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Konzertbericht

Bands
Turbostaat

Locations
Kleine Freiheit



Datum: 16.04.2010

Popsalon

Turbostaat stellen Album in Osnabrück vor

Osnabrück (bf)    Am vergangenen Freitag treten Turbostaat aus Flensburg die Reise nach Osnabrück an. Hier spielen sie im Rahmen des Popsalon Festivals in der kleinen Freiheit.

Bilder zum Konzert
Homepage von Turbostaat


Noch bevor die Band die Bühne besetzt, ist die kleine Freiheit bereits ziemlich voll. Auch wenn ein Großteil der Besucher jetzt noch an der Bar oder auf dem gemütlichen Sofa sich einen guten Platz zum verweilen ausgesucht haben. Das ist aber auch erlaubt, es findet ja erst der Soundcheck statt. Um kurz nach 21 Uhr kommt die Band auf die Bühne, das Auditorium findet sich schnell auf dem Platz ein, wo es hingehört: Vor die Bühne.

Das erste Lied „Drei Ecken – ein Elvers“ hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Ungewöhnlich, dass die Band sich für ein so altes Lied als Opener entschieden hat. Schließlich haben sie erst vor ein paar Tagen ihr viertes Album auf dem Musikmarkt veröffentlicht, das auf den Namen „Das Island Manöver“ hört. Doch zurück im Text. Auch wenn „Drei Ecken“ dem Großteil des Publikums unbekannt erscheint, sieht man trotzdem schon wie sich die Leute langsam in Bewegung setzen. Es folgt eine kurze Ansage von Sänger Jan Windmeier „Hallo, wir sind Turbostaat aus Flensburg und ihr seid Osnabrück! Wir haben ein neues Album aus dem wir heute sehr viel spielen werden“. Stimmt und weiter geht’s mit dem zweiten Stück „Surt und Tyrann“ vom eben angesprochenen neuen Album. Sofort geht ein Ruck durch das Publikum, es wird getanzt, gesprungen, gepogt und mitgesungen. Kein Wunder, denn so mitreißend und kraftvoll die Musik auf CD ist, so springt auch live der Funke schnell auf das Auditorium. Wer jetzt noch still steht ist selber Schuld. Da bleibt es nicht aus, dass die Temperaturen schnell über den Siedepunkt steigen. Überall verschwitzte Gesichter, das merkt auch Bassist Tobert Knopp der in seinem Flanell-Hemd nicht sehr glücklich aussieht. „Man ist das heiß hier. Blöd für alle, die ein Flanell-Hemd tragen“ und kann sich dabei nicht nur an die eigene Nase fassen. Auch einige Menschen im Publikum haben sich heute Abend für dieses Kleidungsstück entschieden.
Nachdem das Publikum nun im wahrsten Sinne des Wortes aufgewärmt ist, gibt es neben Liedern vom aktuellen Album auch Klassiker des Vorgänger Albums „Vormann Leiss“, so wird „Insel“ und „Bei Fugbaums“ gespielt. Bei letzterem Lied sollte eigentlich ein Gitarrist Sänger Jan im Refrain unterstützen. Das klappt zumindest im ersten Refrain nicht, weil er sich das Mikro aus dem Ständer haut. Diese Aktion sorgt erstmal für Lacher auf der Bühne, bevor es dann weiter im Text, das heißt im Lied geht.
Kraftvoll und schnell wie die Musik bewegt sich auch das Publikum. Da wünscht man sich ein langsames Lied für zwischendurch. Doch das langsamste Lied, dass uns Turbostaat heute Abend bieten ist der Titeltrack „Das Island Manöver“. Auf CD hat dieses Lied ein zwei-minütiges Instrumental-Intro, das sich sehr schön aufbaut. Live gespielt fühlt sich dieses Intro noch länger an. Man erhält seine wohlverdiente Verschnaufpause bevor es mit „Nach fest kommt ab“ wieder in die Vollen geht und dem Körper alles abverlangt wird.

Mit den Dauerhits „Harm Rochel“ und „Vormann Leiss“ verabschiedet sich die Band von der Bühne. Und das bereits nach einer Setlist die bisher eine ¾ Stunde gedauert hat. Sowas lässt das Osnabrücker Publkum nicht durchgehen und fordert lautstark eine Zugabe. Die Band lässt sich nicht lange bitten (immerhin ist sie gar nicht erst von der Bühne gegangen) und so leitet „Kussmaul“ den Zugabeblock ein. Band und Publikum geben nochmal richtig Gas und die Lieder „Ufos im Moor“ und „Oz Antep“ werden noch einmal richtig gefeiert, ehe mit „Schalenka Hase“ dann das entgültige Ende des Konzertes eingeläutet wird. Turbostaat verabschieden sich mit den Worten „Wir waren Turbostaat und ihr seid Osnabrück!“ ehe sie von der Bühne gehen. Damit beenden sie ihr Set nach einer Stunde, eine Spielzeit von 90 Minuten wurde ihnen im Vorfeld eingeräumt. Doch da sowohl Band als auch Publikum völlig ausgelaugt sind, dürfte niemand böse darüber sein, dass das Set nach einer Stunde vorbei ist.

Eine kleine Notiz noch am Rande: Bevor das Album „Das Island Manöver“ veröffentlicht wurde, konnte sich der geneigte Hörer es sich komplett über MySpace anhören. Ein Schachzug, der die Band sehr sympathisch macht! Auch wenn der Stream auf MySpace pünktlich zum Tag der Veröffentlichung offline gegangen ist, haben Turbostaat trotzdem ein Herz für ihre Fans. So kann man via MySpace das Lied „Surt und Tyrann“ kostenlos downloaden und wer sich auf laut.de umschaut, findet dort noch immer das komplette Album im Stream.