mittwoch, den 21.04.2010, sind die Hardcore Legende Agnostic Front zu Gast im Aachener Musikbunker. Mit dabei 4 weitere Bands aus den Gefilden der härteren Musik. Um dieses XXL Aufgebot an Energie über den Abend zu bringen geht es schon um 19.30 Uhr los.

Bilder zum Konzert


Den Anfang machen Lionheart aus der Bay Area/Kalifornien. Leider müssen die 5 als erste vor nur einer handvoll Leute spielen aber es werden immer mehr.

Als zweite gehen dann Call To Preserve auf die Bühne. John, Harbor, Matt und Mike kommen aus dem sonnigen Florida zu uns und geben für die nächste halbe Stunde alles für die anwesenden Musikfans.

In den Umbaupausen kann man sich dann mal anschauen was sonst noch so angeboten wird. Im Bunker sieht es ein wenig aus wie auf dem Wochenmarkt. Auf beiden Seiten haben die Bands ihre Merch-Stände aufgebaut und bieten Platten, Shirts, Sweater und alles was das Fan Herz noch begehrt an. Am Stand von Call To Preserve kann man sogar einen Tip, also ein Trinkgeld springenlassen.

Weiter geht’s im Programm. Die Crushing Caspars aus der Hansestadt Rostock sind die einzige Band aus Deutschland an diesem Abend. Ihren Stil bezeichnen sie selbst als “Baltic Sea Hardcore“, "eine inkorrekte Mixtur aus Oldschool Hardcore, Punkrock & brüllendem Rock'n'Roll". Der Sänger Snoopy ist der erste, der das noch etwas reservierte Publikum aus der Reserve locken kann. Mit dem politisch orientierten Song “Eye For An Eye“ schafft er es die Leute zum, sagen wir mal, mitsingen zu bewegen.

Pause, nächste Band. This Is Hell aus Long Island/New York gibt es seit 2004. Nach Ihren ersten beiden Studioalben “Sundowning” und “Misfortunes” erscheint in diesem Jahr das dritte Album “Weight of the World”. Travis Reilly (Gesang), Andrew Jones (Bass), Rick Jimenez (Gitarre) und Ben Mead (Schlagzeug) bringen jetzt auch Bewegung ins Publikum und Rick Jimenez verbring bei manchen Stücken mehr Zeit in der Luft, als das er mit seinen beiden Füßen auf der Bühne Steht.

Gegen 22.30 Uhr gehen endlich Agnostic Front auf die Bühne. Von der Ur-Besetzung, der 1982 gegründeten Band, sind heute nur noch Vinnie Stigma (Gitarre), der immerhin schon 55 Lenze zählt, und Roger Miret (Gesang), der 1983 zur Band stieß, dabei. Zum heutigen Lineup gehören Pokey Mo (Schlagzeug), Mike Gallo (Bass) und Joseph James (Gitarre). Der Musikbunker verwandelt sich schnell in einen Hexenkessel, da wo gerade noch Platz vor der Bühne war und man entspannt stehen konnte, wird es ein wenig heikel. Wenn man keine Lust auf Pogo hat, ist jetzt der Zeitpunkt sich einen anderen, ruhigeren Standort zu suchen. Als Roger einen Typen Namens Bill aus seinem Trupp auf die Bühne holt, damit er einen Song singt, flippt der total aus, springt mit Mikrofon ins Publikum, schreit rum und pogt mit den Leute. Da Bill, so wie Roger meint, den Song versaut hat, will er ihn bestrafen lassen. Er soll sich auf die Bühne legen und einen “Pile“ über sich ergehen lassen. Bill springt aber dann schnell auf und pogt beim nächsten Stück ausgelassen weiter. Bei Klassikern wie “Gotta Go“ oder “For My Family“ vom “Worriors“ -Album entsteht schnell ein Circle Pit und es geht, im wahrsten Sinne des Wortes, rund. Nach einer guten Stunde und paar blauen Flecken und Unmengen vergossenen Schweißes ist der Spaß vorbei. Es werden Hände geschüttelt, Schultern geklopft und Smalltalk gehalten. Im Nu sind die Gemüter wieder beruhigt und das erschöpfte Hardcore-Publikum löst sich langsam aber sicher auf.

http://www.myspace.com/lionheartbahc
http://www.myspace.com/calltopreserve
http://www.myspace.com/crushingcaspars
http://www.myspace.com/thisishell
http://www.myspace.com/agnosticfront